Verletzte sind zurück: Konstanz in der Vorbereitung

Foto: Peter Pisa

2.Bundesliga
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Sie schwitzen wieder, die Spieler der HSG Konstanz. Und sie haben ein klares Ziel: den Klassenerhalt in der stärksten zweiten Liga der Welt. Seit Montag befindet sich der Zweitligist aus der größten Stadt am Bodensee nach einer kurzen Pause schon wieder in einer intensiven Vorbereitung mit täglichen Trainingseinheiten, oftmals sogar zwei am Tag.

Dabei konnte Cheftrainer Daniel Eblen neben den zuletzt verletzten und angeschlagenen Paul Kaletsch, Mathias Riedel und Konstantin Poltrum nach halbjähriger Pause auch wieder Abwehrchef Michael Oehler begrüßen. Weiter verletzt sind jetzt nur noch Samuel Wendel und die beiden Langzeitverletzten Sebastian Bösing und Benjamin Schweda, für die die aktuelle Saison gelaufen ist.

Zum Auftakt hatte Daniel Eblen zu einer Laufeinheit gebeten, seitdem stehen Hallen-, Lauf-, Schwimm- und Crossfiteinheiten auf dem Programm. Aufgelockert wird das Vorbereitungsprogramm durch Mentaltraining, gemeinsames Bowling und einen Besuch der Bodenseetherme Konstanz. „Ich bin zufrieden, wie die Jungs aus der Pause zurückgekommen sind“, sagt der HSG-Coach, „das sah schon ganz gut aus.“ Nicht nur im athletischen Bereich möchte er Akzente setzen, auch an den Abläufen möchte er arbeiten, nachdem sich die Körper der Spieler zuletzt etwas erholen konnten. „Wir werden in den Abläufen einige Veränderungen vornehmen“, erklärt der A-Lizenzinhaber, ohne noch zu sehr ins Detail gehen zu wollen. Außerdem soll im Individualtraining an den technischen Fertigkeiten gefeilt und in der in Hinrunde weniger überzeugenden Deckung zusammengefunden werden.

Am besten mit dem bislang schmerzlich vermissten Abwehrchef Michael Oehler, mit dem die HSG in den letzten Jahren ihre Stärken stets im Zusammenspiel der Abwehr mit den Torhütern hatte. Doch das einstige Prunkstück musste in dieser Saison mit 586 Gegentoren die meisten der Liga hinnehmen. Eblen: „Das war sicher nicht so gut wie letztes Jahr. Durch die Abwehrprobleme haben auch die Torhüter nicht zu ihrer gewohnten Sicherheit gefunden, dazu kamen Verletzungen bei beiden Schlussmännern.“ Mit der Offensive, dem schnellen, variantenreichen und damit hochattraktiven Spiel seines Teams war er hingegen weitgehend zufrieden, wenn ihm dort auch die teils extrem hohe Anzahl ausgelassener freier Chancen Kopfschmerzen bereitet. „Da müssen wir dringend vorwärts kommen“, so der 43-Jährige.

Im Wasserbecken steht die Kraftausdauer im Vordergrund, in diesem Bereich, verrät Eblen, habe er es dieses Jahr gerne etwas anders machen wollen als zuletzt. Beschwerdefrei mit dabei sind auch wieder Toptorschütze Paul Kaletsch, Co-Kapitän Mathias Riedel und Torwart Konstantin Poltrum, die vor der Pause alle angeschlagen waren. Michael Oehler feierte schon Anfang Januar nach halbjähriger Pause sein Comeback in der U23 und wurde von Trainer Matthias Stocker für ein „sehr gutes Spiel“ gelobt. „In der Abwehr unglaublich stark und vorne mit guten Entscheidungen“, so der U23-Coach über den Rückraumspieler, der in Schutterwald zwei Tore erzielen konnte.

Testen wird die HSG Konstanz ihren Leistungsstand in zwei Partien gegen Nationalliga-A-Klubs. Am Montag, 22. Januar, empfangen die Konstanzer um 19.15 Uhr Fortitudo Gossau in der Schänzle-Sporthalle und am 24. Januar ist die HSG um 19 Uhr in Endingen zu Gast. Der Start in die restlichen Rückrundenbegegnungen erfolgt schließlich am 10. Februar mit einem Heimspiel gegen Düsseldorf. Es ist, so will Daniel Eblen gar nicht erst relativieren, der Auftakt in richtungsweisende Wochen. In den ersten fünf Partien spielt Konstanz neben dem Heimduell gegen die Rheinländer in Hildesheim sowie Eisenach und hat Saarlouis und Aue zu Gast – allesamt direkte Konkurrenten im lange noch nicht aufgegebenen Kampf um den Klassenerhalt.

Eblen ist sich angesichts des Aufwärtstrends zum Ende der Hinrunde sicher: „Die letzten Wochen vor der Pause können uns Mut geben. Egal gegen wen wir spielen und wie der Gegner heißt: Wir wollen auf Augenhöhe agieren, uns unsere Chance erarbeiten und dann die Punkte, wo immer es geht, krallen.“ Dabei setzt die HSG Konstanz auf das vorhandene Personal, finanziellen Drahtseilakten und blindem Aktionismus erteilt Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, eine klare Absage: „Natürlich haben wir die Augen offen und sehen uns um. Spieler, die uns auf Anhieb weiterhelfen würden und zugleich in unser Konzept und Teamgefüge passen, sind jedoch kaum zu bezahlen. Es muss alles passen, sonst macht eine Verpflichtung keinen Sinn.“

Testspiele:
Montag,   22. Januar, 19.15 Uhr:   HSG Konstanz – Fortitudo Gossau (Schänzle-Sporthalle)
Mittwoch, 24. Januar, 19      Uhr:   TV Endingen – HSG Konstanz

Foto: Die HSG Konstanz (vorne Samuel Löffler) trainiert oft zweimal täglich bis zum ersten Zweitligaspiel am 10. Februar.

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