GWD verliert auch gegen Erlangen

Foto: Uwe Serreck

1.Bundesliga
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Irgendwann reißt jede Serie. Noch nie hat GWD Minden gegen den HC Erlangen in der 1. Bundesliga verloren, am 3. Advent war es soweit. Die Grün-Weißen unterlagen verdient mit 26:29 (13:13) und konnten dabei nach dem Wechsel nicht mehr genug Qualität aufbieten, um für einen Punktgewinn in Frage zu kommen.

Mit dem Verlauf der ersten Halbzeit konnten die gut 2.600 Fans in der KAMPA-Halle nur phasenweise zufrieden sein. Die Hausherren gingen konzentriert in die Partie und konnten die anfängliche Führung der Gäste aus Erlangen schnell ausgleichen. Marian Michalczik traf nach elf Minuten vom Punkt zum 5:3. In einem intensiven und umkämpften Spiel konnten die Grün-Weißen danach ihre knappe Führung behaupten. In der Abwehr agierten die Ostwestfalen solide, ließen jedoch vor dem Tor zu viele Gelegenheiten liegen. Vor allem der sonst so zuverlässige Kevin Gulliksen hatte wenig Erfolg mit seinen Abschlüssen. Doch auch die Gäste spielten nicht vollkommen und so stimmte aus Mindener Sicht zunächst das Resultat. Nach einer Balleroberung durch Christoffer Rambo konnte Savvas Savvas drei Minuten vor dem Wechsel einen Gegenstoß sehenswert zur ersten Mindener Drei-Tore-Führung verwerten. Doch anstatt den Vorteil mit in die Kabine zu nehmen, mussten die Grün-Weißen die Gegentreffer von Bissel, Sellin und Büdel hinnehmen und so war die Partie zur Pause vollkommen offen.

Die Vorzeichen änderten sich mit dem Seitenwechsel. Das GWD-Team ging in der Defensive nicht mehr konsequent zur Sache, bot dem HCE so Räume und Gelegenheiten. Folglich waren es die Erlanger Spieler, die die Arme häufiger zum Jubel in die Höhe reißen konnten. Aus Mindener Sicht wurde die Lage immer bedrohlicher. Beim 17:21 (44.) lagen die Grün-Weißen erstmals mit vier und dann beim 18:23 (47.) mit fünf Treffern im Rückstand. Was die Hausherren dann auf dem Spielfeld boten, genügte nicht, um die Gäste noch einmal ins Wanken zu bringen. Es fehlte an Durchschlagskraft aus dem Rückraum und auch die Torhüter kamen nicht in die Partie. Ausgerechnet in der Phase als Marian Michalczik und Christoffer Rambo mit ihren Treffern das letzten Fünkchen Hoffnung entfacht hatten, brachte eine höchst umstrittene Rote Karte gegen Christoffer Rambo den erneuten Rückschlag. Die Schiedsrichterentscheidung heizte die Stimmung in der Halle noch einmal an, nach einer Klasseparade von Espen Christensen standen die Fans auf ihren Plätzen. Doch es ging aus grün-weißer Sicht nichts mehr und Sebastian Firnhaber macht mit seinem Treffer zum 29:26 alles klar.

Frank Carstens: „Wir haben uns das heute anders vorgestellt. Von der Spielanlage haben wir das geboten, was wir machen wollten. In den entscheidenden Phasen haben wir dann aber klarste Chancen nicht nutzen können. Das ist eine sehr, sehr schmerzhafte und bittere Niederlage.“

Frank von Behren: „Man hat Erlangen angemerkt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Wir haben heute zu wenige Tore aus dem Rückraum gemacht und die Räume auf den Außen nicht nutzen können. Wir müssen aus dem Spiel unsere Lehren ziehen. In der nächsten Woche gegen den BHC erwarte ich einfach eine Steigerung.“

Adalsteinn Eyjolfsson: „Das ist das erste Mal, dass wir hier in Minden gewinnen konnten. Wir haben eine große kämpferische Bereitschaft gezeigt und den Rückraum von Minden sehr gut in den Griff bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir über die Deckung und die Gegenstöße das Spiel gedreht. Am Ende haben wir in der hektischen Phase einen kühlen Kopf behalten.“

Torschützen GWD: Marian Michalczik (8/6), Mats Korte (4), Magnus Gullerud (3), Kevin Gulliksen (2), Christoph Reißky (2), Savvas Savvas (2), Lukas Meister (2), Miljan Pusica (1), Christoffer Rambo (1), Joscha Ritterbach (1).
Im Tor: Malte Semisch (1.-42. mit 6 Paraden), Espen Christensen (42.-60. mit 2 Paraden).

Torschützen HCE: Sime Ivic (8), Johannes Sellin (7/4), Sebastian Firnhaber (3), Michael Haaß (3), Nikolai Link (3), Christopher Bissel (2), Nico Büdel (2), Petter Overby (1).
Im Tor: Nikolas Katsigiannis (1.-60. mit 8 Paraden), Carsten Lichtlein (bei Siebenmetern).
Zeitstrafen: Reißky (7.), Meister (17.), Savvas (27.), Staar (36., 42.) – Ivic (9.), Bissel (14.), Haaß (19., 57.), Büdel (21., 46.).
Rote Karte: Christoffer Rambo (57.)

Spielfilm: 2:2 (5.), 4:3 (10.), 6:5 (15.), 9:7 (20.), 11:10 (25.) 13:13 (30.), 15:15 (35.), 16:18 (40.), 18:22 (45.), 20:25 (50.), 23:27 (55.), 26:29 (60.).

Schiedsrichter: Robert Schulze und Tobias Tönnies
Zuschauer: 2.652

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