Gleich zwei hohe Hürden binnen weniger Tage

2.Bundesliga
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Ganz allmählich muss der TV Großwallstadt an seinen eigenen Leistungen wachsen. Dies ist im Moment umso anspruchsvoller, weil er inmitten zweier englischer Wochen ist, und ihm jüngst etwa mit Florian Eisenträger oder Michael Spatz immer wieder Leistungsträger fehlten.

Nachdem die heiße Spielphase im Herbst mit einem Duell beim Aufsteiger TSV Bayer Dormagen und dem Vergleich gegen die beiden zwar recht hochgehandelten, aber doch etwas mau gestarteten HC Rhein Vikings und TV Hüttenberg begonnen hat, messen sich die Bauer-Schützlinge diese Woche mit gleich zwei Spitzenvereinen ihrer Spielklasse.

Diese kommen mit der HSG Nordhorn-Lingen (Mittwoch, 19:30 Uhr) und TuS N-Lübbecke (Samstag, 19:30 Uhr) beide zu Gastspielen nach Elsenfeld. Die dortige Untermainhalle hat als blau-weiße Hölle auch in dieser Runde schon ihren Wert unter Beweis gestellt und soll nun abermals für Zählbares bürgen. Der TVG empfiehlt aufgrund des erwarteten Zuschauerzuspruchs Tickets schon vorher online zu erwerben ( www.tvgrosswallstadt.de), um einen schnellen Zugang in die Halle zu haben.

Ehrgeizige Ziele in Nordhorn

Angetrieben von den beiden bislang besten Torschützen, dem Tschechen Pavel Mickal und Regisseur Georg Pöhle, belegt Nordhorn-Lingen nach einem knappen Fünftel der Saison einen Rang im Mittelfeld. Wie viele andere Mannschaften der Liga weist die HSG in ihren Leistungen ziemliche Schwankungen auf. Hat sie beispielsweise den letzten Großwallstädter Kontrahenten Hüttenberg deutlich geschlagen oder auch in Coburg vielversprechend mitgehalten, gab sie jüngst in Essen mit gleich neun Toren Differenz oder in eigener Halle gegen Balingen-Weilstetten anvisierte Zähler an ihre Kontrahenten ab.

Wobei die Erwartungshaltung in der niedersächsischen Kreisstadt, nahe der niederländischen Grenze, zuletzt gestiegen ist. Neun Jahre nach dem Abstieg aus der ersten Bundesliga hat man das obere Tabellendrittel im Blick und auch darüber hinaus ehrgeizige Zielsetzungen. Mittelfristig will man nämlich zurück ins Oberhaus der Bundesliga und hat sich zuletzt mit drei gestanden Akteuren vom Format eines Georg Pöhle (Emsdetten), Julian Possehl (Hamm-Westfalen) oder des Niederländers Bart Ravensbergen (Selstat/Frankreich) nachdrücklich verstärkt. Bei der HSG Nordhorn-Lingen wurden – wie die Neuen beweisen, die den Verein auch in der sportlichen Breite zulegen lassen – die finanziellen Hausaufgaben erledigt, nun soll mehr als nur eine sportliche Kür erfolgen. Dabei hofft man in der Grafschaft Bentheim auch darauf, nicht so vom Verletzungspech gebeutelt zu werden, wie es in der letzten Saison der Fall war.

Aufstiegsträume in Lübbecke

Sogar noch etwas höher gehandelt als die HSG Nordhorn-Lingen wird der TuS N-Lübbecke. Die Ostwestfalen galten zu Beginn der Spielzeit als der Titelkandidat schlechthin. Allgemein wurde ihnen eine Rückkehr in die erste Liga zugetraut, nachdem sie im späten Frühjahr recht unglücklich abgestiegen waren. Der Verein bekennt sich auch selbst zu dieser ambitionierten Zielsetzung und will, wie zuletzt in der Saison 2016/17 als er Meister in der zweiten Liga wurde, direkt wieder in die erste Bundesliga hoch.

Momentan läuft der frühere deutsche Pokalsieger und mehrfache Europapokalgewinner seinen eigenen Ansprüchen aber noch etwas hinterher. Er führt aktuell eher das Mittelfeld der Tabelle an. Grund sind zum Teil nicht erklärliche Leistungseinbrüche, die zu Punktverlusten gegen Hagen oder Emsdetten geführt haben. Am Personal kann es eigentlich nicht liegen, verfügt der TuS doch über einen hochkarätigen Kader. Diesem gehört mit Jó Gerrit Genz auch ein Akteur an, der bei den heutigen TV Großwallstadt Junioren über mehrere Jahre ausgebildet wurde, und nun als 22-Jähriger mit Erst- und Zweitligaerfahrung zurückkehrt. Trotz einiger Änderungen blieb überhaupt im Kader vieles erhalten: etwa der erfahrene Jens Bechtloff oder das leistungsstarke Torwartduo mit dem Ungarn Peter Tatal und dem seit Jahren viel gepriesenen Talent Joel Birlehm. Weil N-Lübbecke nun eben mit einem faktischen Erstligakader, einem der Größenordnung nach Erstligaverhältnissen entsprechenden Etat und einer frisch renovierte Halle operiert, sollte der Sprung zurück in die erste Liga eigentlich wirklich Formsache sein.

Der TVG veranstaltet zum Heimspiel gegen N-Lübbecke am Samstag sein schon traditionelles Oktoberfest mit viel Gaudi.

Wilhelmshaven im November

Der TVG bekommt nach dem Auftritt des Meisterschaftsfavoriten N-Lübbecke und insgesamt sechs Spielen in 15 Tagen eine Woche zum Durchschnaufen, ehe der Spielplan nach Emsdetten führen wird. Das nächste Heimspiel wird in der Elsenfelder Halle am 3.11. gegen Wilhelmshaven angepfiffen werden.
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20.12.2018 19:00
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VfL Gummersbach - MT Melsungen 0 : 0
  
Rhein-Neckar Löwen I - TVB 1898 Stuttgart 0 : 0
  
SG Flensburg-Handewitt - TSV GWD Minden 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 17.12.2018 21:37:33
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