13.Spieltag: Aufstand der Underdogs

3.Liga Nord-West
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Im ersten Spiel am Freitag spielten die Mender Wölfe in Hagen beim Tabellenzweiten und es gelang ihnen gegen den haushohen Favoriten eine Überraschung, denn sie hatten den besseren Start (0:2; 2:4; 6:9; 16.).

Damit hatte wohl kaum jemand im Publikum gerechnet. Auch nach 21 Minuten lagen die Gäste sensationell mit 8:13 in Front. Danach kam der Gast-geber etwas besser in Schwung und konnte wenigstens in Ansätzen seiner Favoritenrolle gerecht werden. Bis zum Halbzeitpfiff konnte Hagen auf 13:16 verkürzen. Trotzdem war dieses Leistung der Gäste bemerkenswert. Die ersten Tore der 2. Hälfte gelangen dem Gastgeber zum 16:16 (34.). Dazu kamen 2 Paraden von Tobias Mahnke im Tor der Hagener. Dann gelang den Wölfen ein Konter zum 16:17 und damit ihr erstes Tor der 2. Hälfte. Beim 18:17 war dann Hagen in Front (37.). Doch Menden kam wieder beim 18:19 in Vorhand. Kurz darauf fiel das 18:20. Als Hagen nach einer Zeitstrafe den Torwart raus nahm, kassierte man das 18:21. Nach 43 Minuten stand es 19:22. In der 47. Minute gelang Hagen der erneute Anschluß (21:22). Nach dem 21:23 sicherte der Wölfe-Torwart mit einigen Paraden diesen Spielstand. Trotz Unterzahl gelang Hagen dann das 24:24 (52.). Beim Stande von 24:25 rannte sich Hagen an der Mender Abwehr fest und kassierte das 24:26 (57.). Jetzt hielt der Mender Torwart gut und verhinderte den Anschluß. Es folgte das 24:27 für die Gäste, da waren noch 80 Sekunden zu spielen. Hagen gelang das 26:28, aber zu spät. Nach einer Mender Auszeit gelang dem Gast das 26:29, was die Entscheidung und auch den Endstand darstellte. Die Wölfe gewannen völlig verdient und überraschend beim Favoriten dieses Spiel und steigen aber in der Tabelle nur auf Platz 15, weil andere Abstiegskandidaten auch punkteten.

Im zweiten Freitagsspiel standen sich der LTV und der LSC gegenüber. Die Kölner gingen in Führung, der Gastgeber aber glich immer wieder aus (4:4; 10.). In der 12. Minute stemmte der Gast die erste 2-Tore-Führung beim 4:6. Aber über 7:7 kam der Hausherr auf 7:8 (16.). Das Spiel war ausgeglichen und über 9:9 kam es zum Zwischenstand von 9:11 (23.). In die Halbzeit ging es mit einem knappen 13:14. Einen höheren Vorsprung vergab der LSC mit einem verworfenen Strafwurf. Auch nach Wiederanpfiff waren beide Teams ebenbürtig (15:15; 37.). Zwar gelang es den Kölnern, öfter einen Vorsprung heraus zu werfen, aber immer konnte der LTV kontern, ehe nach dem 22:22 (52.) der Gastgeber sich auf 24:22 absetzen konnte. Diesen Vorsprung hielt der LTV erstmal (26:23; 55.). Aber spätestens nach dem 26:25 (58.) wurde es wieder spannend. In der Folge gelang dem LSC der Ausgleich zum 26:26, da waren noch 55 Sekunden auf der Uhr. Der LTV vergab in der Restzeit noch einen Strafwurf und das Spiel endete mit diesem Remis, nicht ganz unverdient für den LTV, der sich während des Spiels nie aufgab und den LSC voll forderte.

