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Eintracht empfängt den deutschen Meister

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eintracht hildesheim

Kein Geringerer als der amtierende Deutsche Meister HSV Handball ist Gast beim nächsten Heimspiel von Eintracht Hildesheim.

Das Spiel, das am Sonntag um 17.30 Uhr in der Sparkassenarena angepfiffen wird, zählt aus Sicht der Hildesheimer sicher zu den Höhepunkten der Saison. Das Team der Eintracht will 60 Minuten bemüht sein, dem haushohen Favoriten aus Hamburg Paroli zu bieten. Die Sitzplätze in der Sparkassenarena sind seit langem ausverkauft, einige Stehplatztickets werden an der Tageskasse noch zu bekommen sein.

„Wir freuen uns auf dieses Spiel, denn mit dem HSV kommt eine Mannschaft, die eine kleine Weltauswahl verkörpert. Da haben wir eigentlich nichts zu verlieren", gibt Trainer Gerald Oberbeck die Stimmung wieder. Die Handschrift des wieder ins Amt zurück gekehrten Trainers ist bereits bei der Niederlage in Melsungen am letzten Sonntag deutlich geworden. Die Hildesheimer kamen dort über Gegenstöße zum Erfolg und auch in der Abwehr wurde gut gearbeitet. „Ich habe viele Fortschritte gesehen, insbesondere scheinen unsere Bemühungen um eine Verbesserung der Kondition Erfolg zu haben" bewertete der Trainer die Tatsache, dass seine Truppe in der Schlussphase eine Aufholjagd starten konnte, positiv. Auf Linkshänder Bostjan Hribar muss am Sonntag noch verzichtet werden. Die Zuschauer werden Steffen Coßbau als Regisseur sehen, um gegen den HSV die Partie offen halten zu können, muss aus dem Rückraum allerdings mehr Gefahr kommen als im letzten Spiel. Michael Qvist konnte allerdings genau wie Michael Hoffmann in den letzten Tagen nur eingeschränkt oder gar nicht trainieren, beide waren angeschlagen.

Wenn die Eintracht am Sonntag auf den HSV trifft, so verkörpern die beiden Kontrahenten zwei Handballwelten in einer Liga. Während die Hildesheimer Verantwortlichen mit eher bescheidenen Mitteln versuchen, sich unter den besten 25 Teams Deutschlands zu etablieren, verfügen die Hamburger über einen ungefähr fünfmal so hohen Etat und verfolgen dementsprechend auch ganz andere Ziele – mit Erfolg, wie sich gezeigt hat. Die Deutsche Meisterschaft und internationale Titel sind es, die in der Hansestadt zählen. Eines haben beide Clubs aber gemeinsam, die Mechanismen des Geschäfts greifen bei beiden und haben in der EM-Pause für personelle Konsequenzen gesorgt. Während in Hamburg Per Carlen als Trainer gehen musste, trennte man sich an der Innerste bekanntlich von Volker Mudrow. Doch während die Hildesheimer Team das Tabellenende ziert, liegt man in Hamburg immerhin auf Platz drei der Tabelle, allerdings ist der Rückstand auf den THW Kiel mit acht Punkten bereits fast nicht mehr aufzuholen, das zwang das Hamburger Management um Präsident Martin Schwalb zum Handeln.

Viele hatten danach vermutet, dass der Meistertrainer wieder vom Präsidentenstuhl auf die Trainerbank zurückkehrt, doch die Hamburger entschieden anders. Zunächst wird Co-Trainer Jens Häusler die Mannschaft durch die Rückrunde führen, ehe ein neuer, namhafter Trainer verpflichtet werden soll. Mit Häusler auf der Bank gewann der HSV am letzten Spieltag das Spitzenspiel gegen die Füchse Berlin und bleibt damit aussichtsreich im Kampf um die Champions-League.

Zwar ist der mit großen Hoffnungen verpflichtete Oscar Carlen nach schweren Knieverletzungen noch nicht zum Einsatz gekommen, doch auch ohne den Linkshänder verrät der Blick auf den Kader, vor welch schwerer Aufgabe die Einträchtler am Sonntag stehen. Pascal Hens, Michael Kraus, Blazenko Lackovic, die Brüder Gilles, Marcin Lijewski, Matthias Flohr, Hans Lindberg, Torsten Jansen und Igor Vori, der Kader liest sich wie eine Weltauswahl, zumal mit Domagoj Duvnjak einer der hoffnungsvollsten Spieler der Welt als Führungsspieler im Team steht.



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