Knapp aber verdient: Lemgo siegt

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Am Ende war was knapp, aber mit einer sehr guten Teamleistung und Azat Valiullin als Joker besiegte der TBV Lemgo den starken Aufsteiger vom TV Hüttenberg am 10. Spieltag mit 31:30. Schon zur Halbzeit lagen die beiden Mannschaften nur ein Tor auseinander.

Beste Lemgoer Werfer waren Tim Hornke (s. Foto) mit neun und Valliulin mit sechs Treffern.

Von links nach rechts begann der TBV im Angriff mit Patrick Zieker, Fabian van Olphen, Andrej Kogut, Isaias Guardiola und Tim Hornke sowie Christoph Theuerkauf am Kreis und Peter Johannesson im Kasten. Das erste TBV-Tor erzielte Hornke von der Marke zur 1:0-Führung. Lemgo legte mit viel Tempo los, Hornke, Klimek und Zieker brachten ihr Team in nicht mal fünf Minuten 5:1 in Front, was Gästetrainer Adalsteinn Eyjolfsson schnell zur ersten Auszeit zwang. Die Gäste aus Hüttenberg verteidigten wie erwartet offensiv in einer 5-1-Formation und holten sich schon in der achten Minute die erste Zeitstrafe ab. Das gleiche Schicksal ereilte Tim Suton, der für Kogut gekommen war, nach einer knappen Viertelstunde. Hüttenberg versuchte es nun vermehrt über den Kreis und kam das ein ums andere Mal zum Erfolg, trotzdem führte der TBV in der 16. Minute noch immer 10:6. Der Vier-Tore-Vorsprung hielt, bis Hüttenberg in der 22. auf 13:10 verkürzen konnte. Kehrmann sah sich zu einer Auszeit veranlasst, umgestellt hatte der Trainer bereits vorher: Suton, Kogut und Bartók ackerten im Rückraum. Letzterer erzielte wenige Minuten vor der Pause das 15:11 für die Hausherren, doch der Vorsprung schmolz auf 15:14 zusammen. Kehrmann brachte Guardiola und van Olphen zurück, doch Lemgo wurde vorne eine falsche Sperre abgepfiffen. Sekunden vor dem Pfiff verhinderte Johannesson das Unentschieden, sodass der TBV mit einer ganz schmalen 15:14-Führung in die Kabine gehen konnte.

Nach Wiederanpfiff eroberte der TBV zwei Mal den Ball, konnten aber nur einen unterbringen, zudem kassierte Suton die nächste Zeitstrafe. Die Gäste nutzen die Gunst der Stunde und glichen aus, 16:16, und schafften die Führung wenig später. Kehrmann reagierte mit der Hereinnahme von Dominik Ebner auf Halbrechts. Der TBV fing sich, Theuerkauf machte das 17:17, Johannesson hielt, Suton eroberte mit seinem Treffer die Führung zurück. Wiederum konnte Hüttenberg ausgleichen und van Olphen bekam eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. Für ihn kam Azat Valiullin erstmalig sowohl in der Abwehr als auch im Angriff zum Einsatz.

Lemgo ging in der 42. Spielminute wieder auf 21:18 weg, bevor die Gäste einen Siebenmeter und Hornke eine Zeitstrafe bekamen. In dieser Phase wurde Johannesson im Tor ein Faktor, genauso wie Valiullin vorne. 15 Minuten waren noch auf der Uhr, als Kehrmann zur nächsten Auszeit bat. An der Angriffsformation mit Valiullin, Kogut und Ebner hielt der Trainer vorne fest. Der Rückraum spielte vernünftig durch, sodass Hornke zwei Mal hintereinander von Außen abräumen konnte und der TBV zehn Minuten vor Schluss wieder auf 26:22 erhöhte. Bis zum Ende blieb es eng, 30:28 stand es und noch zwei Minuten galt es zu überstehen. Um letzte Anweisungen zu geben, nutzte Kehrmann sein drittes Timeout. Erwartungsgemäß kam Hüttenberg ganz weit raus und zwang Lemgo zum Abschluss unter Zeitdruck. Als Hornke zum 31:29 traf, war der Deckel endlich drauf, auch wenn die Gäste noch zum 31:30-Endstand treffen konnten.

Adalsteinn Eyjolfsson: Ich glaube wir kommen sehr schwer ins Spiel rein und werden permanent mit Tempogegenstößen konfrontiert. Das hat uns bis zum 12:6 riesige Probleme bereitet. Taktisch haben wir danach den ein oder anderen guten Ball gespielt. Aber Lemgo hat das sehr gut gemacht und hat uns mit ihrem Innenblock und starken Torhüter bestraft. Als wir uns berappelt haben, hat sich zeigt, welche Moral die Mannschaft hat. Wir laufen nach der Halbzeit immer hinterher und wo wir die Möglichkeiten haben, Lemgo Druck zu machen, da machen wir uns mit überhasteten Aktionen selbst das Leben schwer. Schwer zu verteidigen war Azat Valiullin, sonst haben wir eine ordentliche Deckung ab der 15. Minute gestellt. Insgesamt geht der TBV-Sieg in Ordnung.

Florian Kehrmann: Wir haben sehr gut Angriff gespielt, uns viele Chancen rausgespielt. Über weite Strecken war das auch von der Taktik her sehr gut. Nach der ersten Viertelstunde haben wir nicht mehr richtig Zugriff bekommen. Dann lief alles gegen uns und wir haben Hüttenberg mit ihrer Moral wieder ins Spiel geholt. Auch in die zweite Halbzeit sind wir nicht gut reingekommen, haben es aber geschafft, uns zu stabilisieren. Azat Valiullin hat nochmal frischen Schwung reingebracht. Es ist toll, dass jemand, der bisher nicht viel gespielt hat, sowas dann schafft. Ich bin froh über die Angriffsleistung, die hat heute den Sieg gebracht. Unsere Abwehr muss noch konsequenter Bestrafen, damit war ich nicht zufrieden. Chancen in der ersten und zweiten Phase haben wir zu oft liegen gelassen. Aber am Ende hatten wir aber einen kühlen Kopf. Ich bin auch froh, dass wir das Spiel hinter uns haben und mit 12:8 Punkten da stehen, wo wir stehen wollen

 TBV Lemgo: Wyszomirski, Johannesson; Kogut (2), Guardiola (3), Ebner, van Olphen (1), Theuerkauf (3), Hornke (9), Hübscher, Suton (2), Bartók (1), Valiullin (6), Klimek (2), Zieker (2).

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