EM-Tag 9: Skandinavier unterliegen

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Europameisterschaft
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Am heutigenTag der EM 2018 kam es zu weiteren Spielen der Hauptrundengruppe 1. Dabei waren beide skandinavischen Teams gefragt. Frankreich und Schweden wollten ebenso wie Kroatien und Norwegen die Weichen fürs Halbfinale stellen

Schweden - Frankreich 17:23  (8:10)

Das Nachmittagsspiel Schweden gegen Frankreich wurde mit Spannung erwartet, trafen doch hier 2 Mannschaften mit jeweils 4:0 Punkten aufeinander. Frankreich begann, anders als in den Vorrundenspielen, mit Karabatic, Mahe, Sorhaindo und Gerard im Tor. Letzterer setzte die ersten Akzente und war für die Franzosen in Zusammenarbeit mit der kräftig zupackenden Deckung ein großer Rückhalt. Bei den Schweden gab es aufstellungsmäßig keine großen Überraschungen, Appelgren stand im Tor. Auch die Schweden spielten in der Deckung aufmerksam und flink. Aber leider gelang ihnen im Angriff in den ersten Minuten nicht viel, so daß Frankreich mit 2:5 (15.) in Front lag. Auch nach 21 Minuten hatte eine deutliche Führung für die Franzosen (5:9) Bestand, weil die Schweden im Angriff zu viele Fehler produzierten und Gerard im eigenen Tor ausgezeichnet hielt. Kurz nachdem er zum ersten Mal in diesem Spiel auflief, erhielt L. Karabatic wegen eines Schlages ins Gesicht seines Gegenspielers eine rote Karte, deren Vergabe nicht zwingend war und mit einer Zeitstrafe genug geahndet gewesen wäre. Die Schweden kamen danach besser ins Spiel, Appelgren wurde zum Faktor und der französische Angriff spielte auch nicht mehr so überzeugend. N. Karabatic übernahm mehr den Part der Ballverteilung und war wie im gesamten bisherigen Verlauf der EM  nicht mehr als großer Torschütze in Aktion. In der 27. Minute netzte Ekberg zum 8:9 Anschluß ein. Bis zur Pause fiel nur noch das 8:10 zum Halbzeitstand.

Es war ein spannendes kampfbetontes Spiel, das aber spielerisch nicht 100%-tig überzeugte. Die Schweden begannen im 2. Abschnitt mit einem Fehler im Angriff, konnten den Gegenangriff aber abwehren und direkt wieder den Anschluß erzielen. In den folgenden Minuten verflachte das Angriffsspiel auf beiden Seiten weiter. Die technischen Fehler beider Teams und die Anzahl der Torwartparaden nahmen zu. In der 41. Minute erzielte Nilsson das 12:12. Aber Schweden schaffte keine Überraschung mehr. Kurz vor der 50. Minute beim Stand von13:15 verdaddelten die Schweden einige Chancen bzw. scheiterten an Gerard. Daß das Team überhaupt in Reichweite blieb, hatte es Appelgren zu verdanken. In der 52. Minute erzielte N. Karabatic (1.Tor) zum ersten Mal einen 4-Tore-Vorsprung. Das war die Entscheidung. In den verbleibenden Minuten ließen es die Franzosen langsamer angehen und den Schweden fiel nicht mehr viel ein. Außerdem sahen die Männer aus dem Norden mutlos und platt aus. So wurde es zum Ende des Spieles noch deutlich.
Es war das Spiel zweier Deckungsreihen, die, incl. Torhüter, gut im Saft standen. Spielerisch war das Match keine Offenbarung, die Franzosen gewannen letztendlich nur, weil sie sich weniger Fehler im Angriff leisteten und zum Spielende mehr Kraftreserven hatten.

Zeitstrafen: Schweden: 4x    Frankreich: 3x

Spielfilm: 0:1; 1:4; 2:5; 4:8 (20.); 5:9; 8:9; 8:10 - HZ - 9:10; 12:12;12:14 (45.); 14:17 (50.); 14:20 (55.); 16:23; 17:23  - Ende

 

Kroatien – Norwegen 32 : 28 (17:15)

Im Abendspiel standen sich Kroatien und Norwegen gegenüber. Die Frage war, inwieweit die Gastgeber der EM das schlechte Spiel gegen die Weißrussen weggesteckt hatte und wieweit die Norweger mit der Atmosphäre in der Halle klar kommen würden. Der erste Angriff der Norweger ging daneben und Kroatien mit 1:0 in Führung. Nach 3 Minuten und weiteren 2 vergebenen Angriffen lag der Gastgeber mit 3:0 in Front. Der Motor der Skandinavier lief nicht rund, so daß es in der 9. Minute 6:3 stand. Die Norweger führten nicht einmal in der 1.Halbzeit, was zum einen am kroatischen Torwart Stevanovic und zum anderen an der schlechten Chancenverwertung der Nordmänner lag. Irgendwie kam das Team aus Norwegen nicht mit der schnellen und agilen Spielweise der Jungs vom Balkan zurecht. Außerdem machte sich der Eindruck breit, daß Sagosen & Co sich doch von der lautstarken Kulisse in der Halle beeindrucken ließen. Myrhol brauchte ungewohnte 4 Versuche, um endlich vom Kreis einzunetzen. Wenn dann die Skandinavier einen freien Konter liefen, scheiterten sie oft an Stevanovic. Gegen Ende der Halbzeit wechselte Trainer Berge den Keeper, ohne daß die Dominanz des kroatischen Torwarts aufhörte. Allerdings ließen sich die Norweger nicht entmutigen und hielten den Rückstand zur Pause in Grenzen (17:15). Es stand die Frage, ob die Kroaten dieses Tempo durchhalten würden.

Mit Beginn der 2. Hälfte bis zur 37. Minute verkürzten die Norweger, um gleich wieder die 2-Tore-Führung der Kroaten hinzunehmen. Das lag vor allen Dingen daran, daß der Torwart auf norwegischer Seite nicht die gewohnte Leistung zeigte und erst in der 48. Minute gewechselt wurde. Ab der 43. Minute (24:20) schien das Spiel vorentschieden, weil die Norweger vor dem gegnerischen Tor zu viele Fehler begingen. Die Kroaten spielten weiter geschickt und clever, ohne zu ermüden. Das Hauptmanko war aber in dieser Phase die fehlende Torhüterleistung. Im Angriff funktionierte das Spiel der Norweger halbwegs. Aber jedes selbst erzielte Tor wurde durch eines der Kroaten beantwortet. Damit war die Entscheidung zu Gunsten der Kroaten gefallen, die in diesem Spiel auch kämpferisch und spielerisch besser waren. Ganz Kroatien fiebert jetzt dem Entscheidungsspiel gegen Frankreich entgegen.

Siebenmeter: Kroatien: 4/4   Norwegen: 2/2

Zeitstrafen:     Kroatien: 5     Norwegen: 3

Spielfilm: 1:0; 3:0; 6:3; 8:4; 10:6, 10:7 (17.); 12:10; 14:11; 17:15 - HZ - 17:16; 19:18; 21:19 (37.); 23:20 (41.); 24:20; 27:24; 30:26; 32:28 - Ende

Foto: Christian Berge - Trainer von Norwegen

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24.02.2018 16:00
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Letzte Aktualisierung: 20.02.2018 14:46:00
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