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HVN-Pokal: Die Unruhe legt sich

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Irritationen gab es im Nachgang des Viertelfinales des HVN-Pokals bei den beteiligten Siegern der Spiele und im Umfeld.

Ursache für diese Unruhe war eine Mail des HVN an die betroffenen Vereine, daß bei den Männern nur noch 2 Mannschaften aus dem HVN-Pokal 2011/2012 für den DHB Pokal 2012/2013 qualifiziert sind und nicht wie von allen bisher erwartet, deren Vier.
Aufgrund der aktuellen Durchführungsbestimmungen des HVN für den Pokal 2011/2012 sind alle Beteiligten (und auch zweitewelle) von insgesamt 4 Qualifikanten für den DHB-Pokal ausgegangen. Diese Durchführungsbestimmungen widersprechen jedoch den Vorgaben des DHB, der die Anzahl der Pokalteilnehmer klar geregelt hat (siehe zweitewelle Bericht vom 20.02.2012).
In den sozialen Netzwerken wurde diese Situation ausgiebig diskutiert und die Sportler haben ihre Enttäuschung kundgetan.
Bis zum 25.02.2012 können sich die Finalisten um die Austragung bewerben. Die Halbfinalspiele und der Austragungsort werden am 26.02.2012 ausgelost.
zweitewelle hat alle Beteiligten zu diesem Thema abschließend um eine Meinung bzw. Stellungnahme gebeten.

Helmuth Wöbke, Vizepräsident Spieltechnik Handballverband Niedersachsen:
„Die Anweisung des DHB an die Landesverbände zur Durchführung des DHB-Pokals 2012/2013 wurden in den Durchführungsbestimmungen des HVN Pokals 2011/2012 nicht korrekt umgesetzt. Dieses wurde jetzt entsprechend der DHB Vorgaben korrigiert."

Dennis Melching, Manager Handballfreunde Springe:
„Nach den Durchführungsbestimmungen des DHB war das schon seit längerer Zeit klar. Wenn unser Verband das so nicht weitergibt, können wir da wenig machen. Insofern haben wir da keine Meinung zu – jede Meinung wäre nämlich reichlich kontraproduktiv..."

Claus Diesner, Spartenleiter MTV Soltau Handball:
„Bis zum Januarspiel (Achtelfinale) hatten wir den Klassenerhalt in der Oberliga als primäres Ziel. Nach dem Sieg in Alfeld wollten wir das Final Four erreichen mit der Möglichkeit, Soltau als Austragungsort zu bekommen. Die Teilnahme am DHB-Pokal war für uns nachrangig.
Durch solche Bestimmungen wird der HVN Pokal weiter geschwächt und versinkt zur Bedeutungslosigkeit. Fehler passieren und sind auch in den Bestimmungen zu finden, diesmal nicht zu unserem Vorteil."

Lars Hecht, Pressesprecher HSG Schaumburg-Nord:
„Der HVN hat uns am gestrigen Montag per Mail darüber informiert, dass aufgrund einer "Änderung seitens des DHB für die weitere DHB Pokalrunde 2012/13" nur noch "die beiden Endspielteilnehmer in den DHB-Pokal" kommen. Die genauen Informationen und Hintergründe haben wir eurer Homepage "zweitewelle.de" entnehmen können. Dafür herzlichen Dank.
Aufgrund der von Saisonbeginn bis gestern durch den HVN kommunizierten Regelung, dass bereits die Teilnehmer des HVN-Final4 im DHB-Pokal startberechtigt sind, haben wir uns Chancen ausgerechnet, einen Startplatz im DHB-Pokal 2012/13 bekommen zu können.
Durch ein wenig Losglück und konzentrierte und gute Leistungen in den ausgetragenen Pokalspielen konnten wir zumindest die Zielsetzung, das Erreichen des Halbfinals, tatsächlich auch erfüllen.
Leider stellt der Verband erst jetzt klar, dass nur die Endspielteilnehmer des HVN-Pokals im DHB-Pokal antreten dürfen. Natürlich sind wir hierüber sehr enttäuscht. Vor allem, weil wir unter anderen Voraussetzungen in den Wettbewerb gestartet sind.
Den Löwenanteil an Irritation und Enttäuschung trägt aus unserer Sicht allerdings nicht die Tatsache an sich, sondern die Kommunikation und das „Krisenmanagement" des HVN in dieser Angelegenheit. Lapidar und beiläufig war in der Information vom 20.02.2012 von einer, wie eingangs beschrieben, „Änderung des DHB" die Rede.
Diese Darstellung suggeriert, dass die zitierte Änderung kurzfristig erfolgt sein muss und dem HVN vor Festlegung seiner DFB für den Pokal 2011/12 nicht bekannt war. Wie von Euch recherchiert, hatten diese Festlegungen des DHB schon im Dezember 2010 Bestand. Der HVN hätte diese somit in seinen DFB berücksichtigen müssen.
Hier hätten wir uns zumindest eine ehrliche Darstellung des Sachverhalts und einen aufrichtigen Umgang mit den Betroffenen gewünscht. Sollte dem HVN dahingehend ein Fehler unterlaufen sein, wären ein offener Umgang und ein entsprechendes Eingeständnis sicher förderlicher für die allgemeine Akzeptanz.
Unter dem Strich stand allerdings frühzeitig und vorab fest, dass nur zwei Teams über den HVN-Pokal den DHB-Pokal erreichen werden. Die Enttäuschung liegt darin, unter anderem Kenntnisstand und Voraussetzungen in den Wettbewerb gegangen zu sein und nach Erreichen des eigens gesteckten Ziels schließlich zu erfahren, dass der damit verbunden geglaubte Erfolg, eine Teilnahme am DHB-Pokal, doch nicht einhergeht.
Die Mannschaft ist darüber schon sehr frustriert. Gleichwohl werden wir uns diesen neuen Gegebenheiten stellen und damit arbeiten.
Den Erfolg, das Final4 erreicht zu haben, kann uns keiner mehr nehmen. Auch darauf sind wir ein Stück weit stolz. Zudem haben wir auf dem Weg dorthin zwei Verbandsligisten geschlagen. Immerhin also hat uns der Wettbewerb bislang zur Standortbestimmung ein wenig weitergeholfen.
Sicherlich ist das ganz große Ziel nun doch nicht erreicht, abschreiben werden wir es allerdings nicht. Zumindest freuen wir uns auf interessante Erfahrungen in der Finalrunde des HVN-Pokals."



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