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Derbyzeit in Dresden

Foto: Jürgen Pfliegensdorfer

2.Bundesliga
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Es sollte eines der Saisonhighlights der Saison 2019/2020 werden. Alles war angerichtet und die Karten für das Spiel so schnell ausverkauft wie nie zuvor. Die Rede ist vom Anfang vom Ende, denn im März 2020 war das Heim-Derby gegen den EHV Aue das erste Spiel, was aus Dresdner Sicht coronabedingt abgesagt wurde.

In der Folge wurde dann, wie bekannt, die ganze Saison abgebrochen.

Und wie ist die Situation jetzt? Ähnlich angespannt, aber doch anders! Wir brauchen nicht um den „heißen Brei" herumreden, die aktuellen Umstände nehmen dem Spiel am Mittwoch etwas den absoluten Derbycharakter, denn so ein Derby lebt von den Emotionen auf vollen Rängen und das schließt Gästefans ausdrücklich ein. Trotzdem bleibt es ein Derby und das will man natürlich unbedingt gewinnen. Die Hausherren sind sich sicher, dass die Dresdner Fans die kommen dürfen, das Team super unterstützen werden. Dass es auf dem Parkett an Emotionen fehlt wird, davon ist angesichts der bisherigen Vergleiche nicht auszugehen. Für das Team von Rico Göde wird es wichtig sein, quasi das „innere Derby" in sich zu finden. „Ostclub-Spezialist" Philip Jungemann - er spielte immerhin schon beim SC DHfK Leipzig, beim Dessau-Roßlauer HV und beim EHV Aue - lässt auch gar keinen Zweifel daran, dass er innerlich schon im Derby-Modus ist: „Wir wollen die zwei Auswärtssiege natürlich jetzt mit einem Derbysieg bestätigen. Wir brennen alle darauf wieder ein Pflichtspiel vor unseren Fans zu haben und das werden wir auch zeigen. Nach der langen Pause ist es umso schöner wieder vor unseren Fans zu spielen. Da es direkt mit einem Derby gegen Aue passiert, wird es wohl umso hitziger werden. Es wird sicher ein hart umkämpftes Derby. Beide Teams sind gut in die Saison gekommen. Wir können im Blick auf unsere Leistung mit Selbstbewusstsein in die Partie gehen."

Der Gegner EHV Aue ist fast optimal in die Saison gestartet, nämlich mit 4:2 Punkten aus 3 Spielen. Einmal besiegte man Rimpar (24:21) im Heimspiel und auswärts konnte man 2 Punkte aus Ferndorf (26:23) entführen. Am Freitag verlor man allerdings in eigener Halle gegen den HSV Hamburg (32:35). Trotz der Niederlage zeigt sich schon, der EHV hat wohl bspw. den Verlust des Spielmachers Benas Petreikis gut kompensiert. Mehr noch, die Mannschaft aus dem Erzgebirge scheint sogar ausgeglichener und breiter aufgestellt als in den letzten beiden Spielzeiten. Über das was der EHV in dieser Spielzeit anstrebt, war nicht zu viel zu hören. Wie alle Teams in der Liga versuchen die heutigen Gäste vor allem wirtschaftlich durch die schwierigen Zeiten zu kommen. Davon abgesehen sollte der EHV mit seinem Kader nichts mit dem Abstieg zu tun haben, was auch daran liegt, dass andere Teams mit vergleichbarer Kaderqualität nicht so gefestigt scheinen wie das Zweitligaurgestein aus Sachsen. Vielleich nicht verwunderlich, denn der EHV befindet sich in seiner 27. Zweitligaspielzeit. Leistungsträger in den ersten Spielen waren beim heutigen Gast Kreisläufer Bengt Bornhorn, Spielmacher Gonçalo Ribeiro sowie der im rechten Rückraum spielende Arnar Birkir Halfdansson. Die beiden letztgenannten sind Neuzugänge. Auch der nach Verletzung zurückkehrte Rückraummittespieler Sebastian Paraschiv zeigte gute Leistungen. In der Defensive spielen Kapitän Kevin Roch und Defensivspezialist Petr Slachta die zentralen Rollen.

Und wie sieht es beim HC aus? Die Dresdner konnten bis jetzt absolut überzeugen und die guten Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen. Und das obwohl die Landeshauptstädter immer wieder auf wichtige Spieler verletzungsbedingt nicht zugreifen können. Neuester Fall ist mit Kreisspieler Jonas Thümmler, ein absoluter Leistungsträger. Bis jetzt konnte das Team die Ausfälle gut kompensieren. Dabei zeigt der HC bisher besonders in der Defensive seine Qualitäten. In beiden bisherigen Spielen kassierte man jeweils nur 21 Gegentore. Philip Jungemann: „Wir haben als Mannschaft aus der letzten Spielzeit viel gelernt und mit in die Vorbereitung genommen. Unsere Abwehr ist kompakter und härter geworden. Wie auch gegen TuS wird es wieder darauf ankommen, aus einer guten Abwehr ins Tempospiel zu kommen. Wenn wir das schaffen, haben wir gute Chancen die Partie positiv für uns zu gestalten. "

Es scheint also alles für ein spannendes Derby angerichtet.

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