Essen jubelt in letzter Sekunde

Foto: TuSEM Essen

2.Bundesliga
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Die Handballer vom TUSEM Essen bleiben in der 2. Bundesliga in der Erfolgsspur. Das umkämpfte und knappe 28:27 (15:14) gegen den ThSV Eisenach war der bereits fünfte Sieg in Serie für die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert.

Riesen-Jubel in der Arena „Am Hallo“: Kapitän Jonas Ellwanger (siehe Foto) peitschte den Ball drei Sekunden vor dem Ende in die Maschen und ließ die über 2000 Fans feiern. Der TUSEM setzte sich am Schluss einer spannenden und emotionalen Schlussphase mit 28:27 (15:14) durch und sammelt damit die nächsten zwei Punkte in der Liga.

Und besser hätte die Partie aus Sicht der Hausherren nicht beginnen können. Schon nach zwei Minuten führten sie mit 3:0, was Gäste-Trainer Christoph Jauernik zu einer ersten, frühen Auszeit bewegte. Von da an lief es besser für seine Jungs, zumal sich der TUSEM hin und wieder kleine Unachtsamkeiten erlaubte. Schnell war der Vorsprung futsch und Eisenach mittendrin im Spielgeschehen. Aber die Essener berappelten sich einigermaßen und versuchten sich gegen den immer besser werdenden Gegner zu wehren. Nach dem 7:7 (11.) setzten sie sich dank der Treffer von Dennis Szczesny oder auch Tim Zechel auf 11:8 ab (17.). Dennoch blieben einige Chancen, teilweise aus besten Positionen, auf der Strecke. Eisenach dagegen witterte seine Möglichkeit und kam noch vor der Halbzeit auf einen Treffer heran.

Das gab den Gästen Schwung für den zweiten Durchgang, in dem der TUSEM phasenweise Probleme hatte in den Rhythmus zu finden. Allen voran Matthias Gerlich erwies sich für die Mannschaft von der Margarethenhöhe als große Herausforderung, denn der Rückraumspieler war kaum zu halten. Gegen seinen Ex-Verein zeigte sich Gerlich treffsicher, konnte am Ende sogar elf Tore verzeichnen. Auf der anderen Seite mussten sich die Gastgeber jeden Erfolg hart erarbeiten, denn der ThSV stand in der Deckung nun wesentlich stabiler, als noch in der ersten Halbzeit. So entwickelte sich eine aufregende zweite Spielhälfte, in der sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten. Mal führte Eisenach, mal der TUSEM.
Es ging also hinein in eine Schlussphase, in der alles offen war. Weiter traf Gerlich, wie er wollte. Aber die Essener setzten dem etwas dagegen. Vor allem Jonas Ellwanger und Torwart Moritz Mangold. Ellwanger besorgte wichtige Tore, Mangold lieferte wichtige Paraden. So kam es in der leztzen Spielminute zum Showdown: 27:27, jeweils ein Angriff noch. Den ersten hatte Eisenach und Matthias Gerlich sollte es auch diesmal richten. Aber sein Wurf landete knapp neben dem Pfosten! Also gehörte die allerletzte Offensivaktion dem TUSEM – und diese ließ sich Jonas Ellwanger nicht nehmen. Rein ins Glück.

„Direkt nach dem Spiel ist das für uns ein emotionales Hoch und ein sehr, sehr schönes Gefühl. Wobei man ehrlich sein muss, dass das eher eines der schlechteren Spiele von uns war. Wir haben es über die gesamte Spielzeit verpasst, uns abzusetzen. Dabei hatten wir genug Chancen. Das ist uns mit der Führung von Eisenach dann auch auf die Füße gefallen. Aber die Mannschaft hat sich zurückgekämpft und deswegen können wir am Ende mehr als zufrieden sein“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach der Partie.

Und auch Torwart Moritz Mangold war glücklich: „Mit diesem knappen Sieg war es ein perfekter Abend für uns. Wir hätten das Spiel früher entscheiden können, aber wir hatten extrem große Probleme mit Matthias Gerlich. Allerdings haben wir immer gekämpft, keiner hat gezweifelt und jeder hat bis zum Ende durchgezogen.. Fünf Siege in Serie sind schon ein großes Ausrufezeichen, denke ich.“

Für den TUSEM, der sich nun erst einmal einen Platz im Mittelfeld der Tabelle gesichert hat, steht in der kommenden Woche ein Derby an, dann geht es zum ASV Hamm-Westfalen. Anwurf ist am Freitag, 1.12., um 19.15 Uhr in der Westpress Arena.

TUSEM Essen – ThSV Eisenach 28:27 (15:14)

TUSEM: Bliß, Mangold; Beyer (3), J.Ellwanger (5), Hegemann, L.Ellwanger, Roosna, Wöss (2), Kintrup (1), Szczesny (6), Käsler, Ridder (1), Müller (1), Seidel, Skroblien (3/1), Zechel (6).

Eisenach: Redwitz, Brand; Iffert, Wöhler (2), Luther, Gerlich (11/4), Miljak (2), Schliedermann (2), Richardt (2), Streckhardt, Popa, Mürköster (2), Niemeyer (4), Weyhrauch (2).

Siebenmeter: 1/1 - 4/4.

Zeitstrafen: 4 - 2.

Schiedsrichter: Heine (Wendeburg)/Standke (Göttingen).

Zuschauer: 2125

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