HSG Hanau mit verdientem Arbeitssieg gegen Magdeburg

(Foto: HSG)

3.Liga Ost
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Die HSG Hanau bleibt auch nach dem 26. Spieltag in der 3. Handball-Liga Ost als einzige Mannschaft vor eigenem Publikum ohne Niederlage. Die Grimmstädter bezwangen die Bundesliga-Reserve des SC Magdeburg in einem temporeichen Spiel mit 33:25 (16:11) und rangiert punktgleich mit dem Dritten HSG Nieder-Roden auf Tabellenplatz vier.

„Es war ein hoch verdienter Arbeitssieg unserer Mannschaft. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Unsere Abwehr agierte souverän, Torhüter Sebastian Schermuly war ein sicherer Rückhalt und wir sind gut ins Tempospiel reingekommen", bilanzierte Trainer Patrick Beer.

Das Bemerkenswerteste an diesem Nachmittag war allerdings, dass trotz des ersten Frühsommertages 420 Zuschauer den Weg in die Main-Kinzig-Halle gefunden hatten. Und das zu einem Spiel, das aufgrund der komfortablen Tabellensituation beider Teams nicht unbedingt zum existenziellen Jahrhundertduell hochgejazzt werden konnte. Beer bedankte sich daher ausdrücklich beim Blauen Block für die tolle Stimmung. Und selbst Gäste-Coach Vanja Radic war voll des Lobes. „Wir wussten, was uns hier erwartet, Hanau hat ein tolles Publikum", sagte der Magedeburger Coach und zeigte sich als fairer Verlierer: Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung."

Denn bei den Hanauern griff von Beginn an ein Rädchen ins andere und nach acht Minuten führte man dank eines Treffers von Hannes Geist bereits mit 6:1. Diesen Vorsprung konnte man nicht nur bis in die Pause retten (16:11), sondern letztlich bis zur Schlusssirene sogar noch ausbauen. So dass man nie das Gefühl hatte, die Gäste könnten die Partie noch einmal drehen.

Zwar stellten die Magdeburger mit dem spanischen Junioren-Weltmeister Juan de la Pena den auffälligsten Akteur, der Youngster war mit 13 Toren (6/6 Siebenmeter) der treffsicherste Schütze der Partie, doch im Kollektiv agierten die Hanauer letztlich erfolgreicher.

Und wenn es doch noch einmal eng zu werden drohte, dann war Keeper Schermuly zur Stelle. So wie in der 36. Minute, als Magdeburg beim Stande von 18:15 die Chance hatte, auf zwei Tore zu verkürzen. Doch der Kapitän parierte und seine Vorderleute ließen anschließend einen 6:1-Lauf folgen, so dass spätestens beim 24:16 in der 43. Minute eine Vorentscheidung gefallen war.

Neben Schermuly erhielt Patrick Pareigis ein Sonderlob des Trainers. Der 22-jährige Neuzugang von der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden findet sich immer besser zurecht und entwickelt zu einer wichtigen Stütze des Teams. Neben seiner starken Defensivarbeit konnte Pareigis dieses Mal auch im Angriff glänzen und war gemeinsam mit Lucas Lorenz, der nach seiner Verletzung immer besser in Schwung kommt, mit sechs Treffern der erfolgreichste Hanauer Schütze an diesem Nachmittag. Jeweils vier Treffer gelangen Hannes Geist und Marc Strohl.

Nicht zum Einsatz kam Marius Brüggemann. Der Außenspieler und Defensivspezialist hat sich im Abschlusstraining eine Knieverletzung zugezogen. Nun muss man die Untersuchungen abwarten. Bei der HSG Hanau hofft man, dass sich der anfängliche Verdacht auf Kreuzbandriss nicht bestätigen wird.

Am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) steht der schwere Auswärtsgang zum Tabellenzweiten HC Erlangen II auf dem Programm. Das nächste Heimspiel ist am Sonntag, den 22. April. Dann empfangen die Hanauer um 17 Uhr den Northeimer HC in der Main-Kinzig-Halle.