Das rettende Ufer ist jetzt in weite Ferne gerückt
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- Kategorie: 3.Liga Nord
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19 Dez 2011
- Geschrieben von Flensborg Avis Online
Der DHK verlor das Kellerduell gegen die SG Achim/Baden mit 28:29.
von Marc Peetz
In der Kür geglänzt, aber anschließend bei der Pflicht versagt. Wurde der DHK Flensborg nach der knappen Niederlage gegen den HF Springe noch aufgrund einer starken Leistung mit Lob überschüttet, so blieb sie diese ihrem eigenen Publikum am späten Sonnabend-Nachmittag in der Idrætshalle weitestgehend schuldig.
Mit 28:29 (13:18) verlor die Mannschaft von Trainer Volker Paul gegen den direkten Konkurrenten gegen den Abstieg, der SG Achim/Baden nicht nur zwei eminent wichtige Punkte, sondern präsentierte sich auch phasenweise wie ein Absteiger.
Viel vorgenommen
In der Deckung zu passiv und im Angriff nicht durchschlagskräftig genug. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Paul auch nach der Partie.
»Wir hatten uns vor dem Spiel vor allem in Bezug auf die Deckungsarbeit viel vorgenommen. Leider haben wir nichts davon umgesetzt im ersten Durchgang«, so der DHK-Trainer. In der Tat stand seine Deckung oftmals zu passiv am eigenen Kreis und ließ einfache Tore sowohl aus dem Rückraum als auch vom Kreis zu. Dabei spielte der Gast alles andere als spektakulär. Einfache Spielzüge und entsprechend wenige technische Fehler reichten, um den DHK in Schach zu halten.
»Wir wussten, wie Achim spielt. Entsprechend haben sie uns auch nicht überrascht. Aber wir haben zu ängstlich und zu passiv gespielt und nichts von den guten Trainingseindrücken mit in die Partie nehmen können«, meinte Paul.
Zu Beginn konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Doch nach rund einer Viertelstunde wurde das Spiel der Flensburger kopfloser, wodurch die Gäste zu vielen einfachen Treffern kamen und bis zur 29 Minute auf 18:11 davonzogen. Im Grunde schon so etwas wie eine kleine Vorentscheidung.
Partie gedreht
Allerdings steht auch die SG Achim/Baden nicht ohne Grund im Tabellenkeller. Das wurde dann in der Folgezeit deutlich, denn noch vor der Pause verkürzte DHK auf 13:18, um dann nach dem Seitenwechsel den Gegner in den ersten neun Minuten förmlich an die Wand zu spielen. Die Hausherren spielten sich in einen Rausch und drehten die Partie.
Beim 20:18 schien es, als würde der DHK die Begegnung und den Gegner in den Griff zu bekommen.
Doch statt jetzt ruhig weiter zu spielen, drückte der DHK weiter aufs Tempo und leistete sich unnötige Fehler. Erschwerend kam hinzu, dass auch die Unparteiischen sich nun immer öfter in den Mittelpunkt rückten. Gestenreich und oftmals in einen überflüssigen aggressiven Ton versuchten sie ihren Entscheidungen Nachdruck zu verleihen. Dadurch glitt ihnen die Partie immer mehr aus den Händen, wodurch die Hektik auf dem Feld immer größer wurde.
Vor allem der DHK fühlte sich immer wieder benachteiligt. Fast ratlos blickten die Flensburger immer wieder nach draußen zur Bank. Phasenweise verständlich, denn eine klare Linie war seitens der Unparteiischen oftmals nicht zu erkennen.
»Dagegen kannst du am Ende natürlich nicht ankämpfen«, wusste auch Paul, der mit ansehen musste, wie zunächst Tim Steffensen binnen neun Minuten drei Strafzeiten kassierte und dann auch Jan Molsen nach seiner dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde.
Sind die Flensburger spielerisch vielleicht zu schwach, um in der Liga zu bestehen, so kann man der Mannschaft von kämpferischer Seite her keinen Vorwurf machen. Denn zwei Minuten vor dem Ende führte der Gast 29:25 und schien schon wie der sichere Sieger. Doch der DHK gab nicht auf. Torsten Jansen sorgte mit zwei schnellen Treffern noch mal für Spannung und zwang die Gäste zu einer Auszeit. Die brachte wenig ein, denn Lasse Johannsen erzielte kurz darauf sogar den 28:29-Anschluss. Einen Gegenstoß hätte den Ausgleich bringen können, doch den stoppten die Gäste. »Am Ende fehlte uns vielleicht auch ein wenig das Quentschen Glück«, meinte Paul dann.
»Natürlich war es am Ende schwer für meine Mannschaft, auch gegen die Unparteiischen zu spielen. Aber in erste Linie haben wir uns die Niederlage selbst zu zu schreiben. Verloren haben wir die Partie im ersten Durchgang«, so Paul.
DHK Flensborg: Peters, Dobratz - Jansen 5, Johannsen 4, Römpke 9/3, Ehlers, Steffensen, Sievers, Molsen 4, Bath 3, Stotz 1, Best 2.
SG Achim/Baden: Blum, Thalmann - Block-Osmers 4, Doormann 1, Katz 5, Freese 9/2, Denker 8/3, Pansing, Zschorlich, Stoick 1.
Schiedsrichter: Isler / Stockfleth (Norderstedt/ Lüneburg).
Zuschauer: 250.




