Löwen zeigen 60 Minuten ihre Stärken

Foto: Lächler

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Beim TVB 1898 Stuttgart überzeugte der Bergische HC mit seiner vielleicht reifsten Leistung in dieser Saison bisher. Das Team von Trainer Sebastian Hinze legte defensiv mit einem starken Abwehr-Torhüter-Paket den Grundstein und funktionierte vorne in allen Belangen.

Nicht nur trafen die Löwen per Gegenstoß, in der zweiten Welle und nach der schnellen Mitte, sie funktionierten auch im Positionsangriff. Das 31:25 (17:14) wird auch in der Höhe dem Spielverlauf gerecht.

Im Vergleich zur vorigen Partie gegen den HC Erlangen stand in Stuttgart Csaba Szücs wieder zur Verfügung. Allerdings wollte Trainer Sebastian Hinze seinen mit einer Knochenverletzung angeschlagenen Innenblockspieler so weit wie möglich schonen. Dass der der 32-Jährige sich sogar die gesamte Partie von der Bank anschauen konnte, lag an Lukas Stutzke und Max Darj, die im Deckungszentrum einen hervorragenden Job erledigten. Der 21-jährige Stutzke begeisterte Hinze so sehr, dass dieser ihm sogar ein Sonderlob auf der abschließenden Pressekonferenz aussprach.
Nicht nur stand der Rückraumspieler 60 Minuten im Innenblock seinen Mann, er agierte auch überaus effizient im Tempospiel. Aus der zweiten Welle traf Stutzke drei Mal selbst und lieferte darüber hinaus zwei entscheidende Pässe. Gleich zu Beginn markierte er die 2:1-Führung, der jedoch der einzige Rückstand während der gesamten Partie folgte. Nachdem Maciej Majdzinski mit einem beherzten Rückraumwurf ausgeglichen hatte, legten die Löwen drei weitere schöne Treffer nach. Linus Arnesson und Stutzke gelangen zwei schöne Pässe an den Kreis, von dem Max Darj eine 100-prozentige Ausbeute gelang. Fabian Gutbrod erhöhte mit Wucht auf 6:3.

Zwar ließen sich die Stuttgarter nicht abhängen und nutzten ein paar Ballverluste der Löwen konsequent, doch bei zwei, drei Toren Abstand blieb es während der kompletten ersten Hälfte. Die beinhaltete diverse weitere Highlights: So versenkte Arnesson mal wieder nach seinem beidbeinig ausgeführten Sprungwurf, und Alexander Weck ließ eine Fackel los, die an seinen 25:24-Siegtreffer gegen Erlangen erinnerte. Wen der Coach auch auf die Platte brachte, er funktionierte. Das galt auch für Tomas Babak, der das Heft vor der Pause mit tollen Pässen und zwei überragenden Abschlüssen in die Hand nahm.

War die erste Hälfte, die 17:14 für die Löwen endete, schon eine der reifsten der gesamten Saison gewesen, präsentierten sich die Gäste nach Wiederbeginn sogar noch souveräner. Nach je zwei Toren von Kristian Nippes und Stutzke begannen die Bergischen auch über außen abzuräumen. Yannick Fraatz markierte drei der nächsten vier Tore auf dem Weg zum 26:18-Vorsprung. Der BHC hatte den Stuttgartern bereits eine Viertelstunde vor Schluss den Zahn gezogen. Die Hausherren kamen zwar noch zu Abschlüssen, doch Christopher Rudeck hielt ebenfalls hervorragend. Auch ein paar frei Würfe nahm der Torhüter dem TVB weg und schraubte seine Fangquote auf 37,14 Prozent hoch - Saison-Bestwert.

Bis auf neun Tore zogen die Löwen weg, ehe die Stuttgarter in den letzten fünf Minuten noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben durften. Nach Linus Arnessons 31:22 legten der TVB drei Treffer zum Endstand nach.

