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Melsungen auch gegen Nordhorn ohne Zuschauer

Foto: A. Käsler

1.Bundesliga
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Der sechste Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga beschert der MT Melsungen das dritte Heimspiel dieser Saison: Am Sonntag erwarten die Nordhessen die HSG Nordhorn-Lingen – Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 16:00 Uhr.

Aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen und der für die kommende Woche von den Ländern angekündigten verschärften Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird dieses Spiel ohne Zuschauer stattfinden. Nachdem schon vor vierzehn Tagen die Heimbegegnung gegen Minden und anschließend das Hessenderby in Wetzlar ohne Hallenbesucher auskommen musste, tritt die MT Melsungen am Sonntag bereits zum dritten Mal in diesem Monat vor leeren Rängen an.

Auch wenn die Regelung des Zuschauerverbots bei Profisportveranstaltungen erst nächste Woche in Kraft treten soll, wird sie von der MT Melsungen bereits zum Heimspiel am Sonntag, 1. November, gegen die HSG Nordhorn-Lingen umgesetzt. "Erneut auf Zuschauer verzichten zu müssen, ist natürlich bitter. Gerade auch, weil wir mit der Heimpremiere Anfang Oktober gegen Lemgo gezeigt haben, dass sich unser Hygiene- und Betriebskonzept in der Praxis bewährt. Wir haben von vielen Fans, die dieses Spiel besucht haben und auch von amtlicher Seite absolut positive Rückmeldungen erhalten", erklärt Axel Geerken. Der MT-Vorstand weiter: "Jetzt aber müssen wir die neue Pandemielage zur Kenntnis nehmen und werden uns natürlich auch an die behördlichen Vorgaben halten."

Den politischen Verantwortungsträgern ist bewusst – wie auch von der Bundeskanzlerin am Mittwoch nach der Besprechung mit den Länderchefs eingeräumt wurde – dass solche Verbote besonders diejenigen Veranstalter sehr hart treffen, die bislang mit intelligenten Konzepten der Pandemieeindämmung erfolgreich Rechnung getragen haben. Dazu dürfen sich eindeutig auch die Handball-Bundesligisten zählen, wie der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga stellvertretend für die Proficlubs in einem TV-Interview deutlich machte. Zumal es keinen einzigen Fall gab, wo der Besuch von Handball-Bundesligaspielen zu etwaigen Infektionsausbrüchen geführt hätte.

Da die MT Melsungen bislang noch keine Einzeltickets verkauft hat, sind derzeit ausschließlich die Inhaber*innen von Dauer- und VIP-Karten vom Ausfall der Spiele betroffen. Die haben ein Anrecht auf den Besuch von mindestens 17 Heimspielen in der Saison 2020/2021. Aufgrund der Aufstockung der Bundesliga von 18 auf 20 Mannschaften kommen in dieser Saison sogar noch zwei Heimspiele hinzu. Bleibt es bei den bislang zwei Spielen, die aufgrund der Pandemieregelungen ohne Hallenbesucher stattfinden müssen, würden die Karteninhaber*innen also noch den ihnen zustehenden Gegenwert für ihre Karten erhalten. Müssten jedoch darüber hinaus weitere Spiele zuschauerlos durchgeführt werden, hätten sie am Ende dieser Saison Anspruch auf anteilige Erstattung ihres gezahlten Kartenbetrages oder könnten auch auf etwaige Rückforderungen verzichten. Der Verein wird dann direkt mit den Karteninhaber*innen in Verbindung setzen.

Wenn die Lock down-Phase, wie angekündigt, in allen Bereichen bis Ende des kommenden Monats gilt, würde dies auch das Top-Spiel am 14. November gegen den SC Magdeburg betreffen. Dazu gibt es aber schon jetzt auch eine gute Nachricht: Zum ersten Mal in der Bundesligageschichte der MT Melsungen wird ein Heimspiel aus der Rothenbach-Halle außer bei SKY auch live im öffentlich-rechtlichen TV, in dem Fall in der ARD zu sehen sei – und zwar zur besten "Sportschauzeit" am Samstagabend um 18:00 Uhr.

"Wir alle haben die Hoffnung, dass durch die von den Ländern und den Behörden vorgesehenen Maßnahmen, die zum Teil drastische Einschränkungen für jeden einzelnen bedeuten, das Pandemiegeschehen erfolgreich eingedämmt werden kann. Unseren Fans, Sponsoren und Partnern danken wir nicht nur für ihr Verständnis, sondern auch für ihre Bereitschaft, diese Anstrengungen zu unterstützen", so Axel Geerken.

 

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