Am Samstag standen 3 Spiele auf der Agenda. Die ASG Ahlen traf daheim auf den Favoriten aus Schalksmühle, der durch die Niederlage der Hagener am Freitag die Möglichkeit einer Platzverbesserung in der Tabelle hatte. Ahlen hatte den besseren Start (4:2; 6.). Bis zum 8:8 (13.) führte der Gastgeber, danach ging der Gast in Front (8:9). Nach 17 Minuten stand es 10:10. Ahlen war in dieser Phase ebenbürtig. Auch nach 24 Minuten lag Ahlen in Reichweite (14:15). Danach lag der Gast erstmals mit 2 Toren in Front (14:16). Nach dem 14:17 reagierte der Gastgeber mit einer Auszeit. Danach gelang Ahlen noch das 15:17 zum Halbzeitstand. Nach 37 Minuten hatte sich Ahlen wieder eine Führung erkämpft (20:19). Auch im weiteren Verlauf der Partie konnte Ahlen die eine oder andere Führung erzielen (22:20; 45.). Das Spiel war weiterhin bei wechselnden Führungen offen (24:23; 49.). Nach dem 25:23 (51.) nahm der Gast die Auszeit in Anspruch. Es blieb bis zum Ende der Partie spannend, da Schalksmühle immer wieder den Anschluß bzw. Ausgleich schaffte. Beim 26:27 und 27:28 konnte der Gast die Führung übernehmen. In der 57. Minute stand es letztmalig Remis (28:28). Quasi mit dem Schlußpfiff gelang Ahlen das siegentscheidende 29:28. Damit verbessert sich Ahlen auf Platz 13, Schalksmühle bleibt hinter Longerich Fünfter.

Spenge trat am Samstag gegen Volmetal an und besaß ebenfalls die Chance bei einem Sieg auf Platz 2 zu rücken. Den besseren Start hatte aber Volmetal (2:4; 3:5). Dem TuS gelang das Remis in Minute 12 (5:5). Beim 9:7 (21.) hatte sich Spenge etwas abgesetzt, konnte diesen Vorsprung aber nicht halten (9:9; 24.). Spenge konnte den Gast nicht abschütteln, so daß es mit 12:12 in die Pause ging. Auch nach Wiederbeginn ging es geraume Weile eng zur Sache (15:15; 37:9. Danach bekam Volmetal einen Lauf und erhöhte auf 16:21 (44.). Diesen Vorsprung hielt der Gast bis zur 54. Minute (22:26). Spenge hatte beim 23:26 noch einmal die Chance zu verkürzen, aber Volmetal ließ sich nicht mehr beirren und brachte einen 26:31 Sieg über die Runden und überrascht beim TuS in Spenge.

Die Vikings aus Neuss hatten am Samstag mit dem Tabellenführer den schwersten Gegner vor der Brust. Der Gast lag von Beginn an in Front und baute den Vorsprung kontinuierlich aus (6:11; 15.). Nach einer Auszeit konnten die Vikings verkürzen und erreichten das Remis (12:12; 24.). Seit der Auszeit spielten die Vikings deutlich besser und forderten die Gäste als Mannschaft völlig. In die Pause gingen beide Teams mit einem 14:14. Doch diese Phase war auf Seiten der Vikings nur ein Strohfeuer. Nach dem Wiederbeginn und dem schnellen 15:15 zündete der WHV den Turbo und entfernte sich auf 16:24 (48.). Damit war das Match entschieden, denn der Gastgeber war am Boden zerstört und fand auch nicht wieder in diese Partie zurück. Kontinuierlich baute der WHV den Vorsprung aus und erzielte einen 22:33 – Auswärtssieg beim Mitabsteiger aus Liga 2. Damit sichert sich der WHV den 1. Platz und wegen der vielen Ausrutscher der Spitzengruppenanwärter am Wochenende einen respektablen Vorsprung von 6 Punkten auf Platz 2.

Am Sonntag traf Aufsteiger Tribe Germania auf die Gummersbacher Fohlen. Die Germania startete mit 2:0 in die Partie, konnte aber sich gegen die Fohlen in der Anfangsphase nicht durchsetzen (5:4; 7.). Nach dem 8:8 (14.) konnte sich der Aufsteiger etwas absetzen (12:9; 18.). Diesen Vorsprung hielt das Team (14:11; 21.). Bis zum Ende der ersten Hälfte behielt Tribe diese Spieldominanz und beide Parteien gingen mit einem 19:15 in die Pause. Der Gastgeber machte dort weiter, wo er aufgehört hatte und zog auf 24:18 (38.) davon. Die Fohlen konnten das Spiel nicht mehr drehen (28:22; 46.). Allerdings kamen die Gäste noch auf 28:25 (52.) heran. Das 29:25 beendete diese Hoffnung. Tribe gewann das Match mit 34:29 und liegt auf Platz 9. Die Fohlen bleiben in der Nähe der Abstiegsränge auf Platz 12.

