Eintracht Hildesheim mit bitterer Niederlage zum Jahresausklang

(Foto: Uwe Serreck)

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Es war eine knappe Niederlage gegen den Wilhelmshavener HV, doch letztlich konnte bei dem Handballspiel auf niedrigem Niveau am Ende nur schwerlich etwas herausspringen.

Und doch schien es nach dem 22:22 durch Savvas Savvas 15 Sekunden vor dem Ende ein Punkt zum Greifen nah, aber Kay Smits zerstörte alle Hoffnungen und warf wenige Sekunden vor Schluss den 22:23-Siegtreffer für den WHV. Ein bärenstarker Jakub Lefan (s. Foto) im Tor und Savvas Savvas im Rückraum waren in guter Form, auch die Hildesheimer Defensive hielt gut dagegen, aber die gesamte Angriffsleistung war deutlich schlechter als zuletzt gegen Rimpar, sodass 22 Tore gegen eine schlagbare Wilhelmshavener Mannschaft viel zu wenig war. Eintracht steckt nun mitten im Abstiegskampf und hat nun acht Wochen Zeit, um die Kräfte für die Rückrunde zu sammeln. Am 10. Februar geht es mit dem Auswärtsspiel beim Spitzenreiter Bergischer HC weiter.

Schon der Beginn der Partie war reichlich zäh. Es dauerte acht Minuten ehe, auf der Anzeigetafel der erste Treffer vermerkt wurde. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zeigte vor allem Jakub Lefan diverse Paraden. Über die Hälfte aller Bälle, die auf sein Tor kamen, konnte er abwehren. Dennoch gelang es seinen Teamkollegen im Angriff nicht, die WHV-Deckung zu durchbrechen oder Torhüter Dennis Doden zu überwinden. Nach einem 3:5-Rückstand lief es dann aber besser, denn Eintracht holte sich die erste Führung und ging in der 26. Spielminute mit 11:9 in Führung. Einen höheren Vorsprung verpasste man, sodass es schließlich mit einem 11:10 in die Kabinen ging. Bis zum 15:14 in der 39. Minute lief es dann noch ganz gut für Eintracht, dann aber kamen nach Zeitstrafen für die Wilhelmshavener mehrere, zum Teil sogar doppelte Überzahlsituationen, aus denen das Team stets als Verlierer herausging. Die Hildesheimer wussten die zahlenmäßige Überlegenheit überhaupt nicht zu nutzen und verpassten eine mögliche Vorentscheidung. Für WHV-Trainer Christian Köhrmann die entscheidenden Minuten: "Dass wir in den Unterzahlsituationen in der zweiten Halbzeit dagegen halten konnten, war für mich der Knackpunkt im Spiel und hat bei meinen Spielern im Kopf den Schalter umgelegt."

Auch Eintracht-Coach Gerald Oberbeck war mit dem Überzahlspiel seiner Mannschaft nicht zufrieden. "Wir haben den Auftakt noch ganz gut gespielt, aber dann zu oft die falschen Entscheidungen getroffen." Dennoch konnte Eintracht gute drei Minuten vor Schluss durch Jacob Nelson auf von 18:20 auf 20:20 ausgleichen, doch schnell war der WHV bei einer einzigen verbleibenden Minute wieder auf 20:22 davon gezogen. Was dann kaum jemand für möglich gehalten hatte, schaffte das Eintracht-Team dann doch. Durch Robin John und Savvas Savvas, der in der offensiven Deckung den Ball erobern konnte, gelang der erneute Ausgleich. Die letzten 15 Sekunden hatte dann Wilhelmshaven aber wieder den Ball und tatsächlich schaffte Kay Smits mit seinem zehnten Tor der Partie drei Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. Eintracht Hildesheim ist damit auf Rang 17 abgerutscht und steht nun während der Januar-Pause auf einem Abstiegsplatz. "Bis vor zwei Wochen lagen wir in der Tabelle noch ganz gut, jetzt sieht die Situation nicht mehr so gut aus, sodass wir uns jetzt sammeln müssen, um dann in der Rückrunde die Punkte zu holen" sagte Trainer Gerald Oberbeck nach der Partie.

Paul Twarz, Jakub Lefan - Lukas Schieb (3), Andy Simon (1), Jacob Nelson (1), Robin John (2), Chris Meiser, Maurice Lungela, Dimitri Ignatow, Niko Tzoufras (1), Fynn Wiebe, Dennis Weit, Lothar von Hermanni, Fin Backs, Adam Papadopoulos (3), Savvas Savvas (11/4)

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