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Erstes Zweitligaheimspiel seit 7 Monaten

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2.Bundesliga
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Etwas mehr als 7 Monate ist es her, dass der HC ein Zweitligaheimspiel bestritten hat. Nachdem das Spiel gegen den EHV Aue aufgrund positiver Coronatests verschoben werden musste, soll der Start in die Heimspielsaison für den HC nun gegen den VfL Lübeck-Schwartau gelingen.

Die derzeitige Halbwertzeit von Spielansetzungen ist kurz, das haben auch die Spieler verinnerlicht und so wundert es nicht, dass HC-Linksaußen Marek Vančo vor dem Spiel sagt: „Wir wollen natürlich unsere Serie in unserem hoffentlich ersten Heimspiel ausbauen.“

Die Schleswig-Holsteiner des VfL hatten bis zum Abbruch der letzten Spielzeit im Wesentlichen eine Saison zum Vergessen und das im Hinblick auf die Ansprüche der Nordlichter. So befand man sich, nach mehr als Zweidritteln der Saison, wie der HC mitten im Abstiegskampf. Und so verpasste sich der VfL vor der Saison eine Art kleine Frischzellenkur. Auch Sicht der Sachsen hat sich kein Team, außer der VfL Gummersbach, so gut bzw. gezielt verstärkt wie der VfL. Mit dem Schwedenduo Carl Löfström und Julius Lindskog-Andersson holte man bspw. richtig Qualität ins Team. Ersterer war einer der besten Kreisläufer der letzten Spielzeit und Letzterer war als Spielmacher der drittbeste Torschütze der Abbruchssaison 2019/2020. Der Rest des Kaders ist auch alles andere als Zweitligalaufkundschaft. Da wäre z. B. Jan Schult im linken Rückraum, er ist wie Torhüter Dennis Klockmann Jahren ein Erfolgsgarant beim VfL.

Zum letzten Sieg der Nordlichter steuerte Klockmann z. B. 19 Paraden bei. Dazu kommen Spieler wie der wurfgewaltige Niederländer Niels Versteijnen im rechten Rückraum oder Abwehrspezialist Martin Waschul. Trotz dieser Verstärkungen gelang der Saisonstart beim VfL zunächst nicht, denn man verlor zuhause gegen den VfL Gummersbach und auswärts beim Dessau-Roßlauer HV 06. Danach konnte der VfL aber einen Fehlstart verhindern und siegte in zwei Heimspielen gegen den ThSV Eisenach und den Wilhelmshavner HV. Dabei zeigten sich die Nordlichter aber in allen vier Spielen klar verbessert zur Vorsaison. Nicht nur das Spiel gegen Dresden, sondern überhaupt die nächsten Wochen, sind schon sehr richtungsweisend für den VfL, denn nach Dresden heißen die Gegner Rimpar, Bietigheim und Hamburg. Da wird sich zeigen, wo die Reise für den VfL hingeht. Die Mannschaft ist definitiv viel zu gut besetzt, um „nur“ den Klassenerhalt im Blick zu haben. Ein guter bis sehr guter Platz im Mittelfeld scheint realistisch. Der HC trifft also auf einen sehr ernstzunehmenden Gegner, der sich zuletzt gesteigert hat. VfL-Rechtsaußen Finn Kretschmer, der Bruder des HC-Rückraumspielers Nils Kretschmer, ließ nach dem letzten Heimsieg gegen Wilhelmshaven auch gar keine Zweifel im Blick auf die Partie in Dresden aufkommen: „Mit den zwei Siegen in Folge fahren wir jetzt nach Dresden und wollen dort die nächsten zwei Punkte holen. Ich freue mich natürlich auf das Duell mit meinem Bruder. Es ist schön, dass wir gegeneinander spielen können und ich Punkte nach Hause holen kann.“ Marek Vančo hält dagegen: „Wir sind bisher immer noch ungeschlagen und wollen unbedingt Zuhause gewinnen. Wir wollen den ersten Sieg in eigener Halle unbedingt schaffen.“ Zudem erwartet der Mann, der zuletzt in offensiven Deckungsvarianten des HC eine wichtige Rolle spielte, ein etwas anderes Spiel: „Ich glaube, es werden nicht so viele Tore fallen wie im Spiel gegen Hüttenberg und es wird mit entscheidend sein, wie wir die Rückraum-Kreisspieler-Achse des Gegners verteidigen.“

Und die Dresdner? Der HC ist bisher eines der Überraschungsteams der Liga. Dabei ist die personelle Situation bei den Sachsen seit dem ersten Saisonspiel alles andere als ideal. Immer wieder musste der HC gleich auf mehrere Leistungsträger verzichten. Dies wird auch wieder gegen den VfL der Fall sein. Auch sind zurückgekehrte Spieler einfach noch nicht auf dem Niveau wie vor der Verletzung. Hier ist auch noch einiges an Geduld gefragt. Im Blick auf das Spiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau ist das Remis in Hüttenberg vielleicht ein zusätzlicher Antrieb und schärft die Sinne dahingehend, ein Spiel nicht den letzten Minuten noch einmal so aus der Hand zu geben. In diesem Sinne konnte der HC-Trainer Rico Göde den Ärger über das Unentschieden sicher nutzen, um ihn in positive Energie umzumünzen. Um erfolgreich zu sein, bedarf es aber vor allem in der Defensive einer Rückbesinnung auf die ersten beiden Partien. Marek Vančo: „Die Abwehr hat in Hüttenberg nicht so gut funktioniert wie in den ersten beiden Spielen. Wir haben uns die Fehler noch einmal genau angeschaut. Wir wollen diese gegen den VfL abstellen. Wir werden hart arbeiten, um am Sonntag den nächsten Sieg zu schaffen.“ Mit einer vollen Halle im Rücken hätte man den HC vielleicht sogar leicht im Vorteil sehen können. Das dieser Vorteil aber coronabedingt so nicht ganz gegeben ist, ist von einem Spiel auf Augenhöhe auszugehen. Der HC wird alles daran setzten, dass der VfL die Sachsen auch weiterhin nicht unbedingt als „Lieblingsgegner“ sehen, denn zumindest die Statistik der bisherigen Aufeinandertreffen spricht für die Dresdner.

 

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