Das hatte nichts mit Drittliga-Handball zu tun

Foto: TV Korschenbroich

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Eine desolate Vorstellung bot der TV Korschenbroich den 314 Zuschauern am Samstagabend in der Waldsporthalle.

Bereits nach zehn Minuten lag der Tabellenvorletzte gegen den Longericher SC mit 1:8 im Rückstand, am Ende verlor man die Partie sang- und klanglos mit 25:36 (12:19). Nach der siebzehnten Niederlage in der laufenden Saison wollte kein Verantwortlicher mehr über das Thema Klassenerhalt philosophieren: In den verbleibenden neun Spielen stehen die Akteure des TVK vor allem in der Pflicht, Werbung für die kommende Spielzeit zu betreiben und vor allem aber auch die leidgeplagten treuen Fans nicht weiter zu strapazieren.

Wenige Tage nach seinem 49. Geburtstag war Ronny Rogawska (siehe Foto) restlos bedient. Der Däne war am Samstagabend maßlos enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft gegen den Longericher SC, der vor einer Woche noch mit 20:28 beim OHV Aurich verlor. „Man kann verlieren, aber es geht auch immer um die Art und Weise“, sagte Rogawska nach dem Spiel. „Alles, was wir uns für diese Partie vorgenommen haben, haben wir heute nicht im Ansatz umsetzen können.“

Zehn Minuten waren in der Korschenbroicher Waldsporthalle gerade einmal gespielt, da war die Partie bereits entschieden. Mit 8:1 führte der Tabellenfünfte Longericher SC. „Ich habe den Kampf und die Leidenschaft bei meiner Mannschaft vermisst. So kann man sich in unserer Situation nicht präsentieren“, ärgerte sich Rogawska. „Was wir heute gezeigt haben, war vielleicht sogar unsere schlechteste Saisonleistung und gerade für unsere treuen Fans, die vielen Helfer im Umfeld des TVK oder auch unseren Partnern und Sponsoren tut mir eine solche Vorstellung wirklich leid.“ Bis zur Halbzeitpause konnte der LSC den Sieben-Tore-Vorsprung verwalten und ging mit einer 19:12-Führung in den zweiten Durchgang.

Kurzfristig kam etwas Hoffnung auf: In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit konnte das hand.ball.herz.-Team den Vorsprung bis auf 18:23 schmelzen lassen. Doch die Gäste aus der Domstadt erhöhten direkt wieder auf 25:18 und bauten diesen Vorsprung Tor um Tor aus. Nach sechzig für die Zuschauer quälenden Minuten musste sich der TVK mit 25:36 geschlagen geben.

„Das hatte heute nichts mit dem Auftreten eines Drittligisten zu tun. Verlieren ja, aber so kampf-, einstellungs- und emotionslos geht gar nicht. Es tut mir für unsere Fans sehr leid“, fasste Kai Faltin, Manager und Sportlicher Leiter des TVK, seine Enttäuschung nach dem Spiel zusammen.

Am 02. März geht es für die Mannen von Ronny Rogawska in der 3. Liga West weiter. Dann gastiert man um 20 Uhr in der Schwalbe-Arena beim VfL Gummersbach II.

Statistik:
TV Korschenbroich: Max Jäger, Felix Krüger – Mathis Pötzsch, Gertjan Bongaerts (5/1), Tim Dicks (1), Aaron Jennes (2), Julian Mumme (1), Steffen Brinkhues (5), Nicolai Zidorn (8/1), Bruno Zavada (2), Philip Schneider (1/1)
Longericher SC: Nils Thorben Schmidt, Christoph Beutner – Daniel Koenen (4), Matthias Peters (2), Dustin Thoene (6), Tim Hartmann (1), Joshua Reuland (5), Benjamin Richter (5/2), Dennis Mestrum (5), Simon Schlösser (3/2), Christopher Wolf (1), Mirco Bönig, Marian Dahlke (4)

Schiedsrichter: Christian Dux und Bennet Follmert

Zeitstrafen: TVK: 4 (2x 2 Minuten) – LSC: 8 (4x 2 Minuten)

Siebenmeter: TVK: 5/3 – LSC: 4/4

Spielfilm: 0:1 (1.), 1:3 (5.), 1:8 (10.), 4:12 (15.), 6:15 (20.), 8:17 (25.), 12:19 (Halbzeit) – 12:20 (32.), 14:22 (35.), 18:23 (40.), 19:26 (45.), 20:30 (50.), 23:33 (55.), 25:36 (Endstand)

Zuschauer: 314

Ergebnisdienst 3.Liga

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