Am Ende zählen nur die Punkte

Foto: Uwe Serreck

Bundesliga-Archiv
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

ADas war sicherlich nicht die beste Saisonleistung, doch am Ende stehen zwei Punkte auf der Habenseite. Gegen den Tabellenletzten aus Lud-wigshafen hat Handball-Bundesligist GWD Minden über 60 Minuten zittern müssen, damit beim 29:26 (13:11) die Pflichtpunkte in Minden bleiben.

Zwölf Minuten waren gespielt, GWD-Trainer Frank Carstens lief wortlos, aber zielstrebig zum Schiedsgericht und zog folgerichtig die erste Auszeit. Mit der Anfangsphase der Grün-Weißen konnte der 41-Jährige nicht zufrieden sein. Die Eulen führten mit 6:5, doch vielmehr waren es die individuellen Fehler, die Carstens missfielen. Läufe durch den Kreis, ungenaue Anspiele und Unkonzentriertheiten in den Abschlüssen, all diese Faktoren führten dazu, dass der Tabellenletzte verdient die ersten Minuten bestimmte. Nach der eindringlichen Ansprache veränderte sich das Spielgeschehen in der KAMPA-Halle nicht schlagartig, die Hausherren waren kämpferisch immer noch nicht in der Partie angekommen.

Carstens schickte Kapitän Dalibor Doder für Sören Südmeier auf die Platte, doch auch spielerisch ließ die Vorstellung des GWD-Teams noch einige Wünsche offen. Alleingänge wie die von Miljan Pusica und Christoffer Rambo waren das Mittel der Wahl in der ersten Halbzeit. Die abstiegsbedrohten Baden-Württemberger schlugen den einfachen Weg ein und waren damit so erfolgreich, dass erst vier Minuten vor dem Seitenwechsel Aleksandar Svitlica mit dem 11:10 die erste GWD-Führung markieren konnte. Einen Siebenmeter kurz vor der Pausensirene verwandelte Luka Zvizej zum 13:11-Halbzeitstand, der der Carstens-Sieben Rückenwind für die letzten 30 Minuten geben sollte.

So pendelte der Spielstand vor 2.477 Zuschauern weiter im gleichen Rhythmus. Minden schaffte es nicht, entscheidend davon zu ziehen und die Gäste kämpften sich wieder ordentlich in die Partie. Angeführt vom achtfachen Torschützen Azat Valiullin fanden die Ludwigshafener immer wieder Lücken in der Defensive und hielten bis zum 25:25 mit. Die Gäste erkannten ihre Chance und hätten beinahe den Überraschungscoup geschafft. Zum Glück für die Grün-Weißen schlichen sich bei den Eulen in den letzten Minuten technische Fehler ein und die Carstens-Sieben besann sich auf ihre Stärken. Am Ende stand ein Erfolg der Kategorie „Pflichtsieg“ zu Buche, den man an der Weser aber sicherlich möglichst schnell abhaken möchte.

Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren sah sich in seiner Einschätzung des Spiels bestätigt: „Ich habe das Spiel so erwartet. Wir brauchten in jeder Phase 100 Prozent. Sobald wir nachgelassen haben, wurden wir von den Ludwigshafenern bestraft. Am Ende sind wir froh, dass die Punkte hiergeblieben sind.“


Frank Carstens: „Wir hatten heute Schwierigkeiten, emotional auf Touren zu kommen. Uns fehlte die geschlossene kämpferische Leistung. In der ersten Halbzeit hat Miljan als einer der wenigen den Kampf aufgenommen und David Schmidt kaum zur Entfaltung kommen lassen. Trotzdem möchte ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, weil sie dieses Spiel gewonnen hat. Ludwigshafen hat sich gegenüber dem Hinspiel enorm weiterentwickelt.“

Benjamin Matschke: „Wir haben es geschafft, die Stimmung in der Halle zu drücken und Minden wirklich in Schwierigkeiten zu bringen. Am Ende ärgert es mich einfach, wie wir in den letzten Minuten unsere Chance auf ein oder zwei Punkte weggeworfen haben. Von meiner Seite einen maximalen Respekt für die Arbeit von Frank.“

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (8), Luka Zvizej (4/1), Marian Michalczik (3), Anton Mansson (3), Magnus Gullerud (2), Aleksandar Svitlica (2), Miljan Pusica (2), Andreas Cederholm (1), Espen Christensen (1), Dalibor Doder (1), Kim Sonne Hansen (1), Max Starr (1).
Im Tor: Espen Christensen (1.-46. mit 10 Paraden), Kim Sonne Hansen (46.-60. mit 5 Paraden).

Torschützen Eulen: Azat Valiullin (8), Alexander Feld (4), Jonathan Scholz (4), Pascal Durak (3/2), Alexander Falk (2), Kai Dippe (2), David Schmidt (2), Gunnar Dietrich (1).
Im Tor: Roko Peribonio (1.-25. mit 1 Parade), Kevin Klier (25.-53. mit 4 Paraden), Stefan Hanemann (53.-60. mit 2 Paraden).

Spielfilm: 2:3 (5.), 4:5 (10.), 6:7 (15.), 8:9 (20.), 10:10 (25.), 13:11 (30.), 15:13 (35.), 17:16 (40.), 18:19 (45.), 23:20 (50.), 25:24 (55.), 29:26 (60.).

Strafminuten: Rambo (36.), Michalczik (41.), Gullerud (48.) – Schmidt (20.), Dippe (26., 33., 49.), Dietrich (39.), Valiullin (46.).
Rote Karte: Kai Dippe (49. nach 3 Zeitstrafen)

Zuschauer: 2.477
Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies

Ergebnisdienst Bundesliga

21.09.2018 19:30
2.Handball-Bundesliga, 05.Spieltag
  
TuSEM Essen - EHV Aue 21 : 19
  
TV Emsdetten - TUS N.-Lübbecke 19 : 16
21.09.2018 20:00
2.Handball-Bundesliga, 05.Spieltag
  
VfL Eintracht Hagen - DJK Rimpar Wölfe 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 21.09.2018 20:34:33
Legende: ungespielt laufend gespielt