Möglichkeiten nicht genutzt

Foto: Uwe Serreck

1.Bundesliga
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Die TSV Hannover-Burgdorf eine Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Bei der HSG Wetzlar mussten sich DIE RECKEN am Ende mit 29:26 (14:13) geschlagen geben. "Es war ein hartes Spiel. Als wir am Ende mit sieben Feldspielern agiert haben, hatten wir nochmal eine Chance, aber wir

haben entscheidende Würfe ausgelassen und uns zu viele Fehlpässe erlaubt", ärgerte sich Trainer Carlos Ortega (s. Foto). „Wir haben es heute nicht geschafft, die nötige Geschwindigkeit in unser Spiel zu bekommen und es verpasst, unsere Möglichkeiten zu nutzen“, sagte Geschäftsführer Benjamin Chatton.

DIE RECKEN mussten in Mittelhessen auf Rúnar Kárason (Wade) verzichten, für den Nachwuchsrecke Hannes Feise in den Kader rückte. Die medizinische Abteilung hatte unter der Woche aber sehr gute Arbeit geleistet, so dass die ebenfalls angeschlagenen Evgeni Pevnov und Fabian Böhm mitwirken konnten.

Die erste Halbzeit in der Rittal-Arena verlief nahezu komplett ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Während in der ersten Viertelstunde die Abwehrreihen dominierten, rückte das Angriffsspiel beider Teams ab Mitte der ersten Halbzeit mehr und mehr in den Fokus.

Gegen Ende der ersten Spielhälfte schien es so, als könnten sich DIE RECKEN beim 11:13 etwas absetzen und das Momentum auf ihre Seite ziehen, doch die Hausherren legten mit einem 3:0 Lauf nochmal einen Zahn zu und nahmen folglich einen knappen 14:13 Vorsprung mit in die Kabine. In dieser Phase agierte der RECKEN-Angriff insgesamt zu fehlerhaft und scheiterte einige Male an Wetzlars Torhüter Benjamin Buric. „Wir hätten eigentlich eine Führung mitnehmen müssen, haben aber zu viele einfache Fehler gemacht“, erklärte Kapitän Kai Häfner, der in Wetzlar sein 300. Bundesligaspiel absolvierte.

Der zweite Durchgang war zunächst ein Spiegelbild der ersten Spielhälfte. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und neutralisierten sich nahezu. DIE RECKEN kamen im Angriff mit zunehmender Spieldauer immer besser über die Kreisläufer Ilija Brozovic und Evgeni Pevnov zum Abschluss, kamen aber in der Abwehr zu selten zu Ballgewinnen. So konnte Wetzlar meistens mit ein bis zwei Toren vorlegen und die Niedersachsen mussten sich immer wieder zum Ausgleich herankämpfen.

Nach dem 20:20 durch Pevnov mussten DIE RECKEN aber zusehen, wie die HSG Wetzlar zunehmend das Kommando übernahm. Die Hausherren nutzten eine Überzahlsituation um auf 23:20 davonzuziehen und die Niedersachsen schlossen ihre Angriffe zum Teil zu überhastet ab. Wetzlar machte es in dieser Phase deutlich besser und erhöhte durch Ferraz auf 24:20 (51.). "Das war ein entscheidender Moment. Wir haben zu schnell abgeschlossen und sind dadurch in kurzem Zeitraum mit vier Toren in Rückstand geraten", merkte Carlos Ortega an. „Wir sind nicht so in unser Tempospiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Zudem war die Rückwärtsbewegung nicht gut genug, so dass wir Wetzlar zu viele leichte Tore ermöglicht haben“, zeigte sich Kai Häfner selbstkritisch.

DIE RECKEN mussten sich in den letzten Minuten etwas einfallen lassen, um das Spiel noch zu drehen. Carlos Ortega entschied sich für die Option des siebten Feldspielers und das brachte seine Schützlinge noch einmal heran. Mortensen, Häfner und Patrail besorgten den 27:26 (59.) Anschluss und so hatten DIE RECKEN doch noch die Chance auf einen Punktgewinn. Wetzlar spielte den nächsten Angriff bis zum Rande des Zeitspiels aus und Ferraz behielt die Nerven und besorgte das entscheidende 28:26. Allerdings war dieses Tor äußerst fragwürdig, denn Ferraz rannte bei dieser Aktion Casper Mortensen über den Haufen, so dass die Unparteiischen auch auf Stürmerfoul hätten entscheiden können.

„Unabhängig von dieser Aktion, die ich anders wahrgenommen habe, müssen wir den Fokus in der Analyse auf unsere eigene Leistung legen“, kommentierte Geschäftsführer Benjamin Chatton.

HSG Wetzlar vs. DIE RECKEN 29:26 (14:13)

HSG Wetzlar: Buric, Klimpke; Hermann, Kneer (2), Björnsen (4), Pöter (1), Ferraz (5), Mirkulovski (4), Volentics, Holst (5/4), Schevert (1), Kvist (3), Klesniks, Lindskog, Cavor (1), Kohlbacher (3).

DIE RECKEN: Ziemer, Semisch; Johannsen, Mortensen (6/3), Patrail (4), Pevnov (2), Lehnhoff, Häfner (5), Atman (1), Böhm, Olsen (2), Brozovic (5), Kalafut, Feise, Christophersen, Kastening (1).

Siebenmeter: 5/4 – 3/3

Strafminuten: 2:8

Schiedsrichter: Thöne /Zupanovic

Zuschauer: 4.214

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