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Krefeld unterliegt in Saarlouis

3.Liga Mitte
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Im Spitzenspiel der 3. Liga Mitte, der Vierte reiste zum Ersten, unterlag die HSG Krefeld Niederrhein am heutigen Samstagabend bei der HG Saarlouis mit 26:30 (14:9). Die Eagles leisteten sich nach starker erster Halbzeit und beruhigender fünf-Tore-Führung zum Pausentee eine schwache Phase zum Wiederbeginn und insgesamt zu viele Fehler in der Offensive,

so dass am Ende eine unglückliche, aber dem Spielverlauf nach nicht unverdiente Niederlage stand. Dabei hatte das Team die Vorgabe von Trainer Felix Linden, Saarlouis' Toptorjäger Peter Walz zu kontrollieren, eigentlich hervorragend umgesetzt. Der beste Werfer der Liga kam nur zu vier Toren. Selbst aber leisteten sich die Schwarz-Gelben wie schon in Dansenberg zu viele Fehlwürfe.

Die Eagles hatten zunächst Probleme in der Offensive und brachten den Ball in den ersten zehn Minuten nur einmal, per Siebenmeter, im Netz des Gegners unter. Da aber zeitgleich die Defensive um den erneut starken Oiver Krechel hielt, führten die Gäste nach elf Minuten und zwei schnellen Toren, eins davon ins leere Tor, mit 3:2. Es blieb jedoch zunächst ein intensives, enges und vor allem torarmes Spiel, das von den Abwehrreihen dominiert wurde. Nach einer guten Viertelstunde aber schalteten die Gäste nach Ballgewinnen zweimal schnell um und gingen nach einem Siebenmeter von Mo Barwitzki erstmals mit zwei Toren in Führung (7:5). Die Gastgeber blieben dran, doch die Eagles hatten immer wieder die passende Antwort parat und zogen in der 21. Minute auf 10:7 davon. Wenig später wuchs der Vorsprung sogar auf vier Tore an, als Mike Schulz in Überzahl einen abgefangenen Ball zum 12:8 im leeren Tor unterbrachte. Gut eine Minute später, in der 26., verwandelte Barwitzki einen weiteren Siebenmeter gar zum 13:8. Mit der Pausensirene hielt Krechel einen weiteren Versuch der Gastgeber und so gingen die Gäste mit einer klaren und durchaus verdienten 14:9-Führung in die Pause.

Der zweite Durchgang sah früh eine Strafe für die Eagles, die noch fast komplette zwei Minuten mit aus der Pause nahmen, und das nutzten die Gastgeber zu einem 3:0-Lauf und dem Anschluss zum 12:14. Die Eagles leisteten sich jetzt einige Fehlwürfe und brachten den Gastgeber so wieder ins Spiel. Nach gut 37 Minuten stand es 15:14. Dreimal wehrte Krechel beim folgenden Ballbesitz ab, dreimal kam Saarlouis an den Abpraller und beim folgenden Siebenmeter blieb Mathis Stecken Sieger. So verhinderte er den Ausgleich der Gastgeber, die jetzt aber dran blieben und diesen in der 42. Minute nachholten. Die klare Pausenführung war verspielt. Jetzt präsentierten sich die Saarländer bärenstark in der Defensive und den Gästen fehlten in dieser Phase die Ideen und so bedurfte es einer weiteren Topparade von Krechel, um die erste Führung der Hausherren seit der 14. Minute zu verhindern. Diese folgte dann aber in der 45. Minute mit dem 18:17. Die Eagles wirkten in dieser Phase etwas verunsichert, fingen sich aber nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe und damit der roten Karte für Saarlouis' Ladislav Kurotschkin wieder. So war es jetzt eine hart umkämpfte Partie, in der die Saarländer aber stets aus der Führung heraus agierten. Doch eine Strafzeit von Saarlouis-Kapitän Peter Walz nutzte ausgerechnet der nun im Tor stehende Stecken zum 25:25-Ausgleich ins leere Tor, nachdem er zuvor den Ball festgehalten hatte. Die Gastgeber aber schlugen zurück und zogen auf 28:26 davon. Die Eagles spielten jetzt offene Manndeckung, doch es reichte nicht mehr. Am Ende stand ein 30:26-Erfolg der Hausherren, der nach einer starken zweiten Halbzeit zwar um einige Tore zu hoch ausfiel, aber insgesamt in Ordnung ging.

Für die Eagles heißt es nun, die Niederlage zu analysieren und die nötigen Schlüsse aus dem zweiten erfolglosen Auftritt in fremder Halle zu ziehen, um dann am Freitag um 20 Uhr im Heimspiel gegen die HSG Bieberau-Modau wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

„Ich denke, die Niederlage lag vor allem an den Zeitstrafen, die wir uns teilweise sehr naiv geholt haben. Von der Halbzeit bis zur 45. Minute haben wir vier Strafen bekommen und diese Phase mit Minus Sieben verloren. In den letzten Minuten haben wir kein Tor gemacht. Wir haben da vorn nicht gut genug gespielt. Die Niederlage ist ärgerlich, denn ich denke, für uns wäre etwas drin gewesen", analysierte ein spürbar enttäuschter Trainer Felix Linden nach der Partie.

 

HSG: Stecken (1), Krechel – Milde, Schneider (2), Hahn, Skorupa, Schulz (5/2), Marquis (4), Braun, Barwitzki (8/4), Brüren (4), Jagieniak, Eberlein (1), Ingenpass (1), Mircic

 

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