HSVH überrollt TV Emsdetten

Foto: Stefan Michaelis

2.Bundesliga
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Der Handball Sport Verein Hamburg hat am heutigen Sonntag einen spektakulären Heimsieg gegen den TV Emsdetten eingefahren. Die Hamburger führten schon zur Halbzeit mit neun Toren und setzte sich am Ende mit 37:17 durch. Niklas Weller (s. Foto) erzielte elf Tore und auch U19-Spieler Jan-Erik Kaage traf doppelt.

Am 15. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga ist dem Handball Sport Verein Hamburg sein höchster Zweitliga-Sieg überhaupt gelungen. Die Hamburger schlugen am Sonntagabend vor 3.034 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg den TV Emsdetten mit 37:17 (17:8). Die Gäste aus Emsdetten waren zu Beginn kurz in Führung, kamen dann aber im Laufe des Spiels immer heftiger unter die Räder. Der HSVH schiebt sich durch den Sieg hoch auf Tabellenplatz sechs, während der TV Emsdetten weiter auf dem vorletzten Rang und damit auf einem Abstiegsplatz steht. Niklas Weller steht nach elf Treffern gegen den TVE mit insgesamt 113 Toren wieder auf Platz eins der Torschützenliste der 2. HBL.

Die Ausgangssituation vor diesem Spieltag war für den Handball Sport Verein Hamburg nicht ideal. Gleich sechs Akteure standen Trainer Jansen aufgrund von Verletzungen nicht zur Verfügung. Emsdetten hatte zu Beginn den Ball und es dauerte bis zur 8. Minute, ehe der HSVH erstmals in Führung gehen konnte. Emsdetten legte zum 0:1 (1.) und 1:2 (5.) vor, bevor Aron Edvardsson beim Stand von 2:2 abwehren konnte und Jan Forstbauer die Möglichkeit zum 3:2 (8.) nutzte. Doch nach dem ausgeglichenen Start kippte das Spiel schnell zu Gunsten der Hamburger, da nicht nur Niklas Weller extrem treffsicher vom Siebenmeterstrich war, sondern auch Thies Bergemann mit zwei schnellen Gegenstoßtoren dazu beitrug, dass die Hamburger nach 13. Minuten mit 6:3 und somit mit drei Toren in Führung gingen. Nach einer Viertelstunde stand es 8:5 für den HSVH. Nachdem dann Weller erst per Siebenmeter auf 9:6 (18.) erhöhte und Edvardsson einen TVE-Siebenmeter abwehren konnte, gelangen dem HSVH nach der Hereinnahme von Philipp Bauer endlich auch die Anspiele an den Kreis. So waren auch die Tore zum 10:6 (20.) und 11:6 (21.) Kapitän Weller vorbehalten, der nach zwei schönen Bauer-Pässen seine ersten Treffer aus dem Spiel erzielen konnte. Bis zur Halbzeit konnte sich der HSVH eine Neun-Tore-Führung herausspielen, da Emsdetten den Ball durch technische Fehler oder Würfe neben das Tor oft leichtfertig hergab. Neun seiner neun Wurfversuche brachte Kapitän Weller in der ersten Halbzeit im Tor unter und erzielte damit bis zur Pause alleine mehr Tore als der TV Emsdetten als Team.

In der zweiten Halbzeit ließ der HSVH nichts mehr anbrennen und hielt das Tempo hoch. Gleich im ersten Angriff erzielte Bauer das 18:8 (32.). Emsdetten kam aufgrund weiterer leichter Ballverluste überhaupt nicht ins Spiel und fand weder in der Offensive noch in der Defensive wirksame Lösungen. Nach jeweils einer Edvardsson-Parade lief Gertges dann erst einen Gegenstoß zum 20:9 (34.) und keine 30 Sekunden später einen zweiten zum 21:9 (35.). Dem HSVH gelang in dieser Phase fast alles, dem TVE wenig. So wuchs der Vorsprung kontinuierlich an: Dank Weller waren es erst 13 Tore (37., 23:10), Tissier erhöhte in Überzahl auf 14 (37., 24:10) und Bergemann per Gegenstoß auf 15 (40., 25:10). Nachdem Tissier dann mit zwei Gegenstößen auf 29:13 (48.) und 30:13 (49.) erhöhen konnte, schickte Jansen seine Jüngsten aufs Feld und wechselte neben Pelle Fick auch U19-Shooter Jan-Erik Kaage ein (50.), der erstmals im Aufgebot der Herren stand. Zudem ersetzte Mark van den Beucken in der letzten Viertelstunde den starken Aron Edvardsson. Unter großem Jubel der Zuschauer gab Kaage sein Zweitliga-Debüt und holte sich prompt, nur Sekunden nach seiner Einwechselung, seine erste Zwei-Minuten-Strafe im Herren-Bereich ab. Das hinderte Jansen aber nicht daran, den 18-Jährigen noch einmal aufs Feld zu schicken. Und nachdem seine Anfangsnervosität verflogen war, brachte Kaage dann die Halle zum Toben, als er erst in der 59. Minute zur 19-Tore-Führung (36:17) traf und wenig später auch noch 37:17-Endstand (60.) erzielte.

Statistik: Edvardsson, van den Beucken, Kokoszka (n.e.) – Weller (11 Tore), Forstbauer (6), Bergemann (5), Tissier (4), Gertges (3), Bauer, Kaage, Ossenkopp (je 2), Fuchs, Fick (beide 1), Lackovic

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