Ritschel und Roth verlassen Hüttenberg im Sommer

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Handball-Bundesligist TV Hüttenberg wird am Ende der Spielzeit 2017/18 zwei verdiente Spieler verabschieden. Sowohl Torhüter Matthias Ritschel, als auch Sebastian Roth werden die Mittelhessen im Sommer verlassen. Während Ritschel über ein Engagement im Ausland nachdenkt, will Roth seine Schuhe zunächst komplett an den Nagel hängen und ein Sabbatjahr vom Handballsport einlegen.

„Ritschi hat jetzt insgesamt neun Jahre bei uns gespielt und sich dabei immer vorbildlich verhalten“, lobt TVH-Geschäftsführer Lothar Weber den Kapitän der Blau-Weiß-Roten. „Er hat jetzt aber seine Lebenslage so ausgerichtet, dass es für mal an der Zeit für etwas anderes ist.“
„Die Entscheidung habe ich Ende der letzten Saison getroffen und den Verein bereits im Oktober informiert, damit sich anderweitig umgeschaut werden kann“, ergänzt Matthias Ritschel, der im Mai seine Masterthesis ablegen wird und sich dann neu orientieren will. „Ein großes Kapitel, welches dann für mich beim TV Hüttenberg zu Ende gehen wird. Aber daran verschwende ich noch keine Gedanken! Jetzt steht erst einmal der Klassenerhalt im Raum.“ Wohin es den Torhüter danach zieht, wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden.

Auch für Rückraumspieler Sebastian Roth geht im Sommer ein besonderer Abschnitt seiner Handballlaufbahn zu Ende. „Basti hat in den letzten drei Jahren bei uns an seinem Leistungslimit gespielt. Dass er irgendwann den Schritt machen wird, nicht mehr erste oder zweite Liga zu spielen, war uns klar“, so Weber. „Deshalb haben wir jetzt im Sommer einen gewissen Verjüngungsprozess innerhalb der Mannschaft einzuleiten.
„Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, denn momentan habe ich mit den Jungs super viel Spaß. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass mein Job und die Familie immer mehr darunter leiden“, meint Roth. „Ich will gerne beruflich noch eine Schippe drauflegen und das ist mit dem Profisport leider nicht vereinbar“, erklärt der 32-Jährige, der im Juli 2017 seine Freundin Katja geheiratet hat.

„Der TV Hüttenberg wird ein ganz besonderer Verein für mich bleiben. Der Weg den wir eingeschlagen haben, von der dritten in die ersten Liga dürfte immer das Highlight sein, auf welches ich nach meiner Karriere zurückblicken darf“, so Roth abschließend.
Den Klassenerhalt in der DKB Handball-Bundesliga mit dem Team zu schaffen, welches noch vor zwei Jahren in der 3. Liga spielte, wäre eine riesige Sensation. Da sind sich Ritschel und Roth einig.

TVH-Cheftrainer Emir Kurtagic: „Ich bedauere natürlich, dass die beiden ihre aktiven Karrieren jetzt bei uns beenden. Sie sind beide Führungsspieler, die in der Mannschaft wichtige Rollen übernommen haben. Sowohl im Mannschaftsrat als auch im sportlichen Teil. Aber im Leben stehen manchmal neue Abschnitte an und dafür wünsche ich ihnen nach der Saison alles Gute.“