Sebastian Hinze: "Es war ein sehr verdienter Sieg von uns. In der ersten Halbzeit haben wir uns die drei Tore Vorsprung hart erkämpft. Wir haben ein paar Phasen, in denen wir einfache Fehler machen und Stuttgart dann ins Konterspiel kommt. Aber es ist wichtig, dass wir stabil geblieben sind, wieder ein Tor nachlegen und Johannes Bitter nicht zum Faktor werden lassen. Aus der Halbzeit kommen wir überragend heraus. Wir decken super und haben eine hohe Effektivität im Angriffsspiel. Dann fängt eine Heimmannschaft auch an, zu überlegen, und nimmt vielleicht mal einen Abschluss zu früh und von weiter weg. Christopher Rudeck wird bei den Würfen aus neun Metern auch zum Faktor. Es ist dann ein Spiel, das wir sehr souverän gewinnen. Aber wir mussten hart dafür arbeiten, um es dahin zu bekommen. Heute möchte ich Lukas Stutzke herausheben, der eine überragende Innenblock-Arbeit geleistet hat. Seit Csaba Szücs ausfällt, ist er da in seinen jungen Jahren über 60 Minuten gefordert. Für mich ist er einer der Matchwinner, weil er auch in der zweiten Welle noch viel rausholt - sowohl an Progression als auch eigener Effektivität.“

Jürgen Schweikardt: "Es war ein absolut verdienter Sieg. Der BHC war auf uns bestens vorbereitet, und die Dinge, die wir vorbereitet hatten, sind überhaupt nicht zum Tragen gekommen. Der Halbzeitvorsprung von drei Toren war sogar noch schmeichelhaft für uns, weil wir keinen Zugriff in der Abwehr gefunden haben und auch im Angriff mit verschiedenen Formationen keine Lösungen hatten. Das setzt sich dann nach der Pause fort. Dann ist das Spiel schon ziemlich früh entschieden. Wir haben uns das komplett anders vorgestellt, aber es war auch klar, dass es nach den guten Wochen auch mal wieder schlechter aussieht. Wir sind noch nicht so stabil. Man hat gesehen, dass der BHC eine gewachsene Mannschaft hat, bei der noch junge Leute hinzukommen können, um das Gesamte zu bereichern. Mein Dank gilt den Zuschauern, die uns bis zum Ende unterstützt haben." Jörg Föste: „Mit einer hochkonzentrierten, reifen Leistung haben wir uns einen Auswärtssieg verdient, der sehr hoch zu bewerten ist. Klasse, wie wir über 60 Minuten unsere Stärken durchgebracht haben - ein bedeutender Erfolg!"

TVB 1898 Stuttgart - Bergischer HC 25:31 (14:17)

TVB 1898 Stuttgart: Bitter, Lehmann - Häfner (1), Asgeirsson, Weiß (1), Faluvégi (1), Späth (1), Lönn (5), Markotic (3), Röthlisberger (1), Zieker (4), Pfattheicher (2), Pesevski (4), Schmidt (1), Wieling (1). Trainer: Jürgen Schweickardt

Bergischer HC: Rudeck, Klaama – Boomhouwer (6), Damm, Gutbrod (1), Stutzke (3), Weck (2/1), Szücs, Arnesson (5), Babak (2), Darj (5), Baena (1), Nippes (2), Johansson, Majdzinski (1), Fraatz (3). Trainer: Sebastian Hinze Schiedsrichter: Lars Geipel und Marcus Helbig

Siebenmeter: 0/0 

Zeitstrafen: 3 - 1 (Häfner, Röthlisberger, Schmidt – Fraatz)

Spielverlauf: 3:3 (5.), 3:6 (10.), 5:8 (15.), 6:10 (20.), 10:13 (25.), 14:17 (30.), 16:19 (35.), 17:23 (40.), 18:26 (45.), 19:28 (50.), 22:31 (55.), 25:31 (60.)

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Letzte Aktualisierung: 14.12.2019 10:01:25
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