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SC DHfK: In Erlangen hat’s Boom gemacht

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leutzscher welle

Es steht felsenfest: Am Sonntag müssen die Männer des SC DHfK Leipzig gegen den bärenstarken HC Erlangen ran. Eigentlich wollten die Hausherren die Begegnung ja verlegen, um dadurch das Vorspiel vor dem Publicity trächtigen ALL STAR GAME bestreiten zu können, doch der Tabellenvierte lehnte (aus verständlichen Gründen) ab.

Die Franken fiebern der Wiederaufnahme der Punktspiele in der zweiten Bundesliga entgegen. Sie streben den vierten Auswärtssieg und damit die Fortsetzung ihres Höhenfluges an.

Der Vater der außergewöhnlichen Entwicklung heißt Bergemann, Trainer Frank Bergemann, der hatte einst einen kleinen Handballclub aus Österreich in die Champions League gecoacht. Ein echtes Schwergewicht seiner Zunft! Er hatte es verstanden, nach seiner Rückkehr in die Heimat, sowohl die Christen als auch Arbeiter in einem (damals) recht chaotischen HC Erlangen auf einen Nenner zu bringen, Sponsoren zu locken und eine kompakte Mannschaft zu formen, die schließlich die Qualifikation für die zweite Bundesliga schaffte.

Wer denkt, dass die Franken als Überraschungsteam der letzten Saison mit dem Klassenerhalt zufrieden sein werden, irrt. Der HC Erlangen peilt andere Positionen an. Die Bergemänner haben in der laufenden Spielzeit die wenigsten Gegentreffer kassiert, mit Nienhaus und Pankofer zwei super Rückraumschützen, in Hamm und Essen gewonnen und Minden einen Zähler abgeluchst. Sie stehen drei Punkte von der ersten Bundesliga weg.

Prompt strömen die Hugenotten (und andere Menschen) zu den Spielen und feuern die Mannschaft an. Die kleine Sporthalle in der Schillerstraße ist regelmäßig ausverkauft. Sie nennen es Aßmannhölle, Hiersemannhölle oder Kampahölle, egal, bei den vielen Höllen in der zweiten Bundesliga kann man durcheinander kommen. Jedenfalls wollen am Sonntag über 100 Indressierte aus Erlangen in gesponserten Omnibussen mitkommen, die Ränge in der alten Ernst-Grube-Halle in Leipzig besetzen und dadurch die Bergemänner zum Auswärtssieg treiben.

Klar: Die Hausherren wollen ebenfalls siegen. Sie haben mit dem kantigen Seitle im Rückraum (er wechselt im Sommer zum möglichen Aufsteiger TV Neuhausen) eine ansprechende Hinrunde absolviert, aber auch Zähler liegen gelassen, so dass der einzige Neuling in der zweiten Bundesliga noch Punkte für den Klassenerhalt braucht. Der Anwurf ist 17.00 Uhr.

Die einheimischen Fans, die keine Karten für die Universitätssporthalle erhalten haben, können die Begegnung SC DHfK Leipzig gegen HC Erlangen in einem Audiostream auf den sportlichen Internetseiten von www.lvz-online.de verfolgen. Aber Achtung: Neutrale und fränkische Handballfans, die diesen Service ebenfalls nutzen, müssen beachten, dass diese Sendung von der Leutzscher Welle produziert wird. Das erste Fußballfanradio Deutschlands hören sie gewöhnlich auf eigene Gefahr...

Hier geht es zum Webradio.



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