Zwei Kreisläufer gehen

Foto: Peter Pisa

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Zum Ende der aktuellen Saison 2017/18 werden die beiden Kreisläufer Chris Berchtenbreiter und Sebastian Bösing die HSG Konstanz verlassen. Während Berchtenbreiter zurück zu seinem Heimatverein TuS Ottenheim in die Landesliga wechselt und Abschied vom Leistungssport nimmt,

wurde der Vertrag von Sebastian Bösing nach seinem zweiten Labrumriss, vorzeitigem Saisonaus und langer Verletzungspause in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Ein hochkarätiger Ersatz für Berchtenbreiter als neue Nummer eins auf der Kreisläuferposition steht indes schon fest. Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG: „Wir haben die optimale Lösung für uns gefunden und können in den nächsten Tagen eine echte Verstärkung bekanntgeben, die uns im Angriff und der Abwehr sehr weiterhelfen wird.“

Nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga mit Konstanz und zuvor vier Jahren in der 3. Liga bei der SG Köndringen-Teningen möchte sich Chris Berchtenbreiter nach zwei sportlich sehr erfolgreichen Jahren am Bodensee komplett aus dem Leistungssport zurückziehen und geht den Schritt in die sechstklassige Landesliga zu seinem Heimat- und Jugendverein TuS Ottenheim. „Ich wollte wieder näher bei meiner Familie und meinen Freunden sein“, erklärt der bullige Kreisspieler. „Außerdem zusätzlich auch noch mehr Zeit für mein Studium haben“, so der 24-Jährige zu seinen Plänen und Gründen dafür, warum er trotz seiner eindrucksvoll nachgewiesenen Zweitliga-Tauglichkeit zurück zu seinen Handball-Wurzeln kehrt.

Gerade in der aktuellen Spielzeit trumpft der Ortenauer mit 50 Toren in 19 Spielen groß auf und hat noch große Ziele bis zum Saisonende. „Ich schätze unsere Chancen auf den erneuten Klassenerhalt nach wie vor als gut ein“, sagt das Kraftpaket. „Wir haben 18 Spiele, um fünf Punkte aufzuholen. Es ist daher alles möglich.“ Vor allem den ersten fünf Partien gegen die direkten Konkurrenten Düsseldorf, Hildesheim, Saarlouis, Eisenach und Aue misst er entscheidende Bedeutung bei. Berchtenbreiter: „Die werden richtungsweisend. Kommen wir gut aus diesem Programm, ist alles wieder komplett offen.“ Mit einer intensiven Vorbereitung wird sich Konstanz „optimal darauf vorbereiten“, wie er festhält. „Am 10. Februar zählt es, da müssen wir unsere Topleistung auf die Platte bekommen.“

Schließlich möchte der 24-Jährige sich unbedingt mit dem zweiten Klassenerhalt verabschieden. „Es waren bislang super eineinhalb Jahre mit dem absoluten Highlight Klassenerhalt. Ich habe hier überragende Erfahrungen gemacht und will das mit dem erneuten Klassenverbleib krönen.“ Andre Melchert kann die Gründe seines Leistungsträgers nachvollziehen: „Chris spielt eine super Saison, deshalb verlieren wir ihn sehr ungerne. Dass er jedoch in seine Heimat gehen und sich voll auf sein Studium konzentrieren möchte, können wir nachvollziehen.“

Auch der Abschied von Sebastian Bösing (s. Foto) nach zwei schweren Schulterverletzungen und dem frühzeitigen Saisonaus ist nachvollziehbar. „Zweimal die gleiche Verletzung zu haben, sich immer wieder zurück- und hineinkämpfen zu müssen ist schwer“, lässt er seine lange Leidenszeit nach zwei Labrumrissen Revue passieren. Aktuell befindet sich der gebürtige Wormser in einer intensiven Behandlung und Spezial-Reha, um wieder fit zu werden. Melchert bedauert das große Verletzungspech des talentierten 23-Jährigen. „Sebi muss jetzt erstmal richtig fit werden und muss sich Zeit für sich nehmen. Er konnte leider sein Potenzial nie richtig zeigen, da er immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde.“

Auch Sebastian Bösing sieht vor dem Rückrundenstart noch genügend Spiele auf sein Team warten und wird sich bis Saisonende für das große Ziel Klassenerhalt einsetzen – wenn auch nicht auf dem Spielfeld. „Darauf liegt unser alles Fokus. Ich bin bis Sommer Spieler der HSG und werde weiter alles geben und für das Team da sein.“ So wie im Jugendbereich, in dem Bösing als Trainer sehr engagiert ist. Ersatz für die kommende Saison kann Andre Melchert mit einem starken Neuzugang bereits in den nächsten Tagen vermelden. „Auf diesen Spieler können wir uns wirklich freuen“, verrät der Sportliche Leiter der HSG zufrieden. „Chris und Sebi wünschen wir sportlich und menschlich nur das Beste für die Zukunft.“

 

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23.08.2018 19:00
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Letzte Aktualisierung: 19.08.2018 21:16:12
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