Ein Sieg, der sich richtig gut anfühlt

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Oberliga allgemein
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Stehende Ovationen für die Handballer des OHV Aurich in den letzten eineinhalb Spielminuten: Die hat es schon lange nicht mehr gegeben. Aber die Mannschaft hatte die fast 1000 Fans mit ihrem Auftritt im Spitzenspiel der Oberliga am Sonntagabend gegen den ATSV Habenhausen mitge-rissen.

Vor allem mit ihrer Leistung in der zweiten Halbzeit. Am Ende stand ein ungefährdeter 34:25-Sieg. Danach hatte es in der ersten Halbzeit allerdings noch nicht ausgesehen.

„Das war der erhoffte Befreiungsschlag“, sagte OHV-Trainer Arek Blacha erleichtert. Gut, die beiden Spiele zuvor hatten die Auricher auch gewon-nen. Da war aber vieles noch Kampf und Krampf gewesen. Diesmal fühlte sich der Sieg deutlich besser an. „Man hat gesehen, die Mannschaft hat sich zusammengetan“, so Blacha. Speziell in der zweiten Halbzeit und dort dann ganz besonders in der Abwehr.

In den ersten neun Minuten nach Wiederbeginn ließen die Auricher kein Tor zu. Bis sechs Minuten vor Schluss waren es lediglich fünf, die sie hinnehmen mussten. Großen Anteil daran hatte Frederik Möhlmann, der ab der 29. Minute im Tor des OHV stand. Wenn die Habenhausener nicht schon an der Auricher Defensive gescheitert waren, verzweifelten sie spätestens am Auricher Schlussmann. „Er hat ein Superspiel gemacht“, sagte Blacha.

Obwohl der Sieg das Ergebnis einer mannschaftlich insgesamt starken Leistung war, verdienten sich in dem Team neben Möhlmann Jonas Schweigart und Kreisläufer Jannes Hertlein Bestnoten. „Es lief einfach gut“, freute sich Schweigart. Gleich die erste Aktion habe gepasst. Die Auricher ließen den Ball laufen, spielten sehr variabel. „Wir haben den Gegner, glaube ich, immer wieder vor neue Aufgaben gestellt“, sagte Schweigart.

In der ersten Halbzeit machten sich die Auricher allerdings selber immer wieder das Handball-Leben schwer. Sie schafften es mehrmals, sich mit bis zu drei Toren abzusetzen. Mit Eigenfehlern brachten sie sich jedoch jedes Mal wieder um einen möglichen, noch deutlicheren Vorsprung. Stattdessen gelang es dem Gegner wiederholt, aufzuschließen. Und dann war es vor allem der torgefährliche Rückraumspieler Mirco Wähmann, der die Auricher ärgerte und bis zur Halbzeit fünfmal traf.

Mit einem knappen 14:13 für den OHV ging es in die Pause. Was die Auricher dann zeigten, war beeindruckend. In der Defensive schnell auf den Beinen belohnten sie sich im Angriff für die Abwehrarbeit. Entweder erspielten sie sich ihre Tore oder machten sie über Tempohandball. Und im Gegensatz zu den vorherigen Spielen leisteten sie sich wenig technische Fehler und nutzten ihre Torchancen. „Dann kommst du in einen Rausch“, sagte Schweigart. Dazu trugen die mit Klatschpappen ausgestatteten Fans ihren Teil bei.

Entnervt mussten die Habenhausener feststellen, dass sie an diesem Tag gegen den OHV keine Chance hatten. Auch deshalb, weil Mirco Wähmann erst wieder seine Torgefahr entfalten konnte, als das Spiel entschieden war. Die Gäste versuchten es mit verschiedenen Abwehr-varianten, in der 50. Minute sogar mit einer doppelten Manndeckung. Sie hatten in der 48. Minute den Torwart gewechselt. Alles vergeblich. Die Auricher hatten auf alles eine Antwort. Und dann landet auch solch ein Ball im Tor wie der in der 55. Minute nach einem Wurf von Wilke de Buhr, der zunächst an den Innenpfosten gesprungen war.

Wie befreiend dieser Sieg wirkte, zeigten die Spieler mit dem Schlusspfiff, als sie erstmals in dieser Saison zum Jubelkreis zusammenstürmten. Nach den beiden zuvor gewonnenen Spielen war ihnen danach nicht zumute gewesen.

„Wir haben einen großen Mitfavoriten auf die Meisterschaft geschlagen“, sagte Blacha stolz.

Nach dem dritten Spieltag sind jetzt nur noch zwei Teams ohne Minuspunkte. Der VfL Fredenbeck und der OHV, der aufgrund des Torverhältnisses die Tabelle anführt.

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MTV Groß Lafferde - SG VfL Wittingen/Stöcken 0 : 0
15.12.2018 19:30
Oberliga Niedersachsen, 13.Spieltag
  
HSG Nienburg - TUS Vinnhorst 0 : 0
  
HSG Plesse-Hardenberg - TG Münden 0 : 0
15.12.2018 19:45
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Letzte Aktualisierung: 14.12.2018 16:56:11
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