Zittern in der Schlussphase-Ferraz erlöst Wetzlar

Foto: Leica-Akademie

1.Bundesliga
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Was für ein Krimi! Die HSG Wetzlar hat am Sonntagmittag in der DKB Handball-Bundesliga eine Nervenschlacht gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewonnen und sich nach extrem spannenden Schlussminuten mit 29:26 (14:13) gegen die Recken aus Niedersachsen durchgesetzt.

27:23 hatte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider schon geführt, doch Hannover kam noch einmal bis auf 26:27 heran. Letztlich erlöst Joao Ferraz (s. Foto) die Grün-Weißen.

„Ich bin mächtig stolz auf die Mannschaft, das war ein grandioses Spiel“, sagte HSG-Trainer Wandschneider, der kurzfristig auf den erkrankten Nikolai Weber verzichten musste. „Es war über 60 Minuten eine ausgeglichene Partie, die auch Hannover hätte gewinnen können. Aber wir sind im Kopf stabil geblieben. Wir haben viel gewechselt, das hat gut geklappt. Jeder hat seine Aufgaben erledigt.“

Die 4214 Zuschauer in der gut gefüllten Rittal Arena erlebten nach zuletzt drei Auswärtsspielen zu Beginn ein ausgeglichenes Heimspiel. Linksaußen Maximilian Holst sorgte nach fünf Minuten per Siebenmeter für die 3:2-Führung, anschließend gingen die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt in Führung (5:4/12.). Doch dank eines gut aufgelegten Benjamin Buric‘ im Tor, der einige der gefürchteten Schlagwürfe von TSV-Spielmacher Morten Olsen entschärfen konnte, ging Wetzlar wieder in Front. Jannik Kohlbacher mit einem Doppelpack vom Kreis markierte erst das 5:5, dann das 6:5.

Das Spiel wog in der Folge weiter hin und her. Für Hannover war es vor allem Nationalspieler Kai Häfner, der immer wieder Akzente im Angriff setzte und mit drei Treffern für das 9:8 (21.) sorgte. Nach dem 11:10 von Joao Ferraz sorgten zwei leichte Fehler in Unterzahl dafür, dass Hannover wieder in Front ging. Timo Kastening erzielte per Gegenstoß das 13:11 für die Recken (26.). Zwei Mal Holst vom Punkt stellte nach einer Wandschneider-Auszeit wieder den Ausgleich her (28.). Stefan Kneer brachte die HSG mit einem abgefälschten Wurf zur Pause 14:13 in Front.

Nach dem Wechsel konnte die HSG wieder vorlegen. Die starken Ferraz und Mirkulovski sorgten jeweils für die Zwei-Tore-Führung. Doch gestützt auf einen stärker werdenden Martin Ziemer glich Hannover wieder aus. Mortensen vom Punkt markierte das 18:18 (40.). Beim 20:20 nahm Wandschneider seine zweite Auszeit (44.). Nach Pöters 21:20 sorgte der skandinavische Kempa von Kristian Björnsen auf Olle Forsell-Schefvert für das 22:20 (47.).

Insgesamt sechs Minuten blieben die Gäste ohne Torerfolg, Benjamin Buric hielt wie ein Weltmeister. Wetzlar nutzte das, um sich weiter abzusetzen. Ein Traum-Zusammenspiel zwischen Ferraz und Björnsen – der „eingedrehte Portugiese“ – sorgte für das 25:21 (52.). Doch selbst nach dem 27:23 musste die HSG in den letzten Sekunden noch zittern. Olsen, Häfner und Patrail verkürzten auf 26:27 (59.), doch Ferraz erlöste die Grün-Weißen mit seinem Treffer zum 28:26. Kristian Björnsen blieb der Schlusspunkt vorbehalten.

„Es war ein sehr, sehr enges Match über die gesamte Spieldauer. Wir haben am Ende versucht, mit dem siebten Feldspieler zum Erfolg zu kommen. Schade, dass wir keine Punkte mitnehmen konnten“, sagte TSV-Trainer Carlos Ortega.

HSG Wetzlar: Klimpke, Buric; Holst (5/4), Kvist (3), Kneer (2), Hermann (n.e.), Forsell-Schefvert (1), Mirkulovski (4), Pöter (1), Ferraz (5), Klesniks, Cavor (1), Björnsen (4), Volentics (n.e.), Kohlbacher (3), Lindskog.

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch; Mortensen (7/3), Lehnhoff (n.e.), Patrail (3), Christophersen, Olsen (2), Häfner (5), Johannsen, Kastening (1), Kalafut, Brozovic (5), Pevnov (2), Atman (1), Böhm, Feise (n.e.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic. – Zuschauer: 4214

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