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Edewecht gegen Minden - Eine zweite Halbzeit zum Vergessen

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vfl edewecht

Herber Rückschlag für den VfL Edewecht gegen Minden

Überraschend und deutlich unterlag der VfL Edewecht mit 25:32 der GWD Minden II und musste so einen Rückschlag im Kampf um die vorderen Plätze in der 3.Liga West hinnehmen.

Dabei fing das Spiel für den heimischen VfL gut an. Zwar machten beiden Angriffsreihen die offensiven Deckungen Probleme, doch konnte der Hausherr über 2:0 nach fünf Minuten, wobei Michael Schröder beide Tore erzielte, und nach zehn Minuten mit 5:3 führen. Die in diesem Jahr noch ungeschlagenen Gäste kamen zurück ins Spiel und konnten beim Stande von 9:9 den Vorsprung der Edewechter egalisieren, was Trainer Arek Blacha zu einer Auszeit veranlasste.

Offensichtlich hatte der Trainerfuchs das richtige taktische Mittel gewählt, denn sein Team setzte sich in der 27.Minute auf 14:11 ab. Dann dachte sich Gästetrainer Ziercke wohl: „Was bei unserem Gegner fruchtet, könnte ja auch bei meinem Team klappen". Die genommene Auszeit hatte auch hier die gewünschte Wirkung und im Grunde genommen fing die Misere für die Ammerländer schon drei Minuten vor der Pause an. Der Gast konnte quasi mit dem Halbzeitpfiff den 14:14-Ausgleich herstellen. Großen Verdienst hatte der kaum zu stoppende und sichtbar agile Gerrit Bartsch, der mit insgesamt acht Treffern der erfolgreichste Schütze des Spieles war.

Die Pausenansprache Blachas verfehlte ihre Wirkung vollkommen und in der zweiten Hälfte ließ der VfL vieles Vermissen, was ihn in die Spitzengruppe der Liga brachte. Vor allem im Abschluss haperte es gewaltig und es wurden beste Chancen ausgelassen, was es der Bundesligareserve aus Minden nicht unbedingt schwierig machte, sich nach 20 Minuten im zweiten Durchgang entscheidend auf 26:21 abzusetzen. Aber nicht nur die vergebenden Würfe ihres Teams musste sich das Edewechter Publikum ansehen, auch die Abstimmungsprobleme in der Defensive waren offensichtlich. So konnte Minden viele einfache Tore erzielen und auch über den Kreis durch Christian Skusa punkten. Vor schier unlösbare Probleme stellten Jannik Overmann und Phil Holland, die zusammen elf Treffer erzielten, die Edewechter Abwehr und auch die Torhüter. Ein kaum erklärbarer Leistungsschwund ließ auch die Auszeit Blachas gut zehn Minuten vor dem Ende verpuffen. Auch in doppelter Überzahl konnten die Ammerländer nicht verkürzen und mussten sogar einen Treffer hinnehmen.

In der 55.Minute schien das Spiel dann endgültig zum Debakel zu werden, denn der Hausherr, der bis dato nur eines seiner Heimspiele in dieser Spielzeit verlor, lag mit 22:32 hoffnungslos mit zehn Toren zurück und die Messe war nun endgültig gelesen. Ein wenig Ergebniskorrektur konnte zwar noch betrieben werden und der Gast nahm ein wenig das Tempo aus dem Spiel. So verkürzte man bis zum Schlusspfiff noch auf 25:32, was allerdings nicht über die schlechte zweite Hälfte hinweg täuschen konnte, die mit Sicherheit nicht in die Ruhmeshalle des VfL aufgenommen wird.

Bester Werfer aus dem Feld auf Edewechter Seite war Michael Schröder mit vier Treffern.

Verständlich war die Kritik Blachas an dem Spiel, da sein Team nie richtig ins Spiel fand, zu viele Fehlwürfe produzierte und einfache Gegentore zuließ. Unübersehbar waren auch die Fehler im Spielaufbau.

Ziercke dahingegen konnte mit dem Auftritt seines Teams hochzufrieden sein.

Das Gute an der Sache ist, dass der VfL schon in der nächsten Woche die Chance hat, diese Niederlage wieder auszubügeln. Allerdings werden die Trauben beim Auswärtsspiel in Wermelskirchen nicht unbedingt tiefer hängen und es bedarf einer merkbaren Leistungssteigerung, um beim Tabellenvierten mithalten zu können.



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