Der THW empfängt die Löwen
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- Kategorie: Toyota Handball Bundesliga
- Erstellt am 21.02.2012
- Geschrieben von Chrstian Robohm / Pressemitteilung THW Kiel
Der Tabellenführer trifft auf den Fünften, die Zebras fordern die Löwen zum Duell: Wenn am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena der Anpfiff ertönt, erlebt die TOYOTA Handball-Bundesliga ein nächstes Spitzenspiel.
Der THW Kiel trifft auf die Rhein-Neckar Löwen. Jene Mannschaft, die den Kieler die letzte schmerzliche Bundesliga-Heimniederlage zufügte. Sport1 überträgt das Topspiel live. "Die Null soll auch nach der Partie am Mittwoch stehen", freut sich Dominik Klein nach der Galavorstellung gegen Leon auf ein weiteres Highlight vor den eigenen Fans.
"Es kommen noch sehr schwere Spiele auf uns zu, viele meiner Spieler sind nach der Europameisterschaft noch nicht wieder richtig frisch", trat THW-Coach Alfred Gislason nach den zwei souveränen Bundesliga-Siegen im neuen Jahr ein wenig auf die Euphoriebremse."Wir müssen unseren Spielfluss erst wiederfinden", erklärte der Isländer - auch mit dem Blick auf das stramme Programm der nächsten Tage und Wochen. Denn: Auch wenn nahezu die gesamte deutsche Handball-Riege den THW Kiel bereits zum Meister erklärt hat - entschieden ist noch nichts. Und so wird die Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen zu einer neuerlichen Standortbestimmung für die Zebras.
Neues Ziel: Champions-League-Platz
Es sollte die Saison der Löwen werden. Nach den Enttäuschungen der vergangenen Jahre lechzten Fans und Sponsoren des Vereins nach Titeln. Doch zum jetzigen Zeitpunkt der Saison ist die Bilanz der Mannheimer eher ernüchternd: In der TOYOTA Handball-Bundesliga haben die Löwen bereits drei Punkte Rückstand auf den zur Teilnahme an der Champions League berechtigenden dritten Platz. Nach dem Aus beim Wildcard-Qualifikationsturnier für die Königsklasse wurde dieser dritte Platz zum erklärten Saisonziel der Badener.
Deshalb schmerzten die beiden Auswärtsniederlagen bei den direkten Konkurrenten in Berlin (28:35) und Flensburg (34:37). Hinzu kamen die 27:30-Heimniederlage gegen den THW Kiel sowie unerwartete Rückschläge: Bei der TSV Hannover-Burgdorf verloren die Löwen mit 32:33, nachdem sie drei Tage zuvor zu Hause mit einem 33:29-Erfolg gegen den HSV Hamburg für Aufsehen gesorgt hatten. Das 31:32 in Lübbecke am zehnten Spieltag und das Heim-Remis gegen die MT Melsungen waren genauso wenig eingeplant (siehe auch Gegnerkurve Rhein-Neckar Löwen). Keine Frage: Auch in diesem Jahr haben die Löwen bisher nicht die von ihnen erwartete Leistung gezeigt.
Wieder Unruhe im Umfeld
Handball-Experten vermuten, dass das auch unmittelbar mit der Unruhe im Umfeld der Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson, die wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorgestellt hatten, zusammenhängt. Denn neben Verletzungssorgen plagten sich die Mannheimer auch mit immer neuen Eskapaden um Geldgeber Jesper Nielsen herum. Noch im Dezember hatte Löwen-Manager Torsten Storm verkündet, er sehe die Löwen "unter den fünf Top-Teams der Liga und unter den ersten zehn in Europa." Er forderte einmal mehr Beständigkeit - mit der war es wenige Wochen später aber auch schon wieder vorbei. Jesper Nielsen gab - trotz anderslautender Ankündigungen kurz vor dem Jahreswechsel - Anfang Februar seinen sofortigen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender der Löwen bekannt. Der Däne soll auch auch aufgrund von Unstimmigkeiten mit Storm sein Engagement bei den Löwen zurückgefahren haben und will sich zukünftig auf seinen Heimatklub AG Kopenhagen konzentrieren, Nielsen bleibt den Löwen aber als Sponsor erhalten.
Finanzsorgen und ihre Folgen
Dass der millionenschwere Däne künftig aber - wie es in der Vergangenheit geschehen sein soll - Etatlöcher rund um die SAP-Arena stopfen wird, ist dadurch ausgeschlossen. "Wir können nur nach unseren finanziellen Möglichkeiten handeln. Was die Gehälter angeht, müssen wir unser Budget herunterfahren", sagte Storm nach diesem "Knall" der Deutschen Presseagentur. Die Konsequenz: Mit Karol Bielecki und Krzysztof Lijewski verlassen zwei Leistungsträger den Verein in Richtung des polnischen Spitzenclubs KS Kielce. "Die Rhein-Neckar Löwen haben finanzielle Schwierigkeiten", begründete Bielecki seinen Abschied am Saisonende (siehe auch Gegnerkader Rhein-Neckar Löwen).
Zwei Mannschaften mit Weltklasse-Spielern treffen am Mittwoch ab 19.30 Uhr aufeinander - es ist wieder Spitzenspiel-Zeit in der Welthauptstadt des Handballs. Klar, dass Sport 1 diesen Handball-Kracher live überträgt. Als Schiedsrichter fungiert mit Lars Geipel und Marcus Helbig eines der besten Gespanne Europas. Die Spielaufsicht hat Uwe Stemberg.






