Saison 2017-2018

3.Liga West
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Kurz nach den Feiertagen und nach 15 ereignisreichen Spieltagen ist es an der Zeit, für die 3.Liga West die Halbzeitbilanz der Saison 2017-2018 zu ziehen.

Unangefochten an der Spitze der Liga steht BL-Absteiger TuS Ferndorf, der alle Spiele der Hinserie erfolgreich gestalten konnte. Auch die direkten Mitfavoriten konnten auswärts (Dormagen, Schalksmühle) und daheim (Krefeld, Longerich und Leichlingen) z.T. deutlich in die Schranken verwiesen werden. Allein Leichlingen konnte nur denkbar knapp (23:22) bezwungen werden. Auch wenn Ferndorf sich in einigen Partien keinen Schönheitspreis für sein Spiel verdiente, kann der Meistertitel nur über dieses Team gehen.

Sicherer Vizemeister wurde Dormagen, das nach eigenem Anspruch auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen will. Die Männer des TSV Bayer ließen in Krefeld und Ferndorf jeweils beide und überraschenderweise in Aurich noch einen Punkt. Trotzdem haben sie noch 3 Punkte Vorsprung auf den Dritten Krefeld. Ein Aufstieg über eine eventuell stattfindende Relegation ist also durchaus im Rahmen des Möglichen, ob es für einen direkten Angriff auf den Tabellenführer in der Rückrunde reicht, bleibt abzuwarten.

Krefeld hatte ein paar mehr Probleme den 3. Rang zu halten, weil man u.a. neben Ferndorf, auch gegen Minden II, Aufsteiger Menden und Longerich verlor. Alle diese Niederlagen erlitten die Krefelder auswärts, während man Dormagen daheim schlug. Daß die HSG und das Umfeld mit den Leistungen des Teams unzufrieden waren, zeigt die Verabschiedung von Olaf Mast, der 10 Jahre in verschiedenen Übungsleiterpositionen des Vereins tätig war. Bis Saisonende wird Dusko Bilanovic die Männermannschaft übernehmen. Ein Angriff auf Rang 2 ist zwar denkbar, aber Bayer scheint im Moment doch stabiler zu spielen.

Leichlingen startete mit einer Niederlage gegen Dormagen in die Saison und war damit gleich in Zugzwang. Das Team kam nur langsam in Fahrt und hatte nach 9 Spieltagen und weiteren Niederlagen bzw. Punktverlusten gegen Menden, Longerich und Krefeld mit 7 Minuspunkten nur Platz 7 inne. Danach gab es nur noch 1 Niederlage in Ferndorf, so dass der LTV mit 6 weiteren Siegen zur Saisonhalbzeit auf Platz 4 in der Nähe des Spitzentrios landete.

Der Longericher SC hatte im letzten Jahr überraschend Platz 3 erspielt und wollte dieses Ergebnis natürlich wiederholen. Das gelang zu Beginn der Saison nicht ganz so gut. Das erste Spiel ging gleich daheim gegen Schalksmühle verloren und nach Niederlagen in Ferndorf und daheim gegen Aurich sowie einem Remis in Leichlingen standen die Kölner nach 7 Spielen nur auf Platz 9 der Tabelle. Dann berappelte sich die Mannschaft wieder und konnte einen Sprung auf den 3. Platz machen (12.Spieltag). Allerdings gab es in den letzten 3 Spielen der Hinrunde noch Niederlagen in Dormagen und eine besonders bittere daheim gegen Menden, so daß der abschließende Sieg gegen Volmetal nur den 5. Rang sicherte, allerdings mit Tendenz für die oberen Regionen der Tabelle.

Punktgleich mit dem LSC liegt Schalksmühle-Halver auf dem nächsten Tabellenplatz. Diese Mannschaft hat m.E. in dieser Saison eine gute Entwicklung gemacht und sich im Vergleich zu den letzten Jahren gesteigert. Geheimfavorit war das Team in den letzten Jahren schon öfter, aber diesmal scheint der Knoten zu platzen. Schalksmühle bezwang in der Hinrunde zwar keine Spitzenmannschaft, leistete sich aber auch nur gegen die Bergischen Panther (21:28) und gegen Menden (28:28) „unnötige“ Punktverluste in gegnerischen Hallen. Bei solcher Konstanz und mit etwas mehr Glück könnte hier eine Überraschung am Ende der Saison ins Haus stehen, zumal die Mannschaft sehr ausgeglichen besetzt scheint.

