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Balingen gegen Löwen

1.Bundesliga
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0:10 Punkte ist nicht das, was man sich beim HBW Balingen-Weilstetten zum Saisonbeginn vorgestellt hat. Jeder wusste zwar im Vorfeld, dass es eine schwierige Saison wird und, dass es keine leichten Spiele geben würde, dennoch hatte man mit dem ein oder anderen Punkt aus den ersten fünf Spielen spekuliert.

Daraus ist aber nichts geworden und deshalb gilt es jetzt, den Blick nach vorne zu richten, auch wenn am nächsten Spieltag gegen die Rhein-Neckar-Löwen die Trauben für die Gallier sehr hoch hängen dürften. Spielbeginn in der Mannheimer SAP-Arena ist am kommenden Sonntag, 01. November, um 13.30 Uhr.

Am vergangenen Spieltag haben sich die Rhein-Neckar-Löwen mit einem Arbeitssieg bei ihrem Angstgegner in Erlangen eindrucksvoll an der Tabellenspitze zurückgemeldet. Nach der schmerzhaften Heimniederlage gegen den SC DHfK Leipzig schien der zweifache Deutsche Meister angeschlagen zu sein. Die Niederlage reihte sich aber nur in die Liste anderer ungewöhnlicher Ergebnisse ein, die man in dieser Saison fast an jedem Spieltag registrieren kann. Mit dem 26:20-Erfolg haben die Rhein-Neckar-Löwen aber nicht nur ihren Angstgegner besiegt, sie haben auch die Tabellenspitze der stärksten Liga der Welt erobert. Entscheiden für den Auswärtssieg war vor allem eine sattelfeste Abwehr im zweiten Durchgang und ein Sahnetag von Torhüter Andreas Palicka. Die zahlreichen Paraden des Schweden nutzte Mannschaftskapitän Uwe Gensheimer, um per Tempogegenstoß die einfachen und leichten Tore zu erzielen. Am Ende standen elf Treffer auf dem Konto des wohl weltbesten Linksaußen.

Apropos Torhüter Palicka: Der Matchwinner von Erlangen wird den Rhein-Neckar-Löwen mehrere Wochen fehlen. Er hat sich im Auswärtsspiel eine Knieverletzung zugezogen. Bereits Mitte Oktober hatten die Gelbschwarzen den Ex-Balinger Torhüter Nikolas „Katze“ Katsigiannis nachverpflichtet. Sie reagierten damit auf den langfristigen Ausfall von Torhüter Mikael Appelgren. Der schwedische National-Keeper hatte sich im Training eine Schulterverletzung zugezogen.

Die beiden schwedischen Torhüter sind aber nicht die einzigen, die auf der Liste der Langzeitverletzten bei den Mannheimern stehen. Mit Jesper Nielsen und Jannik Kohlbacher müssen die Rhein-Neckar-Löwen auch auf ihr Kreisläuferduo verzichten. Nielsen hat sich bereits im Frühjahr bei der schwedischen Nationalmannschaft eine Schulterverletzung zugezogen und musste operiert werden. Jannik Kohlbacher verletzte sich im Finale des BGV Handball Cup. Im Spiel gegen die Gallier zog er sich eine Bänderverletzung zu. Auf die Ausfälle am Kreis hat der Tabellenführer daher kurzfristig mit der Nachverpflichtung von Rafael Baena reagiert. Der spanische Nationalspieler trug bereits von 2015 bis 2018 das Trikot der Löwen.

Der isländische Nationalspieler Alexander Petersson komplettiert die lange Verletztenliste der Rhein-Neckar-Löwen. Er hat im Heimspiel gegen Leipzig einen Schlag auf den Wurfarm bekommen und wird laut Löwen-Homepage mehrere Wochen ausfallen. Der Ausfall von Petersson ist allerdings einfacher zu verkraften als der Ausfall des Torhüter- und Kreisläuferduos. Mit Albin Lagergren und Niclas Kirkeløkke hat der Tabellenführer zwei hochklassige Alternativen.

Trotz der Verletzungsmisere ist und bleibt der aktuelle Tabellenführer am Sonntagnachmittag haushoher Favorit im Spiel gegen die Gallier. Die können deshalb völlig unbeschwert ins Nordbadische nach Mannheim fahren. Sie haben dort nichts zu verlieren. Sie werden, wie zuletzt im Finale des BGV Handball Cup, den Rhein-Neckar-Löwen möglichst lange die Stirn bieten und sollte sich der Favorit eine Schwächephase erlauben, haben sich Jona Schoch und Co vorgenommen, diese für sich zu nutzen.

 

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