THW Kiel geht mit Optimismus in die Saison

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Mit einer guten Atmosphäre und einer großen Portion Optimismus startet der THW Kiel mit dem DHB-Pokal-Erstrundenturnier am Wochenende in die Saison. "Wir wollen uns in der Meisterschaft für die Champions League qualifizieren und in beiden Pokal-Wettbewerben das Final Four erreichen", gab der Sportliche Leiter Viktor Szilagyi die Ziele für die Saison aus.

Trainer Alfred Gislason äußerte sich bei der Saison-Pressekonferenz im Showroom des Mobilitätspartners Süverkrüp zufrieden mit der Vorbereitung: "Trotz der Hitze haben die Jungs richtig durchgezogen. Trotzdem wissen wir, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben."

Gleichzeitig freut sich Gislason auf die Saisoneröffnung der Kieler am Mittwoch beim "sky-goes-REWE"-Cup in der eigenen Arena. "Es ist immer etwas Besonderes, zum ersten Mal vor den eigenen Fans zu spielen - vor allem für unsere Neuzugänge. Deshalb hoffe ich auf eine volle Hütte." Noch gibt es Tickets für die Veranstaltung (zum Online-Ticketshop), deren Höhepunkte eine Autogrammstunde mit allen THW-Stars und das finale Testspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf sein werden.Gislason: "Das Spiel gegen die Hannoveraner, gegen die wir zuletzt nicht gut ausgesehen haben, ist eine weitere Standortbestimmung." Für die DKB Handball-Bundesliga erwartet der THW-Trainer einen erweiterten Dreikampf um die Spitze - wenn die Topclubs von Verletzungen verschont bleiben. "Natürlich ist der Titelverteidiger aus Flensburg einer der Top-Kandidaten, aber auch die Löwen mit ihrer Erfahrung und auch wir", erklärte Gislason, "dazu stoßen werden die Mannschaften, die auch zuletzt einen starken Eindruck hinterlassen haben wie die Füchse Berlin, der SC Magdeburg, Melsungen und Hannover."
Stammkapital erhöht

"Wir haben intensiv in den Rückspiegel geschaut, den Blinker gesetzt und wollen jetzt zurück auf die Überholspur", hatte zuvor der THW-Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Ziegenbein die Fokussierung der Kieler auf die kommende Spielzeit unterstrichen. Er dankte wie THW-Geschäftsführer Thorsten Storm allen Partnern und Sponsoren, die fest an der Seite des THW Kiel stehen, auch wenn dieser zum ersten Mal seit 15 Jahren nicht in der Champions League spielen wird: "Auch wegen dieser geringeren Einnahmen haben die Gesellschafter beschlossen, das Stammkapital von drei auf vier Millionen Euro zu erhöhen", sagte Ziegenbein. Wieslaw Milkiewicz, Geschäftsführer des THW-Hauptsponsors star, machte mit einer großen Portion Humor klar, dass man sich als langjähriger Partner durch eine Spielzeit wie die vergangene nicht negativ beeindrucken lasse: "Wenn meine Frau Schnupfen hat, gehe ich ja auch nicht zu einer anderen.“

Sportlich stellten sich die drei gleichberechtigen Kapitäne vor. "Ich freue mich, von Niklas und Patrick Unterstützung zu bekommen", sagte Domagoj Duvnjak. Niklas Landin, im vergangenen Jahr schon Interimskapitän, sieht in dem Trio "eine gute Möglichkeit, die vielen Aufgaben auf mehreren Schultern zu verteilen und dadurch besser zu werden." Patrick Wiencek, den die Entschdeidung nach dem Urlaub erreichte, ist "unglaublich stolz, ein Kapitän dieses Vereins mit dieser Geschichte sein zu dürfen. Wir werden zu dritt eine Menge erreichen können - innerhalb der Mannschaft und auch außerhalb des Platzes."

Insgesamt, so Wiencek, wolle man nach der vergangenen Saison wieder angreifen. "Es wäre natürlich genial, wenn wir Alfred zu seinem Abschied den Meistertitel schenken würden", ergänzte Duvnjak. "Der ganze Verein will unbedingt diese Schale." THW-Geschäftsführer Thorsten Storm erklärte, dass der THW auf Angriff geschaltet habe und mit demselben Etat wie im vergangenen Jahr in die Saison gehe. Filip Jicha, Assistenz-Trainer von Alfred Gislason, kann den Beginn der Spielzeit kaum erwarten. "Für mich ist Kiel zur zweiten Heimat geworden, und ich darf mit einem tollen Lehrmeister arbeiten. Ich will helfen, diese Mannschaft weiterzuentwickeln." Dass Jicha dazu das Zeug habe, davon ist Alfred Gislason überzeugt: "Er war schon als Spieler oft wie ein Trainer, hat immer das Gespräch gesucht wie ich es auch als Spieler mit meinen Trainern getan habe. Er wird seinen Weg gehen."

Das wollen auch die vier Neuzugänge. Gisli Thorgeir Kristjansson, 19 Jahre alter Isländer, sagte, dass es immer schon sein Traum gewesen sei, einmal für einen Club wie den THW Kiel zu spielen. "Für die Erfüllung dieses Traumes verlässt man dann auch die Heimat und diejenigen, die man am meisten liebt." Harald Reinkinds persönliches Ziel ist es, "in diesem Jahr mehr Spielanteile zu bekommen und mich dadurch weiterzuentwickeln." Magnus Landin überraschte mit der Aussage, dass sein Bruder Niklas nicht immer sein großes Vorbild gewesen sei: "Er ist ja Torwart", erklärte der Linksaußen verschmitzt lächelnd, "aber trotzdem habe ich immer zu ihm aufgeschaut, und seine Entwicklung war natürlich ein Vorbild. Ich freue mich darauf, jetzt mit ihm in einer Mannschaft zu spielen." Auf die Frage, ob Bruder Niklas geholfen habe, ihn nach Kiel zu lotsen, antwortete der Kapitän lachend: "Ich habe zumindest Alfred gesagt, dass ich da einen guten Linksaußen kenne ..." Für Hendrik Pekeler ist indes seine Rückkehr nach Kiel eine besondere Aufgabe: "Ich habe mich überall durchsetzen können, außer eben damals in Kiel. Das möchte ich jetzt nachholen." Auf die Frage nach seiner Rückennummer 61 überraschte Pekeler mit Pragmatismus: "Die 23 war belegt, die 13 war auch schon weg - da habe ich einfach die Geburtsdaten meiner Familie zusammengezählt und bin auf 61 gekommen." Und lächelte. Die Atmosphäre ist klasse - der THW Kiel freut sich auf die Saison!

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