Leipzig mit verdienter Pleite in Gummersbach

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Nach zuletzt zwei Heimsiegen in Folge wollten die grün-weißen Handballer vom SC DHfK Leipzig am Sonntagmittag auch wieder in der Fremde punkten und beim VfL Gummersbach den ersten Auswärtssieg des Jahres holen. Doch auch im VfL-Lager rechnete man sich vor dem Match Chancen

aus: „Wenn wir zu Hause gegen den achten der Tabelle spielen, sind wir mit unseren Fans im Rücken Favorit“, hatte Gummersbachs Trainer Denis Bahtijarević seiner Mannschaft eingeimpft. Er sollte Recht behalten. Die Westfalen gewannen die Auseinandersetzung mit 29:24 Toren.

Die Gastgeber erwischten einen Blitzstart in die Partie und führten nach drei Minuten bereits mit 3:0. Danach kamen die Leipziger allmählich ins Match und erzielten durch Lucas Krzikalla und Alen Milosevic die ersten Treffer zum Zwischenstand von 5:3. Als der VfL dann aber auf zwei weitere Treffer davonziehen konnte, musste DHfK-Coach Michael Biegler nach zehn Minuten die erste Auszeit nehmen. „Das war nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Wir müssen konsequenter sein und mehr Zug zum Tor haben“, versuchte er sein Team in die Spur zu kriegen.
Die DHfK-Männer scheiterten jedoch auch weiterhin häufig an Carsten Lichtlein im VfL-Kasten. Als Philipp Weber in der 16. Spielminute bei einem Siebenmeter nur den Pfosten traf und die Gastgeber ihren Vorsprung bis zur 20. Minute auf 11:4 ausbauen konnten, musste vom Leipziger Trainer bereits die nächste grüne Auszeit-Karte gezogen werden. DHfK-Coach Michael Biegler forderte mehr Tempo aus der Deckung heraus, doch bis zur Pause änderte sich insgesamt wenig am Spielverlauf und so wurden die Seiten bei einem Spielstand von 15:8 gewechselt.

Doch die DHfK-Männer hatten sich keineswegs aufgegeben. Zunächst blieb es zwar bei einem Abstand von sieben Treffern (19:11 in der 35. Minute), aber dann begann die Leipziger Aufholjagd. Auch eine Auszeit von Gummersbach-Trainer Bahtijarević beim Spielstand von 20:15 konnte den Leipziger Lauf nicht stoppen, als Gregor Remke den SC DHfK zwölf Minuten vor Schluss auf 21:19 heranbrachte, schien die Partie zu kippen.
Nach einer Zeitstrafe gegen Alen Milosevic gelang es dem VfL Gummersbach sich wieder zu stabilisieren und sich von 23:21 wieder auf 25:21 abzusetzen. Dieses Polster reichte den Gastgebern, um die Begegnung in den letzten fünf Spielminuten souverän herunterzuspielen und die Leipziger letztlich verdient mit einer 5-Tore-Niederlage zurück in die Messestadt zu schicken, wo der SC DHfK am kommenden Sonntag um 12:30 Uhr den TVB 1898 Stuttgart empfängt.

VfL Gummersbach gegen SC DHfK Leipzig 29:24 (15:8)

VfL Gummersbach: Lichtlein, Puhle – Schröter 2, Ernst 4, Baumgärtner 2, Pujol 1, Sommer 6/2, Timm, Zhukov 6, von Gruchalla, Becker, Preuss 8, Feuchtmann

SC DHfK Leipzig: Putera 1, Vortmann – Rojewski, Krzikalla 6, Binder 3, Janke 3, Pieczkowski 1, Kunkel, Roscheck, Weber, Rivesjoe 2, Strosack, Remke 3, Meschke 1, Milosevic 4

Zeitstrafen: Gummersbach 6 Min, Leipzig 6 Min
Siebenmeter: Gummersbach 2/2, Leipzig 0/2
Zuschauer: 3750 Handballfans in der Schwalbe-Arena

Trainer Michael Biegler (SC DHfK Leipzig):
„Über 60 Minuten gesehen muss man von einem verdienten Sieg für den VfL sprechen. Wir hatten heute vorne viele relativ einfache Ballverluste. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht nochmal anzugreifen, sind aber nach dem 22:20 nicht mehr näher herangekommen. Am Ende kassieren wir noch eine Anzahl an Gegentoren, die so auch nicht nötig waren, denn wir hatten uns wieder herangefightet. Letztlich war die Hypothek aus der ersten Halbzeit definitiv zu hoch, wo wir das, was wir uns vorgenommen hatten, überhaupt nicht auf die Platte gebracht haben.“

Trainer Denis Bahtijarević (VfL Gummersbach):
„Wir haben heute von der ersten Minute an sehr gut gespielt. Abwehr, Angriff und die zweite Welle, es hat bei uns alles sehr gut geklappt. Unsere Abwehr stand in der ersten Halbzeit überragend. Wir wissen alle, dass Leipzig eine gute Mannschaft ist. Das hat man auch in der zweiten Halbzeit gesehen, als sie nach und nach herangekommen sind. Ich bin sehr glücklich, dass wir gegen so eine starke Mannschaft gewonnen haben. Jetzt spielen wir gegen Lemgo und werden versuchen, dort an die heutige Leistung anzuknüpfen."

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