Nur die beiden Punkte fehlen

Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

2.Bundesliga
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Aaron Ziercke, Trainer des TuS-N Lübbecke hatte nach dem 35:33 (15:17)-Auswärtssieg seiner Sieben am Samstag in Elsenfeld ein Lob für die unter-legene Mannschaft parat: „Man weiß, dass Großwallstadt niemals aufgibt. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Kompliment an den TVG, auch wenn es nicht zu Punkten gereicht hat. Das ist eine super Truppe mit super Einstellung.“

Tatsächlich sah es vor allem in den ersten 30 Minuten danach aus, als könne der Underdog dem Meisterschaftsanwärter ein Bein stellen.

Der Gast ging zwar durch den ehemaligen Akademiespieler Jó Gerrit Genz und Peter Strohsack mit 0:2 in Führung, doch stellte der TVG rasch unter Beweis, dass in Elsenfeld die Punkte keinesfalls freiwillig übergeben werden würden. Insbesondere im ersten Durchgang überzeugte der Hausherr in der Abwehr und im Angriff und lieferte dem Gast ein unerwartet offenes Rennen. So auch in der Auftaktphase, als nach einem 1:3-Zwischenstand Treffer von Jan Winkler, Michael Spatz, Dino Corak und André Göpfert die Verhältnisse auf den Kopf stellten. Binnen fünf Minuten lag Großwallstadt mit 5:3 vorne. In den ersten 30 Minuten sollte der Hausherr seine Vorreiterrolle zur Freude der Fans auch nicht mehr abgeben.

„Die blau-weiße Hölle hat heute ihren Namen verdient“, verteilte TVG-Trainer Florian Bauer ein Lob an die Besucher, dann aber auch an seine Spieler: „Ich habe meiner Mannschaft, außer vielleicht beim Abwehrverhalten in der zweiten Halbzeit, nichts vorzuwerfen. Wir haben alles reingehauen und alles gegeben.“ Dies wussten die Anhänger zu honorieren, die wie schon lange nicht mehr erlebt, bedingungslos hinter ihrem Team standen.

Neuzugang Tomáš Urban fügte sich nahtlos ein. „Wir hatten zwei Einheiten mit ihm. Er hat also noch gar nicht richtig mittrainiert, aber dennoch gezeigt, was er für uns wert sein kann.“, so Bauer. Auch nach einem Fehlwurf zu Beginn behielt der Neue die Nerven und steigerte sich während des Spiels zunehmend.

Auch wenn der TVG einen Vier-Tore-Vorsprung nicht über die letzten 90 Sekunden der Halbzeit retten konnte, ging er mit einer 17:15-Führung zurück in die Kabine. Aus dieser kam der Gast motiviert zurück und glich rasch aus. Viele in der Halle sahen eine vorentscheidende Phase nach einem 19:19. Zunächst liegt Dino Corak nach einem Wurf schmerzverzerrt im Kreis, ohne dass ein Foul an ihm geahndet wird. Auf der anderen Seite schlagen die Wellen der Empörung im Publikum endgültig hoch, als Peter Strosack von Rechtsaußen werfen will, und die Schiedsrichter auf Siebenmeter und Zeitstrafe entscheiden. Dies wird umso bitterer, weil TVG-Trainer Florian Bauer ebenfalls zwei Minuten bekommt und der TuS trifft.

Das Gespann Niels Wienrich und Julian Fedtke ist in einem besonderen SR- Kader, weil es als die derzeit größte Zukunftshoffnung des DHB gilt. Selbst die Videoaufzeichnung beweist, wie schwer ihr Job ist. Ein Schlag gegen Dino Corak ist eher zu erahnen, und es ist fast schon Ansichtssache, ob Mario Stark bei seiner Abwehraktion bereits steht (Stürmerfoul) oder noch in der Bewegung (Siebenmeter) ist. In jedem Fall sollen diese Zeilen nicht verhehlen, dass die zwei Schiedsrichter bis dahin exzellent geleitet hatten.

Der TuS N-Lübbecke nutzt diese Phase jedenfalls, um vorentscheidende Schritte Richtung Auswärtssieg zu gehen. Ziemlich genau zehn Minuten sind vergangen, bis der Gegner wieder zu seinem Spiel findet. Angesichts eines 23:29 ist die Partie nun aber fast entschieden. Großwallstadt steckt, wie es in dieser Spielzeit seine Art ist, keinesfalls auf, verkürzt den Rückstand auf zeitweise zwei Tore, vollbringt allerdings keine Wende mehr.

Als TVG-Spieler des Tages wurde Michael Spatz von den Zuschauern gewählt.

TV Großwallstadt – TuS N-Lübbecke 33:35 (17:15)

TV Großwallstadt: Kuģis, Redwitz; Spatz 8/4, Engels, Blank, Erifopoulos 1, Schnellbacher, Urban 3, Corak 3, Stark 7, T. Spieß 1, Keck, Winkler 2, L. Spieß 5, Göpfert 3.

TuS N-Lübbecke: Grzesinski, Birlehm; Genz 1, Walczak 4, Bechtloff 9/3, Gierak 5/4, Bagaric 1, Strosack 5, Rakovic, Spohn 1, Jaanimaa 6, Schade, Speckmann, Hövels 3.

Zuschauer: 1154 in der Untermainhalle in Elsenfeld.

Schiedsrichter: Wienrich/Fedtke.

Siebenmeter: 4/4:8/7 (Bechtloff scheiterte).

Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Stark zweimal, L. Spieß – Schade, Gierak, Walczak).

Rote Karte: Walczak (TuS, 51.) nach einem Foulspiel.

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