Do23022012

Aktualisiertam 22.Februar 2012 um ca. 22:28 Uhr

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Münster vs. Gensungen: Alte Bekannte treffen sich zum Hessenderby

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tsg muenster

Die TSG Münster möchte im Drittliga-Abstiegskampf in Gensungen nachlegen.

Im Hinspiel trennte sie ein Tor, jetzt sind es sechs Punkte: Die TSG Münster tritt in ihrem nächsten Hessenderby der 3. Handball-Liga bei einem alten Bekannten, der HSG Gensungen/Felsberg, an. Am Samstag um 19.30 Uhr kommt es in der Kreissporthalle Gensungen zum Duell der ehemaligen Zweitligisten. TSG-Trainer Konrad Bansa, früher im Münsterer Tor, weiß, wie schwer es ist, die Punkte von den für gewöhnlich heimstarken Nordhessen zu entführen, aber auch, dass das kein unmögliches Unterfangen ist. „Wir haben das Hinspiel knapp gewonnen und wollen das versuchen, zu wiederholen", sagt der 36 Jahre alte A-Lizenz-Inhaber.

Das Selbstbewusstsein schöpft die TSG Münster aus ihrem glatten 28:18-Erfolg im so wichtigen Heimspiel gegen die HSG Pohlheim in der vergangenen Woche, aber auch aus dem hat erkämpften 36:35-Sieg im Hinspiel. Jedoch seien die Voraussetzungen dieses Mal anders: In der Eichendorff-Halle fehlten dem Kontrahenten mit Mario Schanze, Benedikt Hütt und Sven Vogel wichtige Akteure. Vor allem Rückraumspieler Schanze wurde schmerzlich vermisst, der mittlerweile mit 97 erzielten Treffern zu den „Top Ten" der Torschützenliste gehört.
 
Hinzu kommt die unmittelbare Vorgeschichte: Nach der peinlichen 19:38-Niederlage beim HSC Bad Neustadt hätte HSG-Chef Dieter Clobes die Mannschaft „am liebsten zurücklaufen lassen". Über „die schlechteste Leistung der letzten fünf bis sechs Jahre" schimpfte Clobes. Da wird Gensungen, zumal in Bestbesetzung, vor eigenem Publikum auf Wiedergutmachung aus sein.
 
Wegen seiner Heimstärke (nur Niederlagen gegen Baunatal und Dessau) steht das Team von Dragos Negovan mit 17:17 Punkten auf Platz neun jenseits von Gut und Böse. Die TSG könnte sich als Tabellen-13. mit einem Sieg bis auf vier Zähler an den Gegner heranarbeiten und weiteren Boden im Abstiegskampf gut machen. Sicher eine schwere Aufgabe, aber in Bestbesetzung durchaus machbar. „Wir müssen mit der guten, aggressiven Deckung des Gegners zurecht kommen", fordert Bansa, dessen Mannschaft zuletzt in der Defensive eine einwandfreie Leistung zeigte. Neben Schanze warnt der Münsterer Trainer auch vor den Rückraum-Schützen Steffen Ober und Jens Wiegräfe. Wenn sein Team den Schwung vom furiosen letzten Heimspiel mitnimmt, hat die TSG eine realistische Chance, ihren dritten Auswärtssieg der Saison zu schaffen.