Füchse stehen zum dritten Mal im WM-Finale

Foto: Foto-Laechler

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Die Füchse Berlin stehen zum dritten Mal in Folge im Finale der Klub-WM. In Doha schlug der Bundesligist den starken Gastgeber Al-Sadd mit 30:23 (16:13) und spielt am Montag um den Titel. Drago Vukovic feierte nach acht Monaten sein Comeback.

Als die Sirene ertönte, lagen sich die Füchse-Profis in den Armen. Nach 2015 und 2016 stehen die Berliner Handballer zum dritten Mal im Endspiel des Super Globe. Geschäftsführer Bob Hanning: „Unfassbar, dass wir zum dritten Mal in Folge ein Finale spielen dürfen. Ich hoffe, dass die Kräfte reichen, um noch mal ein ganz großes Spiel hinzulegen."

Am Montag (18 Uhr, MEZ) wartet in der Duhail Sports Hall in Doha der FC Barcelona. Der mehrfache Europapokalsieger schlug im zweiten Halbfinale Champions-League-Sieger Vardar Skopje mit 32:29. „Barcelona ist eine Weltklasse-Mannschaft", sagt Füchse-Trainer Velimir Petkovic, „aber in einem Spiel ist alles möglich. Das wissen auch unsere Jungs. Wir wollen zum dritten Mal diesen Titel!"

Die Berliner legten einen Blitzstart hin, führten nach sechs Minuten schon mit 3:0. Waren die Berliner beim Auftaktspiel gegen Pan-Amerikameister EC Pinheiros (33:31) in Angriff und Abwehr teilweise noch zu unkonzentriert, lief es diesmal besser. Der starke Nacho Jimenez und Rechtsaußen Hans Lindberg brachten den Bundesligisten mit ihren Treffern nach zehn Minuten mit 5:2 in Front.

Dann riss allerdings für eine kurze Phase der Faden. Es schlichen sich Fehler im Spielaufbau und Unkonzentriertheiten in der Deckung ein. Folglich gerieten die Berliner sogar mit 7:8 in Rückstand. Trainer Velimir Petkovic drückte beim Stand von 9:9 den roten Knopf, was bei diesem Turnier gleichbedeutend mit der Grünen Karte ist und eine Time-Out-Situation auslöst. „Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie ruhiger spielen sollen und die Angriffe konzentriert zu Ende spielen sollen." Das klappte folglich wieder besser, schließlich brachten der überragende Lindberg und Jakov Gojun (s. Foto) die Füchse mit 10:9 und 11:9 in Führung. Zur Pause stand es 16:13.

Nach dem Seitenwechsel legte das Petkovic-Team noch einmal eine Schippe drauf. Im Tor wurde Silvio Heinevetter immer besser und fischte einige wichtige Bälle weg, zudem landeten vorne die Bälle im Netz. Das führte zu einem komfortablen 23:18-Vorsprung (46.). Über die Stationen 26:19 (51.) und 29:22 (57.) zogen die Berliner letztlich souverän ins Endspiel ein. Die beiden Eigengewächse Kevin Struck und Tim Matthes, der sein erstes Weltpokal-Tor erzielte, glänzten bei diesem Auftritt.

Am Sonntag steht für die Füchse ein Regenerations-Tag an, ehe es am Montag im Finale gegen den FC Barcelona um die erneute Titelverteidigung geht. „Wenn man in einem Finale steht, will man das auch gewinnen", sagt Sportkoordinator Volker Zerbe.

Die Berliner haben gleich doppelten Grund zur Freude. Schließlich feierte Drago Vukovic nach acht Monaten sein Comeback. Passend dazu betrat der Kroate in der achten Minute das Parkett und war nach Spielende überglücklich: „So habe ich mir meine Rückkehr vorgestellt. Wir sind ins Finale eingezogen, besser geht es kaum. Es war ein schönes Gefühl, endlich wieder zu spielen. Das können wir jetzt mit dem Titel krönen."

Spielfilm: 3:0 (6.), 5:2 (10.), 5:4 (12.), 7:7 (17.), 7:8 (8.), 9:9 (21.), 11:9 (23.), 16:13 (30.), 20:16 (37.), 22:16 (40.), 27:20 (52.) 29:22 (57.)

 

Statistik: Heinevetter, Stochl – Wiede (2), Vukovic, Struck (3), Gojun (1), Nenadic, Jimenez (5), Lindberg (8), Zachrisson (1), Fäth (4), Simak, Schmidt (1), Matthes (1), Kopljar (4)