Leipzig klettert nach Achterbahnfahrt auf Platz 11

(Foto: Karsten Mann)

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Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben derzeit einen Lauf. 9:3 Punkte hatten die Grün-Weißen in den vergangenen sechs Spielen vor der Partie gegen Erlangen geholt und sich dadurch viel Selbstvertrauen erkämpft.

„Jetzt wollen wir auch die restlichen drei Saisonspiele gewinnen!“, hatte Torjäger Philipp Weber (s. Foto) vor der Begegnung als Marschroute vorgegeben. Gegen die Mittelfranken vom HC Erlangen sollte am Donnerstagabend in der heimischen ARENA der erste Schritt gemacht werden.

Doch die Partie gegen die Männer aus der Metropolregion Nürnberg entwickelte sich zur Nervenschlacht. Führung, Ausgleich, Rückstand – Rückstand, Ausgleich, Führung – Führung, Ausgleich, Rückstand… Ein Auf und Ab über die komplette Spieldauer von 60 Minuten prägte die intensive Auseinandersetzung, sodass selbst die größten Handballexperten unter den 3769 Handballfans in der ARENA Leipzig den Spielausgang bis zur letzten Minute nicht prognostizieren konnten.

Schon in der Anfangsphase ging es hin und her. Wiesmach, Rojewski und zweimal Weber hatten jeweils eine Antwort auf die Erlanger Führungstreffer zum 0:1, 1:2, 2:3 und 3:4 parat. Doch obwohl Hexer Milos Putera beim Stand von 4:4 die erste Parade auspackte, erarbeite sich Erlangen nach zehn Spielminuten erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung. Leipzig war prompt zur Stelle und glich zum 7:7 bzw. 8:8 aus, nach drei Paraden in Folge von Putera sorgten Wiesmach, Esche und Rojewski sogar für eine 11:8-Führung. Die körperkulturellen Handballer schienen die Partie acht Minuten vor der Pause im Griff zu haben. Als jedoch plötzlich ein Halbzeitstand von 12:14 für die Gäste auf der Anzeigetafel leuchtete, rieben sich einige Leipzig-Fans verdutzt die Augen.

Kurz nach Wiederanpfiff enteilte der Tabellenneunte aus Erlangen dann sogar auf vier Tore (13:17). Auch das sollte an diesem hochspannenden Handballabend allerdings gar nichts heißen, denn die Leipziger benötigten lediglich vier Minuten, um diesen Rückstand abzuknabbern und schließlich durch den inzwischen eingewechselten Franz Semper erneut auszugleichen. Gabala, Binder und Weber waren dann die Protagonisten, die den SC DHfK Leipzig mit einer 24:21-Führung wieder auf die Siegerstraße brachten. Zwischendurch konnte Tormann René Villadsen zudem zwei Siebenmeter der Erlanger vereiteln. Doch passend zum Spielverlauf war der Widerstand des Gegners auch durch diesen Zwischenspurt noch nicht gebrochen und fünf Minuten vor dem Ende war er Ausgang dieser Begegnung beim 24:24 erneut völlig offen.

In den letzten Minuten der Partie hatten dann DHfK-Keeper Milos Putera seinen großen Auftritt. Erst parierte der „Hexer“ einen völlig freien Wurf von außen und verhinderte damit den 25:26-Führungstreffer der Gäste. Nachdem Aivis Jurdzs den Ball aus größter Bedrängnis genau unter die Latte des HCE-Tores legte und dadurch Leipzig die Nase wieder mit einem Treffer vorn hatte, war es erneut Milos Putera, der den letzten Erlanger Wurf spektakulär entschärfte. Dass Niclas Pieczkowski in der Schlusssekunde noch eine Konterchance ausließ, ging im Jubel der Handballfans, unter ihnen auch die deutsche Skilauf-Nationalmannschaft, völlig unter.

SC DHfK Leipzig – HC Erlangen 26:25 (12:14)

Torschützen SC DHfK: Weber 6, Semper 4, Wiesmach 4, Gebala 3, Pieczkowski 3, Binder 2, Rojewski 2, Esche 1, Jurdzs 1.
Torschützen HC Erlangen: Büdel 9/3, Schröder 4, von Gruchalla 4, Kellner 3, N. Link 2, Schäffer 2, Murawski 1
Siebenmeter: Leipzig: keinen, Erlangen: 3/6
Zeitstrafen: Leipzig: keine, Erlangen: 6 Min
Zuschauer: 3797 Handballfans in der ARENA Leipzig

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