Baggerseepiraten buchen den DHB-Pokal

3.Liga Ost
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Eine erneut lange Saison neigt sich dem Ende entgegen und so wollten die Baggerseepiraten zum letzten Heimspiel, bei welchem Tim Henkel, Felix Hain und Sandro Friedrich verabschiedet wurden, auch die sehr zahlreich erschienen Fans mit einem entsprechend positiven Eindruck in die Sommerpause entlassen.

Mit einem Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten, die GSV Eintracht Baunatal konnte zudem Platz 5 und damit die Qualifikation zum DHB-Pokal gesichert werden.

Die Nordhessen kamen mit einigen Zweitliga-erfahrenen Akteuren, allesamt technisch und taktisch hervorragend ausgebildet und mit entsprechend Erfahrung ausgestattet. Die Spiele der letzten Jahre waren immer Leckerbissen für die Zuschauer und so war alles besten angerichtet für einen tollen Abschluss einer insgesamt hervorragenden Heimserie der Redmann-Sieben.

Es begann auch ein sehr munteres und schnelles Handballspiel, in dem sich zwei hervorragend eingestellte Abwehrreihen gegenüberstanden, die jederzeit fair zur Sache gingen. Tore fielen vor allem im Gegenstoß bzw. über die zweite Welle, bevor sich die Abwehrreihen wieder sortiert hatten. Konnten die Rodgauer noch in der Anfangsphase vorlegen, kamen die Großenritter aus Baunatal in der Mitte der ersten Hälfte zu konzentrierteren Abschlüssen und übernahmen folgerichtig die Führung. Ein wenig zu großzügig gingen die Piraten mit ihren doch sehr klaren Möglichkeiten um, ein Umstand der sich bereits die gesamte Saison wie ein roter Faden durch das Spiel zieht. Doch die gut 500 Zuschauer waren nicht beunruhigt, weil die Redmann-Sieben nicht aufsteckte und weiter an Möglichkeiten arbeitete, sodass man zur Halbzeit mit einer 14:12 Führung und Überzahl zum Pausentee ging.

Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass die HSG bei einem Sieg in dieser Saison die zweitbeste Heimmannschaft direkt hinter dem Klassenprimus ThSV Eisenach stellen würde. Lediglich zwei Unentschieden und eine Niederlage, d.h. 4 Minuspunkte wären eine hervorragende Visitenkarte auch für die kommende Saison. Abwehrtechnisch stellt man sowieso das drittbeste Bollwerk. Warum?! Weil man neben Tim Henkel -der personifizierte Zahnschmerz alle linken Rückraumspieler- einen starken Mittelblock und einen erneut glänzend aufgelegten Marco Rhein im Kasten stehen hat.
So auch in der zweiten Hälfte, als die Baggerseepiraten gleich nach der Pause den Turbo zündeten und den Abstand auf 4 Treffer anhoben. Baunatals Trainer Florian Ochmann, ein glänzender Taktiker, der leider nach der Saison aufhören wird, bat sofort zum Team Timeout. Die Maßnahme, die sich nun andeutete war klar: Der 7. Feldspieler. Schon häufiger war dies das Mittel der Wahl auf des Gegners Seite, wenn man mit dem großen Latinum am Ende war. Zwar wackelte auch kurzfristig die HSG-Deckung ein wenig, aber nach der nötigen Eingewöhnungsphase steuerten die Hausherren teilweise durch direkte Würfe auf des Gegners Kasten einem eigentlich ungefährdeten 29:23 Sieg entgegen. Lediglich rund 8 Minuten vor dem Ende verkürzten die Gäste ihren Rückstand auf 2 Tore, da die ansonsten gut leitenden Schiedsrichter plötzlich Dinge gesehen hatten, die sonst niemand in der Halle wahrnahm. Vermutlich lag es an dem insgesamt sehr hohen Tempo in dieser Partie, doch ein Problem für die Redmänner war auch das nicht. Da machte es eben der scheidende Tim Henkel, gelernter Rechtsaußen, mit einem wirklich sehenswerten Rückraumwurf in den Winkel, spätestens da war der VW-Drops gelutscht.. Es wurde noch munter durchgewechselt, sodass sich alle Spieler entsprechend von ihrem Heimpublikum verabschieden konnten. Standing Ovations in den letzten 3 Spielminuten waren der Lohn für die Arbeit.

Und im Anschluss gab es, wie es sich für die HSG-Familie gehört, eine saubere Sause in Sachen Verabschiedung. Zunächst sagten die Damen, die in der kommenden Saison ebenso in der 3. Liga spielen werden, 2 Spielerinnen und ihrem Trainer „Auf Wiedersehen“. (Siehe separater Bericht der Damen) Ebenso emotional ging es im Anschluss bei den Männern zu. Wie oben genannt, wurden Sandro Friedrich (TuSPO Obernburg) Felix Hain (Karriereende, Trainer der männlichen C-Jugend und Trainerstab 2. Männer) und Tim Henkel (Karriereende), der nach insgesamt 7 Jahren an der Rodau ein echter Baggerseepirat geworden ist, verabschiedet. Das ein- oder andere Kaltgetränk und auch flüssige karibische Medizin aus Zuckerrohr wurden bis kurz nach halb angeblich reichlich konsumiert, es war mal wieder ein toller Abend in der Halle an der Wiesbadener Straße !

Lohn des Sieges ist aktuell der vierte Platz mit 35 Pluspunkten. Es sollen aber noch 2 Punkte dazu kommen. Und zwar nächste Woche im Derby beim TV Gelnhausen, Samstag 19:00 Uhr. In Abhängigkeit der anderen Resultate kann es dann auch der 3. Platz am Ende sein. Dazu braucht es wieder die Unterstützung der besten Auswärtsfans der Liga. Nämlich die ROTE WAND.

 

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