Talente der HSG Hanau gewinnen Silbermedaille

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Kurz vor Weihnachten durften sich die beiden Talente der HSG Hanau Jonas Schneider (16 Jahre) und Samuel Durrani (15 Jahre) beim DHB-Länderpokal 2017  in Berlin mit den Besten der Besten aus ganz Deutschland messen. Am Ende unterklagen die beiden B-Jugendspieler mit dem Team des hessischen Handballverbandes im Finale gegen die Auswahl aus Berlin knapp mit 25:30.

Dennoch war es für den HHV und die beiden HSG-Talente ein sehr erfolgreiches Turnier.
So schloss das HHV-Team die Vorrunde mit 6.2 Punkten ab (HHV - HV Württemberg 28:22, HHV - HV Saar 34:12, HHV - HV Schleswig-Holstein 26:17, HHV - HV Niederrhein 18:25), besiegte im Viertelfinale den HV Mittelrhein mit 29:21 und setzte sich im Halbfinale gegen den HV Sachsen ungefährdet mit 31:24 durch. Laut HHV-Coach Oliver Lücke zeigte die hessische Vertretung in allen Spielen eine sehr konzentrierte Leistung und überzeugte als Team. Nach der Rückkehr haben die beiden Jungs Einblick in ihr Handballleben gewährt.

Ihr habt ja viele Spieler aus ganz Deutschland in Berlin erlebt. Wie seht ihr euch da im persönlichen Vergleich? Wo seid ihr auf Augenhöhe und wo müsst ihr weiter an euch arbeiten?
Jonas: In Berlin waren 320 Spieler aus ganz Deutschland aus dem Jahrgang 2001 oder jünger. Ich habe selbst auch sehr viele Spiele gesehen und geschaut wie andere Jungs in meinem Alter Handball spielen. Ich habe auf jeden Fall bemerkt, dass ich daran arbeiten muss konstant auf 100 Prozent zu spielen. Dass ich mich jedes Spiel voll reinhänge und alles für das Team aber auch für mich selbst tue. Außerdem muss ich noch an meinem Sprungwurf arbeiten. Ich habe aber auch gemerkt, dass ich eine gutes Eins-zu-Eins-Spiel habe und dann die richtige Entscheidung treffe und selber werfe oder den Ball zu meinem Mitspieler spiele.

Samuel: Im persönlichen Vergleich mit den zahlreichen Auswahlspielern in Berlin konnte ich feststellen, dass ich in puncto Physis auf Augenhöhe bin, jedoch muss ich noch an Dingen arbeiten wie schnellere Entscheidungen zu treffen oder torgefährlicher zu sein.

Knapp eine Woche Berlin, beschreibt doch bitte mal den Ablauf der Woche. Gab es nur Spiele oder hab ihr auch was von der Stadt sehen können?
Jonas: Wir hatten an den Tagen fast immer einen identischen Ablauf. Wir sind morgens um ca. 8.30 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt. Anschließend sind wir mit unserem Bus in die Halle gefahren. Dort hatten wir dann zwei Spiele und auch Mittag- und Abendessen. Dann sind wir wieder zurück ins Hotel gefahren und hatten Zeit, uns zu regenerieren und uns auf die nächsten Spiele vorzubereiten.

Samuel: Um zur Halle zu fahren, musste man einen großen Teil von Berlin mit dem Bus durchqueren, dabei konnte man einen kleinen Einblick in die Stadt gewinnen. Allerdings hatten wir pro Tag zwei reguläre Spiele, so dass wir die ganze Zeit in der Halle waren. Die 320 Auswahlspieler wurden alle im selben Hotel untergebracht, so dass man einige Kontakte knüpfen konnte.

Was bedeutet der Erfolg in Berlin für euch persönlich?
Jonas: Die Silbermedaille bedeutet für mich sehr viel. Der Länderpokal ist der Abschluss von vier Jahren harter Arbeit mit der Hessenauswahl. Diese Jahre haben mir viel Spaß gemacht und ich konnte sehr viel mitnehmen. Diesen Erfolg kann uns keiner mehr nehmen, allerdings möchte ich mich jetzt nicht daran festhalten, sondern mich weiter auf die Saison konzentrieren, um mit Hanau auch solche Erfolge zu feiern.

Samuel: Es war eine tolle Erfahrung mit einer unvergesslichen Atmosphäre, die mich motiviert, weiterhin viel Zeit in den Handball zu investieren.

Jonas für dich ist jetzt die Zeit der Hessenauswahl vorbei, geht es für dich im Auswahlwesen weiter oder findet Training jetzt erstmal nur noch im Verein statt?
Jonas: Die Hessenauswahl ist jetzt vorbei. Ich trainiere aber noch montags bei Heiko Karrer im DHB-Stützpunkt. Dort kann ich sehr gut an meinen Schwächen arbeiten und kann sehr viel Neues mitnehmen.

Samuel du also,Jahrgang 2002, darfst ja nächstes Jahr nochmal zum Länderpokal mit deinem eigentlichen Jahrgang. Was nimmst du dir hierfür aus dem Turnier mit?
Samuel: Für den Länderpokal 2018 werde ich an meinen Schwachstellen arbeiten, so dass ich zusammen mit meiner Mannschaft Jahrgang 2002 die goldene Medaille holen kann.

Welche Ziele möchtet ihr mit der B-Jugend bei der HSG Hanau erreichen?
Jonas: Ich möchte mit Hanau unter die Top 2 kommen und somit um die Deutsche Meisterschaft spielen. Das wäre ein großer Erfolg, über den ich mich sehr freuen würde. Dort wäre dann nochmal die Möglichkeit sich auf nationaler Ebene zeigen zu können.

Samuel: Bei der HSG Hanau möchte ich mich weiterentwickeln und möglichst viele hochwertige Spiele gewinnen.

Wie seid ihr zum Handball gekommen? Und was hat euch zur HSG Hanau geführt?
Jonas: Meine ganze Familie hat Handball gespielt und ich habe schon sehr früh selbst Freude an der Sportart gefunden. Ich habe bei der HSG Erbach/Dorf-Erbach angefangen. Dort spielt zurzeit auch meine Schwester in der Damenmannschaft. Ich wollte immer so hoch spielen wie ich nur konnte, um mich mit anderen zu messen und so hat es mich diese Saison zur HSG Hanau in die Oberliga Hessen geführt.

Samuel: Durch meinen älteren Bruder bin ich mit 7 Jahren zum Handball gekommen. Der Wechsel zur HSG Hanau erfolgte vor knapp 2 Jahren, als ich leistungsorientierter spielen wollte.

Foto: Jonas Schneider (rechts) und Samuel Durrani

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