Als die Überraschungsmannschaft der Hinrunde ist eindeutig die HSG Bergische Panther zu bezeichnen. Der Aufsteiger hat Erstaunliches geleistet und insgesamt 9 Siege eingefahren. Zwar hat man auch 6 Niederlagen hinnehmen müssen, diese allerdings gegen Teams wie Ferndorf, Krefeld, Dormagen, Longerich und Leichlingen, also alles Mannschaften, von denen ein Sieg gegen einen Aufsteiger erwartet wird. Einziger Ausrutscher der Panther war die Heimniederlage gegen Lemgo II, die zudem noch deutlich ausfiel (27:32). Aber die Mannschaft stand nach dem 8.Spieltag auf Platz 3 mit erstaunlichen 12:4 Punkten. Wenn der Ausrutscher nicht gewesen wäre, dann hätte ein Platz 5 am 15.Spieltag im Bereich des Möglichen gelegen. Vielleicht ist den Panthern auch etwas die Puste zum Jahresende ausgegangen. Auf jeden Fall kann man von der Mannschaft zum Saisonausklang noch einiges erwarten. Für die Zukunft besteht nach der angedachten bzw. vollzogenen Fusion mit Wermelskirchen (altbekannt in der Liga) und anderen Vereinen der Region auch eine Chance auf eine schlagkräftige Mannschaft.

Auf Platz 8 liegt mit der Reserve der Mindener Bundesligamannschaft ein sogenanntes Ergänzungsteam der HBL. Daß die Mindener die beste Bilanz der 3 Reserveteams der 3. LW holen sollten, war lange nicht abzusehen. Die Mannschaft startete schwach mit 3 Niederlagen in Folge und stand nach 6 Spieltagen mit nur 2 Pluspunkten auf dem 14.Platz. Nur das punktgleiche Lemgo II und Habenhausen mit nur einem Punkt lagen noch dahinter. Dann gelangen Minden II gegen direkte Konkurrenten wie Habenhausen, Volmetal und Menden 3 Siege in Folge, die das Team auf Platz 9 katapultierten (8:10 Punkte). Als Lohn für weitere 3 Siege (gegen Korschenbroich, Ahlen und Lemgo II) in den verbleibenden Spielen bis zum Dezember erkletterte Minden den 8.Rang in der Tabelle mit mittlerweile 5 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Einzig im Heimspiel gegen die Bergischen Panther wäre noch etwas mehr Punktausbeute möglich gewesen, doch das Spiel verlor man knapp mit 24:26. Ansonsten kann die Mannschaft mit Stolz auf die Steigerung im Laufe der Hinserie zurück blicken und auch auf den Sieg gegen Krefeld stolz sein.

Der 2. Aufsteiger aus Menden hat sich gleich hinter Minden II platziert und sich ein kleines Polster (4 Punkte) auf die Abstiegsplätze erarbeitet, was dafür spricht, daß auch dieses Team in die Liga gefunden hat. Man startete zwar mit einem Sieg gegen Lemgo II, hatte dann aber gegen Korschenbroich, Ahlen, Volmetal und die Bergischen Panther Niederlagen erlitten. Erst ein weiterer Sieg daheim gegen Leichlingen und das Remis gegen Schalksmühle führten zu einem Platz 12 nach 8 Spieltagen, obwohl das Team damit noch in Reichweite der anderen Abstiegskandidaten lag. Mit Siegen gegen Krefeld, Habenhausen, Longerich und Aurich erspielten sich die Wölfe aus Menden das respektable Ergebnis zur Saisonhälfte.

Ahlen und die Reserve aus Gummersbach, die als U23 des Altmeisters agiert, haben mit 12 Punkten die nächsten beiden Plätze inne, müssen aber in die Betrachtungen mit einbezogen werden, wenn man den Kampf um den dritten Abstiegsplatz betrachtet. Ahlen erreichte immerhin 5 Siege und zwei Remis, darunter Siege gegen Habenhausen, Volmetal, Menden, Gummersbach II und Korschenbroich. Außerdem spielte man in Lemgo und daheim gegen Aurich remis. Damit gelang zwar kein positiver Ausrutscher gegen ein Topteam, man hielt die Abstiegskandidaten aber in Schach. Die U23 aus Gummersbach erzielte 6 Siege in der ersten Halbserie. Ansonsten lief die Saison ähnlich ab wie für Ahlen, man konnte auch die direkten Konkurrenten im Zaum halten (Siege gegen Minden II, Lemgo II, Habenhausen, TVK, Aurich und Menden), aber keinem Spitzenteam ein Bein stellen. Beide Mannschaften müssen konzentriert in die zweite Saisonhälfte gehen, um nicht noch in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Volmetal, Lemgo II und Aurich sind die Kandidaten, die in erster Linie darum kämpfen müssen, den 14.Platz und damit den letzten Abstiegsplatz zu vermeiden. Volmetal hat 11 Pluspunkte bei 5 Siegen und 1 Remis und damit noch einen winzigen Vorsprung auf Platz 14. Der TuS gewann gegen die Mitkonkurrenten Aurich, VfL II, Korschenbroich, Menden, Lemgo II und holte in Habenhausen ein Remis. Dieser nicht geholte Punkt in Habenhausen kann das Team noch in Schwierigkeiten zum Ende der Saison bringen.

