Gegner und Ziele der DHB-Auswahl bei U18 EM

Foto: Lächler

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Die Arena im kroatischen Varazdin ruft bei deutschen Handballfans nicht unbedingt die besten Erinnerungen hervor, zumindest nicht, wenn man an den letzten Auftritt einer DHB-Mannschaft in dieser Halle zurückdenkt:

Mit 27:31 verloren die DHB-Männer am 24. Januar 2018 ihr finales EM-Hauptrundenspiel gegen den späteren Europameister Spanien und verpassten so das Halbfinale. Nun haben es die deutschen U18-Nationalspieler in der Hand, in Varazdin (und später auch Koprivnica) für Furore zu sorgen – unter anderem auch gegen Spanien.

Am heutigen Mittwoch ist die Mannschaft von Erik Wudtke und Alexander Koke nach Kroatien aufgebrochen, am Donnerstag steht das erste Spiel der Vorrundengruppe A gegen Russland an, am Freitag geht es gegen Ungarn und am Sonntag gegen besagte Spanier. „Die Russen stellen eine körperlich sehr robuste Mannschaft mit einem starken Spielmacher, und sie gehen ein sehr hohes Tempo“, blickt Wudtke auf den ersten Gegner voraus. Bei den Ungarn lobt der Jugend-Bundestrainer vor allem „die individuell technisch sehr stark ausgebildeten Spieler“, bei den Spaniern „müssen wir die aggressive 5:1-Deckung knacken, wenn wir erfolgreich sein wollen. Zudem verfügen die Spanier über einen sehr starken rechten Rückraum“, weiß Wudtke.

Generell sei die Gruppe A ein „Hammer“, sagt der Bundestrainer – aber: „Das Teilnehmerfeld bei einer Europameisterschaft ist immer sehr eng zusammen. Du kannst dir keinen Ausrutscher erlauben. Wir gehen das Turnier Schritt für Schritt an und peilen zunächst die Qualifikation für die Hauptrunde an. Dann sehen wir weiter – diese Denkweise haben auch die Spieler ganz klar verinnerlicht.“

Die jeweils besten zwei Teams jeder der vier Vorrundengruppen ziehen in die Hauptrunde ein. Im Falle des Weiterkommens warten aus Gruppe D wahlweise Slowenien, Island, Schweden und Polen auf die DHB-Auswahl. „Auch das wird nicht einfach“, sagt Wudtke. Traumziel der Mannschaft, die 2017 die Mittelmeerspiele in Paris und das European Youth Olympic Festival im ungarischen Györ gewann, ist eine Medaille. Das wird aber nicht einfach, weiß Wudtke: „Die anderen Mannschaften haben sich entwickelt. Von unseren Turniersiegen im Vorjahr können wir uns nichts kaufen, es geht bei Null los.“

Das sieht Spielmacher Juri Knorr, der nach der EM aus Bad Schwartau zu seinem neuen Klub FC Barcelona umziehen wird, ähnlich: „Wir haben eine schwere Gruppe. Gegen die Ungarn haben wir uns in Györ schon eine heiße Schlacht geliefert, Spanien ist der große Gradmesser für den Rest des Turniers und ein klassisches 50:50-Spiel und Russland ein bisschen die große Unbekannte. Generell sind das alles Gegner auf einem Topniveau – und im Falle des Weiterkommens geht es genauso in der Hauptrunde weiter.“

Dass speziell die Halle in Koprivnica als gutes Omen zu sehen sei, weil die vorherige U18 vor zwei Jahren dort EM-Bronze gewonnen hat, ist für Knorr ein bisschen weit hergeholt: „Ich hatte das Turnier damals auch als Livestream verfolgt - und eine Medaille wollen wir auch gewinnen. Aber das sind auch schon alle Parallelen“ Knorr gibt allerdings seinem Trainer Recht, und geht ebenfalls davon aus, dass die Konkurrenz sich erheblich weiterentwickelt hat.

Die Vorrundenspiele der deutschen U18 bei der EM in Kroatien (alle in Varazdin):

Donnerstag, 9. August, 18.30 Uhr:
Deutschland - Russland

Freitag, 10. August, 18.30 Uhr:
Deutschland - Ungarn

Sonntag, 12. August, 18.30 Uhr:
Deutschland - Spanien

Alle EM-Spiele aus Kroatien werden als Livestream unter www.ehfTV.com zu sehen sein, der Link für die deutschen Spiele ist dhb.de/u18mlive.

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