Trauer um Clemens Ambrosius
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- Kategorie: 3.Liga Nord
- Erstellt am 22.02.2012
- Geschrieben von Stefan Blumberg
Hallensprecher des Oranienburger HC im Alter von 46 Jahren gestorben
Fassungslosigkeit bei den Handballern des OHC. Den Tod ihres Mitstreiters Clemens Ambrosius will keiner wahrhaben.
Die Handball-Familie des Oranienburger HC trauert um Clemens Ambrosius. Der Hallensprecher des Vereins verstarb im Alter von nur 46Jahren.„Er war unsere Stimme",sagt Vereinspräsident Thomas Stahlberg, der gestern Morgen vom Tod des emsigen Vereinsmitgliedes erfuhr. „Er war derjenige, der uns mit seiner guten Laune ansteckte." Das gelang Clemens Ambrosius in den vergangenen Jahren vornehmlich in seiner Funktion als Hallensprecher bei den Heimspielen. Er moderierte die Spiele der Männer in der 3. Liga auf seine emotionale Weise, die er auf das Publikum übertrug. Bei jedem Heimspiel hörten durchschnittlich 700Zuschauer seine Stimme. „Auf geht's, Fans, wo seid ihr?", war eine gängige Aufforderung, wenn die Mannschaft die Hilfe der Fans brauchte. Ein anderer Jubelruf, bei dem er seinen Emotionen nach Oranienburger Toren freien Lauf ließ, ging so: „Jappa dappa du!"
Absolut schockiert war gestern auch sein ehemaliger Wegbegleiter Ralf Meider. „Er war ein Stück meines Lebens, wir haben viele Stunden und Tage gemeinsam verbracht. Es tut unglaublich weh", sagte Meider über seinen einstigen Schiedsrichterpartner. „Wir haben so viel Spaß miteinander gehabt. Der OHC war sein Leben. Ich will es gar nicht wahrhaben, das er nicht mehr da ist", schildert Ralf Meider, der mittlerweile in Hildesheim zu Hause ist.
Tim Fröhlich ist der Kapitän der ersten Männermannschaft des Oranienburger HC. „Er war ein Kumpeltyp. Er gehörte ja quasi zur Mannschaft, war auf fast allen Fotos mit drauf. Wenn er den Hallensprecher gemacht hat, habe ich das jedes Mal wahrgenommen", so der 27-Jährige. „Wir sind ja schon lange in der 3. Liga unterwegs. So einen Hallensprecher habe ich noch nie erlebt."
Clemens Ambrosius war beim Oranienburger HC an vielen Fronten unterwegs. Neben seiner Tätigkeit als weit und breit anerkannter und gelobter Hallensprecher war er auch der Leiter Spieltechnik für die 3. Liga im Verein. Maßgeblich verantwortlich war er in den vergangenen Jahren in den Jugend-Cup des OHC involviert, der in diesem Jahr zum 14. Mal stattfindet. Er fungierte mitunter auch als Trainer im Nachwuchsbereich. Für den OHC war er zudem als Wettkampfrichter unterwegs. „Das ist genau das, was mir Spaß macht. Pfeifen muss ich nicht mehr. Aber Hallensprecher sein und im Wettkampfgericht sitzen – das reicht mir völlig und macht mich zufrieden", sagte er noch vor wenigen Wochen.
„Er wird bei uns eine Lücke hinterlassen. Aber das ist alles nicht so wichtig. Wir sind jetzt in Gedanken bei seiner Frau Angela und seinen beiden Kindern. Wir werden Kontakt zu ihnen aufnehmen und unsere Hilfe anbieten", sagt Thomas Stahlberg. Und für Ralf Meider ist völlig klar: „Er war noch nicht dran."






