Großburgwedel gewinnt ohne Fünf sicher 28:22
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- Kategorie: 3.Liga Nord
- Erstellt am 05.02.2012
- Geschrieben von MT
Pauzuolis, Felixson, Eichelmann, Krüger und Thieme. Die Verletztenliste ist lang und da kam der Tabellenletzte gerade recht, um trotzdem eine Gewinnchance zu haben.
Der SV63 kam mit seiner jungen Garde hochmotiviert ins Spielgeschehen und konnte vor nahezu 350 Zuschauern das Spiel in den Anfangsminuten ausgeglichen gestalten. Allerdings gelang den Spielern um Trainer Peter Höhne nur einmal eine Führung. 3:2 hieß es nach fünf Minuten für den Gast. Dann übernahmen die Spieler um Geburtstagskind Felixson das Kommando und setzten sich zunächst auf 10:6 ab. Schon jetzt wurde deutlich, dass den Brandenburgern die spielerischen Mittel fehlten, um der dezimierten TSG ernsthaft Konkurrenz zu bieten.
Da halfen auch teilweise die Fairness überschreitende Abwehraktionen und dauerhaftes Lamentieren vieler Schiedsrichterentscheidungen nichts. Um zu gewinnen, muss auch technisch einwandfreier Handball gezeigt werden. Ihr Können ließen die Spieler des SV63 nur Gelegentlich aufblitzen. Und wenn es zu guten Angriffsaktionen kam, dann ist in den meisten Fällen RM Biegansky beteiligt gewesen. Er war es, der die Abwehr der TSG mit seiner Dynamik das ein oder andere Mal vor Probleme gestellt hatte. Allerdings fehlte auch ihm die Konstanz, sodass insbesondere die RL/RR-Spieler in Einzelaktionen verfielen und sich an der Abwehr oder TW Lütt festbissen. Bedauerlicherweise ließ sich die TSG -mit Ausnahme von RA Bergmann, KM Stelmokas und TW Lütt- vom Spiel der Brandenburger anstecken und konnte die sehr guten Leistungen aus der Vorwoche im Spiel gegen die SG Achim-Baden nicht bestätigen. Andererseits reichte diese Leistung, um einen nie gefährdeten Sieg zu erringen. Trauriger Höhepunkt dieser recht einseitigen Begegnung war die rote Karte mit Bericht gegen den RR Sebastian Ackermann (SV63). Gerade seine Tore und körperliche Präsenz wird seiner Mannschaft in den kommenden Begegnungen fehlen. Ackermann konnte einen Tempogegenstoß von Thomas Bergmann nur verhindern, indem er während des Sprungablaufs von hinten in die Hüfte schlug, sodass Bergmann in der Luft die Balance verlor und heftig auf den Hallenboden aufschlug. Solche Fouls dokumentieren Frust und Unbeherrschtheit. Ackermann wird sich die Aktion im Video anschauen und feststellen müssen, dass alles andere als eine Rote Karte eine Fehlentscheidung gewesen wäre.
Am Ende stand für die TSG ein glanzloser 28:22 Sieg zu Buche. Und Handballer haben Gott sei Dank die Eigenschaft Fehler, Fouls und Zustandekommen von Siegen und Niederlagen mit einem Shake-Hand zu vergessen. In der Pressekonferenz zeigte sich Peter Höhne mit der Niederlage seiner Mannschaft einverstanden. Er baue eine junge Mannschaft auf und plane mit ihr langfristig den Erfolg. Das diese Saison mit einem Abstieg verbunden sein könnte ist ihm sicherlich klar, aber noch seien viele Punkte zu vergeben. Heidmar Felixson gab sich mit der Vorstellung seiner Mannschaft nicht einverstanden, aber am Ende freute er sich über die beiden gewonnenen Punkte, die seinem dezimierten Team weiteres Selbstvertrauen gibt. Die kommende Begegnung gegen den Klassenprimus Springe kann seine Mannschaft gelassen entgegen sehen. Keiner erwartet einen Sieg, aber kampflos wird die TSG in ihrer derzeitigen Verfassung die Punkte nicht hergeben.






