Kapitänsfrage geklärt: Dreigestirn führt Hagen auf das Feld

Foto: Lächler

2.Bundesliga
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Die Würfel in der „K-Frage“ sind beim Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen gefallen. Cheftrainer Niels Pfannenschmidt entschied sich dabei für eine eher unübliche Lösung, die ihm aber nach allen in der vergangenen Spielzeit sowie in der Vorbereitung gesammelten Erkenntnissen am sinnvollsten erschien. Künftig führt ein Dreigestirn die Grün-Gelben aufs Feld.

Die Wahl des Ostwestfalen fiel dabei auf Spielmacher Sören Kress, Torhüter Tobias Mahncke und Deckungsspezialist Dominik Waldhof. „Da wir eine sehr flache Hierarchie haben, ist der Kapitän bei uns nicht so wichtig, wie in anderen Strukturen. Die Wahl hat sich während der Vorbereitung bei mir so herauskristallisiert. Bei uns wird es trotzdem wichtig sein, alle Meinungen zu hören, etwa von erfahrenen Spielern wie Dragan Tubic und Bartosz Konitz“, erläutert Pfannenschmidt. Passend zur flachen Hierarchie wird das Trio die Mannschaft abwechselnd aufs Feld führen.

Die Entscheidung für die Dreifach-Lösung hängt neben der flachen Struktur auch mit den Qualitäten der ausgewählten Akteure zusammen. Alle drei sind unumstrittene Leistungsträger, haben sich damit die Anerkennung ihrer Mitspieler verdient und sind dazu im sozialen Umfeld sehr engagiert. Mahncke (s. Foto)  ist einer der dienstältesten Spieler. Zwar ist der gebürtige Hamburger – typisch nordisches Gemüt – keine „Quasselstrippe“, aber „wenn Tobi etwas sagt, dann hat das bei allen Spielern Gewicht.“ Kress lenkt die Offensivaktionen des VfL derart clever, dass auf wohl kaum einen Spieler die Floskel „verlängerter Arm des Trainers“ besser passt, als auf den 26-Jährigen. Waldhof ist unumstrittener Abwehrchef, bringt sich dazu außerhalb des Spielfelds enorm ein, um die Mannschaft als Einheit zusammenzuschweißen und voranzubringen.

Das sagen die drei Kapitäne:

Sören Kress: „Es ist immer eine Ehre, wenn man dieses Vertrauen geschenkt bekommt. Wir werden versuchen, dieses Vertrauen zurückzugeben. Unabhängig von dem Amt habe ich aber immer versucht, mich als Führungsspieler zu präsentieren“, erklärt Kress, der erstmals als Kapitän aufläuft. Zuvor war er aber schon bei mehreren Vereinen Mitglied des Mannschaftsrats.

Tobias Mahncke: „Wir sind uns der Aufgabe und Tragweite des Amtes bewusst“, unterstreicht Mahncke, der lachend ergänzt: „Gestern habe ich gelesen, dass der THW Kiel auch drei Kapitäne hat – und wenn sie es so machen...“ Genau wie Kress war Mahncke bisher Mitglied des Mannschaftsrats, aber noch kein Kapitän.

Dominik Waldhof: „Als relativ junger Spieler ist es eine besondere Auszeichnung für mich. Wir verstehen uns auch außerhalb des Spielfeldes sehr gut, so dass wir die Aufgabe als Ansprechpartner sicher sehr gut erfüllen, die Aufgaben gut aufteilen können. Da wird es keine Probleme geben“, berichtet Waldhof, für den „drei Kapitäne Neuland“ sind – „genau wie für alle anderen auch.“ In Lemgo war er bereits Vize-Kapitän. „In der vergangenen Saison habe ich mich über meine Führungsfunktion in der Abwehr an eine solche Aufgabe herangetastet, möchte diese Verantwortung nun noch ausbauen. In schwierigen Phasen wollen wir das Team führen und ein Bindeglied zwischen Mannschaft und den Offiziellen sein“, resümiert Waldhof.

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