Der Traum von Köln lebt noch

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Pokal international
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Die SG Flensburg-Handewitt musste sich im Viertelfinale der VELUX EHF Champions League gegen Montpellier HB mit einem 28:28 (17:15) be-gnügen. Dennoch darf sie weiter auf den zweiten Einzug in die Endrunde von Köln hoffen. Das Rückspiel in Südfrankreich wird am Sonntag, 29. April, um 19 Uhr in Südfrankreich angepfiffen.

„Oleole, super Flensburg, super Flensburg-Handewitt!“ Auf der Nordtribüne herrschte schon vor dem Anpfiff beste Stimmung. Es kribbelte im Rund vor diesem bedeutungsvollen Spiel. Jim Gottfridsson und Rasmus Lauge kurbelten den Angriff an. Holger Glandorf stach durch und traf zum ersten Mal. Der Linkshänder war heiß wie Frettenfett, stachelte mit emotionalen Gesten alle noch weiter an.

Eine frühe Zeitstrafe gegen Henrik Toft Hansen erwies sich als teuer. Zwei Mal landete der Ball im verwaisten Gehäuse der SG. Diego Simonet erhöhte für Montpellier auf 2:4. Die SG ging nun mit einer kleinen Hypothek durch die nächste Phase dieser intensiven Partie. Die Zuschauer standen wie ein Mann hinter ihren Jungs, peitschten sie nach vorn. Zwei Gegenstöße saßen: Jim Gottfridsson glich zum 6:6 aus.
Der französische Tabellenführer hatte mit Vincent Gerard einen Klasse-Schlussmann im Kasten. Die SG Schützen stöhnten das eine oder andere Mal und sahen sich wieder mit einem Zwei-Tore-Rückstand konfrontiert. Die Hausherren konnten zum Glück auf ihren schwedischen Altmeister setzen. Mattias Andersson parierte gegen Kreisläufer Ludovic Fabregas. Blitzschnell ging es in die andere Richtung. Lasse Svan kam über den rechten Flügel und markierte das 11:11. Dem dänischen Rechtsaußen war es auch vergönnt, mit dem 13:12 die erste Führung seit der unmittelbaren Anfangsphase zu erzielen. Der Jubel-Okan fegte durch die „Hölle Nord“, MHB-Coach Patrice Canayer trommelte seine Truppe zu einer kurzen Besprechung zusammen.

Die SG hatte nun aber Oberwasser. Rasmus Lauge aus der zweiten Reihe und Anders Zachariassen vom Kreis warfen ein 17:15 heraus. Mattias Andersson hielt den letzten Wurf der ersten Halbzeit von Melvyn Richardson. Die Fans begleiteten ihre Lieblinge mit viel Beifall in die Kabine.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs rauften sich die Zuschauer die Haare. Rasmus Lauge scheiterte mit einem Siebenmeter an Vincent Gerhard, und Lasse Svan scheiterte mit einem Gegenstoß am französischen Keeper, eher ihn mit einem Heber überwand. Dennoch war es vorerst vorbei mit der SG Herrlichkeit. Montpellier konterte und führte plötzlich mit 20:23. Die Unterstützung von den Rängen tat gut, die SG berappelte sich wieder. Thomas Mogensen mischte nun mit. Ein Gegenstoß über Magnus Röd brachte das 23:24, Jim Gottfridsson erzielte das 24:25. Hampus Wanne setzte einen Strafwurf in die Maschen. Ausgleich! „Einmal Flensburg, immer Flensburg“, skandierten die Ränge.

Rasmus Lauge kehrte zur Schlussphase zurück, für die sich Maik Machulla etwas Besonderes ausgedacht hatte: Er schickte Jacob Heinl als zweiten Kreisläufer neben Henrik Toft Hansen ins Rennen. Das SG Urgestein riss eine Lücke, die Holger Glandorf zum 27:27 nutzte. Montpellier ging wieder in Führung und eroberte den Ball. Tollkühn wehrte Mattias Andersson den Konter ab. Der zwischenzeitlich eingewechselte Marius Steinhauser zwirbelte den Ball zum 28:28 ins Netz. Der Gast leistete sich 25 Sekunden vor Ultimo ein Stürmerfoul, doch eine gute Wurfmöglichkeit bot sich nicht mehr. Rasmus Lauge zog den Ball aus eher ungünstiger Situation deutlich über die Latte. Aufmunternder Beifall von den Rängen. Es ist Halbzeit, am Mittelmeer geht es in elf Tagen wieder bei 0:0 los.

SG Flensburg-Handewitt – Montpellier HB 28:28 (17:15)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (15 Paraden), Møller (bei zwei 7m) – Karlsson, Glandorf (4), Mogensen, Svan (5), Wanne (5), Steinhauser (1), Heinl, Zachariassen (2), Toft Hansen (2), Gottfridsson (3), Lauge (5), Mahé, Rød (1)

Montpellier HB: Gérard (14/1 Paraden) – Simonet (), Caussé (), Truchanovičius (), Toumi (), Grébille (), Guigou (), Richardson (), Kavtičnik (), Bonnefond (), Fabregas (), Porte (), Bingo (), Afgour (), Soussi (), Mamdouh ()

Schiedsrichter: Gubica/Milosevic (Kroatien);

Zuschauer: 5000

Spielverlauf: 1:0, 2:1, 2:4, 3:5 , 6:6 (11.), 6:7, 7:8, 9:10 (18.), 11:11 (22.), 11:12, 13:12 (24.), 14:13, 15:14, 17:15 (HZ), 19:17 (36.), 19:19 (38.),20:20 (40., 20:23 (43.), 21:24, 23:24 (47.), 24:25 (49.), 25:25 (51.), 25:26, 26:26 (54.), 26:27 (55.), 27:28 (57.), 28:28 (58.), 28:28 (EN)



 

Kommentar schreiben

Bitte halte Dich an die Regeln für Kommentare.


Sicherheitscode
Aktualisieren

Ergebnisdienst Pokal

27.05.2018 15:15
EHF Champions League, Finale
  
HC Vardar - Paris Sain-German Handball 28 : 29
27.05.2018 18:00
EHF Champions League, Finale
  
HBC Nantes - Montpellier HB 26 : 32
Letzte Aktualisierung: 28.05.2018 01:36:45
Legende: ungespielt laufend gespielt