HSV Hannover mit dramatischem Remis

(Foto: Uwe Serreck)

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Nach einer hochdramatischen Schlussphase musste sich der HSV Hannover am Sonnabend in der dritten Handball-Liga mit einem 30:30 (18:12) bei der HG Hamburg-Barmbek begnügen.

Als Milan Mazic fünf Sekunden vor dem Ende seinen fünften Siebenmeter zum 30:29 verwandelte, standen alle Spieler auf der Anderter Bank. Der Sieg? Nach einer schnellen Mitte nahm sich Rune Hanisch einen letzten Verzweiflungswurf, der aus 14 Metern im linken Winkel einschlug. Nach dem Video von Jannis Frädermann allerdings zwei Sekunden nach der Sirene.

Das Kampfgericht war anderer Meinung und Trainer Stephan Lux außer sich. „Das passte zum Spiel. Die Schiedsrichter waren eine Katastrophe.“ Ein Verhältnis von 12:5 Siebenmetern für die Gastgeber untermauert die Einschätzung. Noch zwei Stunden nach dem Spiel war Lux nicht zu beruhigen, räumte aber ein: „Wir haben uns an den Entscheidungen aufgerieben.“

In der ersten Halbzeit hatte der HSV alles im Griff und zog über 5:2(6.) und 11:7 (16.) auf 18:12 davon. „Da haben wir überragend gespielt. Der Torhüter fasst zwei Bälle an“, lobte Lux seine Mannschaft. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als gut. Nachdem Lukas Quedenbaum (Rücken verdreht) und Florian Schenker (Grippe) ausfielen, hatte Lux mit Kevin Klages nur einen etatmäßigen Außen. Auf Rechts sprang Florian Barsch ein, „der 60 Minuten ein gutes Spiel gemacht hat“, lobte Lux.

Seine Mannschaft hielt den Vorsprung nach dem Treffer von Kevin Klages (7) bis 24:16 (40.). Dann kippte die Partie und beim 26:26 glich Barmbek das erste Mal seit 2:2 aus. In den packenden Schlussminuten legte der HSV immer vor, musste sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen. „Wir waren die bessere Mannschaft, das schmerzt“, sagte Lux und machte doch seinen Frieden mit dem Ergebnis: „Wichtig ist, dass wir den Abstand nach unten gehalten haben.

Tore: Milan Mazic (8/5), Kevin Klages (7, Foto), Müller (6), Grujic (4), Benckendorf (3), Barsch (1), Muscheiko (1).