Der andere Aufsteiger aus Aurich empfing die Mindener Reserve. Der Gast hätte mit einem verwandelten Strafwurf den Torreigen eröffnen können, vergab aber. Daraus ergab sich das 1:0 für den Gastgeber. GWD konterte zum 1:2 und lag nach 8 Minuten mit 3:5 vorn. Nach 12 Minuten stand es 5:5, nach 21 Minuten 9:9. In einem Spiel auf Augenhöhe gingen beide Teams mit 13:14 in die Pause. Auch in der 2. Hälfte war die Partie mit Spannung versehen (19:18; 37.). In der 47. Minute stand es 23:22, dann konnte sich der Gastgeber etwas absetzen (27:23; 53.). Diesen Vorsprung behauptete Aurich vor mehr als 1000 Zuschauern bis zum Ende des Spiels. Dank allerdings auch an GWD II, die Mannschaft hat viel dazu beigetragen, daß das Spiel hochgradig interessant und gutklassig war. Endstand der Partie war 31:27. Minden bleibt am Tabellenende, Aurich liegt auf Platz 10.

Im letzten Spiel des Spieltages standen sich die Panther aus Burscheid und die Lipper Reserve gegenüber. Die Panther starteten mit 6:1 (9.) in das Match. Dann erwachte auch der Gast und begann Handball zu spielen (6:6; 17.). Offensichtlich hatte die Mannschaft Geschmack am Tore werfen gefunden und zog auf 7:11 (24.) davon. Und damit nicht genug, spielte sich Lippe II in rauschartige Zustände (7:15), die auch nicht durch eine Auszeit der Panther unterbrochen wurde. Das war auch der Halbzeitstand. Auch das erste Tor der 2. Hälfte gehörte den Gästen. Burscheid fand überhaupt nicht in das Spiel und lag mit 12:22 (43.) zurück. Eine enttäuschende Leistung der Hausherren. Über den Rest des Spiels aus Sicht der Heimmannschaft brauchen nicht viele Worte verloren werden. Endstand der Partie war 21:32. Für Burscheid, eine Mannschaft die einen Platz in der Spitzengruppe anstrebt, war die gezeigte Leistung desaströs. Lippe II hat nach einer anfänglichen Schwächephase seine Hausaufgaben gemacht und liegt jetzt auf Platz 8 vor den punktgleichen Aufsteigern. Burscheid fällt auf Platz 6 zurück.

Dieser Spieltag war ein Spieltag der sogenannten Underdogs. Selten gab es an einem Spieltag eine derartige Häufung von Niederlagen der Favoriten. Eine kleine Auflistung (in Klammern die Platzierung vor diesem Spieltag):

Hagen (2.)        - Menden (16.)        26:29
LTV (13.)          - LSC (4.)                26:26
Ahlen (15.)       - Schalksmühle (5.) 29:28
Burscheid (6.)  - Lippe II (8.)            21:32
Spenge (3.)      - Volmetal (12.)       26:31

Das hat dazu geführt, daß Wilhelmshaven jetzt 6 Punkte Vorsprung vor Hagen, Spenge und Longerich hat. Am Ende der Tabelle hat sich der Abstand verdichtet.

 

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Ergebnisdienst 3.Liga

13.12.2019 20:00
3.Liga Nord-West, 16.Spieltag
  
Longericher SC Köln - Wilhelmshavener HV 0 : 0
3.Liga Nord-Ost, 16.Spieltag
  
TSV Burgdorf II - Handball Hannover-Burgwedel 0 : 0
3.Liga Nord-West, 16.Spieltag
  
HSG Bergische Panther - VfL Eintracht Hagen 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 09.12.2019 17:56:48
Legende: ungespielt laufend gespielt