Hagen geht mit Sieg in die Winterpause

(Foto: Marcel Schweppe)

Bundesliga-Archiv
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Mit einem berauschenden Sieg gegen den TV Emsdetten verabschiedeten sich die Handballer des VfL Eintracht Hagen in der 2. Bundesliga aus dem Jahr 2017.

Dabei sah es für die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt lange Zeit nicht nach dem letztlich souveränen Erfolg aus. Doch in der zweiten Halbzeit steigerten sich die Grün-Gelben immens in allen Mannschaftsteilen – und einmal mehr schwang sich der bisher wohl beste Hagener Spieler der Saison 2017/18, Tobias Mahncke (s. Foto), zum umjubelten Matchwinner auf.

In der 21. Minute kam der Schlussmann für seinen bis dahin sehr glücklosen Kollegen Dragan Jerkovic in den Kasten – und ließ die Angreifer des TVE fortan schlichtweg verzweifeln. Sagenhafte 21 Paraden hatte der Torhüter beim Abpfiff verzeichnet, spielte über weite Phasen wie im Rausch. Nach dem Schlusspfiff zeigte sich der Mann des Tages allerdings bescheiden wie eh und je, lobte die gute Defensive, „die Dragan nicht so gut unterstützen konnte, es mir aber leicht gemacht hat.“

In der Anfangsphase tasteten sich beide Seiten etwas ab, keine der Parteien schaffte es sich einen Vorsprung von mehr als einem Treffer zu erarbeiten. Bis zum 7:7 (13.) verlief die Partie dementsprechend auch sehr ausgeglichen, ehe sich die extrem disziplinierte Spielweise der Gäste auszahlte und sie sich bis auf 10:7 absetzten (18.). Die Hausherren bekamen keinen rechten Zugriff mehr auf die Begegnung und lagen bis zum Pausentee folgerichtig mit vier Toren hinten.

Nach dem Seitenwechsel dominierten die Emsdettener in den ersten Minuten weiter das Spiel, doch bekamen sie immer mehr Probleme mit Mahncke und der aggressiveren Hintermannschaft des VfL. Beim 20:20 von Daniel Mestrum glichen die Hagener erstmals seit dem 7:7 wieder aus (39.), der einzige Treffer von Abwehrchef Dominik Waldhof zum 24:23 in der 46. Minute bedeutete die erste Führung im zweiten Abschnitt.

Danach ging es bis zur 54. Minute Hin und Her, ehe sich die Eintracht mit einem Treffer von Julian Renninger, der den am Knie verletzten Sebastian Schneider als Kapitän vertrat, erstmals eine Zwei-Tore-Führung erspielte (28:26). Es folgten noch einige Zitter-Momente, doch immer wenn der TVE die Begegnung noch einmal spannend hätte machen können, war Mahncke zur Stelle, teils mit aberwitzigen Paraden.

Pfannenschmidt zeigte sich nach der Begegnung mehr als zufrieden über die Reaktion seiner Farben, die sich zwar nach der unglücklichen Niederlage gegen den EHV Aue zunächst kurz verunsichert präsentiert hatten, danach aber eine wahre Leistungsexplosion an den Tag legten. Vor allem die Leistung Mahnckes, aber auch die starke Vorstellung von Co-Trainer Pavel Prokopec, der der Defensive unglaublichen Halt gab, lobte der Ostwestfale.

VfL: Mahncke (21.-60., 21 Paraden), Jerkovic (1.-20., 1 Parade); Lindner (n.e.), Kress (5/1), Tubic (2), Fauteck, Renninger (2), Konitz (8), König (n.e.), Saborowski, Waldhof (1), Prokopec (1), Bornemann, Mestrum (6), von Boenigk (6).

TVE: Ferjan (47.-60., 2/1 Paraden), Madert (1.-47., 7/1 Paraden); Krings (3), Terhaer (4), Hübner, Kolk, Steffen, Dräger (5), Holzner (7/3), Wesseling, Adams (5), Pöhle (4).

Siebenmeter: 3/1 – 3/3 (Mestrum scheitert an Madert, Kress scheitert an Ferjan).

Zeitstrafen: 8 – 10 (Waldhof 3x, Renninger – Krings, Dräger 2x, Adams, Pöhle).

Schiedsrichter: Alan Schaban und Matthes Westphal.

Zuschauer: 605 in der Arena am Ischeland.

Ergebnisdienst Bundesliga

Es finden keine Begegnungen statt.