Ende einer Ära in Oranienburg

(Foto: am)

3.Liga Nord-Ost
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Die Ära von Christian Pahl (s. Foto) als Trainer des Oranienburger Handball-Clubs ist am Ende der Saison 2019/20 vorbei – wann immer das auch sein wird.

Wenn sich der Deutsche Handballbund (DHB) wegen der Corona-Pandemie nach der Aussetzung des Spieljahres sogar für die Beendigung entscheiden sollte, war die Partie gegen den HC Empor Rostock am 7. März 2020 seine letzte auf der Trainerbank.

„Für mich waren zwei Punkte entscheidend: Ich habe im Vorstand eine neue Aufgabe übernommen. Ich werde mich um die sportlichen Belange rund um die erste Mannschaft sowie die leistungsbezogen trainierenden Teams kümmern“, sagt der 39-Jährige. Und der zweite Grund: „Für die erste Mannschaft sehe ich nach dann sieben Jahren meine Möglichkeiten als erschöpft an. Es ist Zeit für neue Impulse.“

Christian Pahl geht zum Saisonende nicht nur mit einem, „sondern mit zwei weinenden Augen“, schließlich sei es sein Baby, sein Projekt gewesen. Dennoch sei eine gewisse Erleichterung da. Das gesamte Belastungspaket sei in den vergangenen Jahren gewachsen. In der Zeit beim OHC ist Christian Pahl zweimal Vater geworden. Die beruflichen Anforderungen – er arbeitet beim Zentraldienst der Polizei– habe zugenommen. Und nicht zuletzt habe er sich beim OHC mit Haut und Haaren reingehängt. Die Trainingsintensität wurde von drei- auf viermal in der Woche erhöht. Vor zwei Jahren übernahm er die neu geschaffene Funktion des Sportlichen Leiters. Seit November 2019 gehört er zum Vorstand, wo er für den sportlichen Bereich verantwortlich zeichnet und darüber hinaus immer wieder im Bereich der Sponsorenaquise und Betreuung tätig ist.

Überhaupt stehe der Vorstand nach personellen Veränderungen vor riesigen Herausforderungen. „Es gab einen Substanzverlust, den wir ausgleichen müssen“, sagt Christian Pahl. Und dann komme die Corona-Krise hinzu, die dem Verein wirtschaftlich alles abverlangt. „Es ist eine sehr schwierige Phase, da wir von keiner Seite Konkretes wissen. Der Verband hat sich noch zu keiner Entscheidung durchgerungen, einige unserer Unterstützer haben große Probleme. Wir haben viel getan, um unsere Kosten so weit wie möglich herunterzufahren. Aber entlastet werden können wir nur, wenn unsere Unterstützer bleiben.“ Der Noch-Trainer wolle mithelfen, den Verein wieder in ruhiges Fahrwasser zu bekommen.

Bei seinem Blick zurück hat Christian Pahl nicht vergessen, „dass ich ohne Präsident Thomas Stahlberg nie beim OHC gelandet wäre, nur ihm ist es zu verdanken, dass ich die einmalige Chance erhalten habe Trainier des OHC zu werden“. Und er weiß es zu schätzen, dass Michael Freund in all den Jahren als Geschäftsführer sein engster Begleiter und wichtigste Vertrauensperson war. „Ich habe dem Verein viel zu verdanken. Ich möchte in Zukunft etwas davon zurückgeben – wenn auch nicht auf der Trainerbank.“

In den nächsten Tagen wird der Oranienburger HC den Nachfolger von Christian Pahl präsentieren.

Die Platzierungen der ersten Männermannschaft in der 3. Liga in der Amtszeit von Christian Pahl:
Saison 2018/19: Platz 4 (37:23 Punkte)
Saison 2017/18: Platz 7 (26:30 Punkte)
Saison 2016/17: Platz 4 (41:19 Punkte)
Saison 2015/16: Platz 7 (31:29 Punkte)
Saison 2014/15: Platz 5 (32:28 Punkte)
Saison 2013/14: Platz 12 (25:35 Punkte)

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