Lemgo II und Aurich kämpfen momentan gegen Platz 14 mit jeweils 9 Pluspunkten. Lemgo hat 4 Siege und ein Remis erspielt. Diese Punkte holte sich die Mannschaft aber, mit Ausnahme der Partien bei den Bergischen Panthern und Ahlen, gegen potentielle Abstiegskandidaten. Abgesehen vom Beginn der Saison (5. am 2.SPT und 8. am 3.SPT) war die beste Lemgoer Platzierung in der Hinrunde Platz 11 nach 13 Spieltagen. Allein an 7 Spieltagen befand man sich auf einem Abstiegsplatz. Hier bedarf es einer Steigerung und soliden Konstanz, um dem Abstieg von der Schippe zu springen.

Bei Aurich sieht die Sache etwas anders aus. Das Team ging mit einem knappen Heimsieg gegen Minden in die Saison und befand sich auf Platz 7 nach 7 Spieltagen. Auch nach dem 11. Spieltag war die Welt in Friesland noch heil, da man sich auf Platz 10 mit 9:13 Punkten wiederfand. Danach gelang aber kein Punktgewinn mehr und man rutschte auf Platz 14 ab. Der Hauptgrund für diese Misere lag aber wohl in der irre langen Verletztenliste der Auricher. Man lag eigentlich nur an 3 Spieltagen auf einem Abstiegsplatz, aber nur 3 Siege (Minden II, Korschenbroich und Longerich) und 3 Remis (Habenhausen, Ahlen und Dormagen) haben nicht gereicht. Die Leistung in den Spielen gegen Dormagen und Longerich sowie die Hoffnung auf Genesung einiger verletzter Spieler halten an der Küste den Glauben an den Klassenerhalt hoch.

Beide Mannschaften am Ende der Tabelle haben nur jeweils 3 Punkte auf dem Konto, wobei der Tabellenletzte aus Habenhausen nicht einmal gewonnen hat. Nun kämpft ein Aufsteiger immer erstmal gegen den Abstieg, aber was die Habenhausener geboten haben, war nicht berauschend. Dabei begann die Saison für die Mannschaft aus dem Süden Bremens mit einem Heimremis ausgerechnet gegen Korschenbroich, aber es folgten nur noch gegen Aurich und Volmetal Punktgewinne. Gegen Ende der Halbserie kam die Mannschaft besser ins Spiel und haderte mit dem Glück und einigen Schiedsrichterleistungen. Aber es wird schwer für die Mannschaft die Klasse auch beim zweiten Anlauf in der 3.LW zu halten, es sei denn, es ändert sich vieles was Kampfgeist und Willenskraft betrifft. Ab dem 3. SPT lag das Team auf einem Abstiegsplatz.

Nicht viel besser erging es Korschenbroich. Auch das Team lag vom 7. SPT permanent auf einem Abstiegsplatz, denn nach dem Remis in Habenhausen gelang noch ein Sieg in Menden (3.SPT), der ein Zwischenhoch bescherte, dann konnte die Mannschaft nicht mehr punkten. Wenn man den TV Korschenbroich in den letzten Jahren beobachtete, war ein deutlicher Verlust der Leistungsfähigkeit zu bemerken. Das Team verlor über die Jahre gute Spieler an andere Mannschaften, ohne dass die Ansprüche sich groß änderten. Für einen Außenstehenden unverständlich. Bleibt zu hoffen, dass der Neuanfang im Management des Vereins und die Zukunftsorientierung auf die Jugend zum neuen Konzept werden und einen Verbleib oder Neuanfang bei einem eventuellen Abstieg ermöglichen.

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Ergebnisdienst 3.Liga

21.01.2018 17:00
3.Liga West, 17.Spieltag
  
OHV Aurich - HSG Handball Lemgo II 23 : 22
3.Liga Nord, 17.Spieltag
  
TSV Burgdorf II - Oranienburger HC 30 : 26
3.Liga Ost, 17.Spieltag
  
SG Bruchköbel - SC Magdeburg II 32 : 20
Letzte Aktualisierung: 21.01.2018 23:42:54
Legende: ungespielt laufend gespielt