Packendes Remis zum EM-Start

Foto: Heinz Zaunbrecher

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Welch‘ eine Dramatik zum Start der U20-Europameisterschaft: Für die deutschen Junioren wiederholte sich in ihrem EM-Auftaktspiel im slowenischen Celje die Geschichte aus dem letzten Testspiel:

Vergangenen Samstag trennte sich die Mannschaft des Trainerduos André Haber und Klaus-Dieter Petersen beim Turnier in Dänemark 31:31 von Schweden, am Donnerstagmittag gab es gegen den gleichen Gegner ein 22:22 (13:12). Dabei hatte die DHB-Auswahl zwei Minuten vor Ende noch 22:20 in Front gelegen, der schwedische Ausgleichstreffer fiel fünf Sekunden vor dem Ende und nachdem Mattis Michel mit einem Siebenmeter gescheitert war.

„Wir hatten die Chance, das Spiel zu gewinnen, haben am Ende gegen einen starken schwedischen Torwart aber zu viele Chancen vergeben“, sagte André Haber, dessen Bilanz des ersten EM-Spiels seiner Amtszeit aber nicht negativ ausfiel: „Es war ein sehr wechselhaftes Spiel, in dem beide Mannschaften auf einem ähnlichen Niveau gespielt haben. Wir hatten einen sehr guter Start, kamen dann aber nicht gut aus der Halbzeit. In den letzten 20 Minuten haben wir nur wenige Gegentore kassiert, das war gut, aber wir haben zu viele Chancen vergeben, nachdem wir zwischenzeitlich im sieben-gegen-sechs sehr gut angegriffen hatten.“

Dank des hervorragend aufgelegten Torwarts Janis Boieck (s. Foto links) legte die DHB-Auswahl einen Traumstart hin, führte 3:0, ehe die Schweden erst nach vier Minuten zu ihrem ersten Treffer kamen. Doch dann hatten die Skandinavier einen Lauf und gingen nach zehn Minuten mit 5:4 in Führung. Haber nahm eine Auszeit - und sein Team hatte den Rhythmus vor allem in der Abwehr wieder gefunden - was der Zwischenstand von 10:6 nach 20 Minuten eindeutig belegt. Doch die Schweden ließen sich nicht abschütteln, sondern kämpften sich zur Pause wieder auf 12:13 heran.

Nach dem Seitenwechsel vergaben die Deutschen zu viele Würfe, auch weil Schwedens Torwart Mans Langren sich steigerte, das Drei-Kronen-Team setzte sich erstmals ab und lag nach 40 Minuten mit 17:14 vorne. Doch dieser Treffer war der Weckruf für die DHB-Auswahl, die nun wieder konsequent verteidigte und sich die bietenden Chancen dank eines zusätzlichen Feldspielers eiskalt nutzte. In ihrer stärksten Phase legten die Deutschen eine 5:0-Serie zum 19:17 aufs Parkett - der schwedische Trainer Jerry Hallbäck fand in seiner folgenden Auszeit aber die richtigen Worte, denn beim 20:20 erneut glich sein Team erneut aus.

Nachdem die DHB-Mannschaft auf 21:20 erhöht hatte, gelang beiden Teams in einer hektischen und dramatischen Schlussphase über fünf Minuten kein Tor mehr. Schließlich war es der als bester Spieler der Partie ausgezeichnete Hendrik Schreiber von der HSG Wetzlar, der zwei Minuten vor Schluss mit seinem achten Treffer das 22:20 erzielte. Die Messe war allerdings immer noch nicht gelesen, zunächst traf Schweden in Überzahl ins leere Tor, dann führte der letzte Angriff fünf Sekunden vor Schluss zum Ausgleich für die Skandinavier. Deren Trikots waren übrigens auf der Reise nach Slowenien verloren gegangen, deswegen liefen die Schweden in blauen T-Shirts auf.

Bereits am morgigen Freitag steht um 13 Uhr für die deutsche Mannschaft das zweite Vorrundenspiel der Gruppe A gegen Rumänien auf dem Programm, am Sonntag geht es schließlich gegen Island. „Nach dem heutigen Remis wollen wir morgen unseren ersten Sieg, ganz klar. Wir werden Rumänien in der Partie gegen Island beobachten und uns intensiv vorbereiten, um zu gewinnen“, sagte Haber. Alle Partie werden als Livestream unter www.dhb.de/m20live  übertragen.

Deutschland - Schweden in Celje: 22:22 (13:12)

Deutschland: Janis Boieck (TSV Bayer Dormagen), Leon Mehler (HC Empor Rostock); Luca Witzke (TUSEM Essen/2), Dimitri Ignatow (MT Melsungen), Fin Backs (MT Melsungen), Tim Matthes (Füchse Berlin/3), Janik Schrader (VfL Bad Schwartau), Lukas Stutzke (TSV Bayer Dormagen/4), Lukas Kister (TSV GWD Minden), Justin Kurch (SC Magdeburg), Joshua Thiele (TSV Burgdorf), Jannek Klein (FC Barcelona/2), Hendrik Schreiber (HSG Wetzlar/8), Mattis Michel (TuS Ferndorf/3), Frederik Simak (Füchse Berlin), Max Neuhaus (SC Magdeburg)

Bester Werfer Schweden: Andreas Windahl (6) - Schiedsrichter: Konjicanin/Konjicanin (Bosnien-Herzegowina) - Zeitstrafen: Deutschland 8 Minuten (Thiele/4, Stutzke, Witzke)/Schweden: 8 Minuten - Siebenmeter: Deutschland: 5/4 - Schweden 4/3

Die EM-Spiele der deutschen Vorrundengruppe A:

Donnerstag, 19. Juli:

13 Uhr: Deutschland - Schweden 22:22 (13:12)

15 Uhr: Island - Rumänien

Freitag, 20. Juli:

13 Uhr: Deutschland - Rumänien

15 Uhr: Schweden - Island

Sonntag, 22. Juli:

13 Uhr: Deutschland - Island

15 Uhr: Schweden - Rumänien

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