24
Di, Nov
20 New Articles

Klockmann-Show gegen Wilhelmshaven

Foto: Verein

2.Bundesliga
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Der VfL Lübeck-Schwartau gewinnt mit 26:23 gegen den Wilhelmshavener HV und feiert den zweiten Heimsieg in Folge. Der Sieggarant für den VfL war Torhüter Dennis Klockmann, der den WHV mit 19 Paraden zur Verzweiflung brachte.

Für Martin Waschul hätte die Partie kaum schlechter beginnen können: Der Kapitän des VfL holte sich gleich im ersten Angriff eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe ab. Doch die Lübecker ließen sich davon nicht beirren und es entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase mit aggressiven Abwehrreihen auf beiden Seiten. Nach neun Minuten legte der VfL erstmals eine Drei-zu-Null-Serie hin: Jan Schult traf zum 3:3-Ausgleich, Sekunden später besorgte Fynn Gonschor nach einem Tempogegenstoß die 4:3-Führung und Carl Löfström war ebenfalls per Gegenstoß erfolgreich (11.).

Die Partie blieb völlig offen - auch weil sich die Lübecker im Angriffsspiel schwer gegen die kompakte WHV-Abwehr taten. Beim Stand von 7:7 nahm Piotr Przybecki seine erste Auszeit (18.).
Der VfL präsentierte sich jetzt spielstärker, ließ aber beste Möglichkeiten liegen und verpasste es, den WHV zu distanzieren. Finn Kretschmer besorgte nach Anspiel von Versteijnen per Kempa-Trick das sehenswerte 10:9 (27.), zur Pause war die Partie beim Stand von 10:10 komplett ausgeglichen. Bei einer konsequenteren Chancenver-wertung wäre eine deutliche VfL-Führung durchaus möglich gewesen. „Wir müssen auch anerkennen, dass der WHV mit Jens Vortmann einen überragenden Torhüter hat. Trotzdem hätten wir sicherlich das eine oder andere Tor mehr machen können“, sagte Markus Hansen.

Doch auch im zweiten Durchgang dominierten die Torhüter: Sowohl Dennis Klockmann als auch sein Gegenüber Jens Vortmann stellten ihre Klasse ein ums andere Mal unter Beweis. Nach Klockmanns 13. Parade leitete der Keeper direkt den Gegenstoß über Kretschmer ein, der Vortmann aus sechs Metern zum 14:13 überwinden konnte (39.). Nach zwei weiteren Klockmann-Paraden erhöhte Lindskog Andersson mit einem frechen Lupfer per Siebenmeter auf 15:13 (43.).
Die Lübecker fanden jetzt immer besser zu ihrem Spiel, brachten die Wilhelmshavener Deckung in Bewegung - und bauten den Vorsprung weiter aus. Lindskog Andersson traf erst zum 18:15 erhöhte kurz darauf per Siebenmeter zum 19:15 (50.) - die erste Vier-Tore-Führung. Und hinten war weiterhin auf Dennis Klockmann Verlass, der 38-Jährige brachte die WHV-Schützen mit seinen Paraden zur Verzweiflung.

Und trotzdem kamen die Gäste noch einmal zurück. Der VfL schwächte sich selbst durch Zeitstrafen, zeigte sich im Abschluss erneut nicht konsequent genug - und plötzlich war der WHV beim 21:19 durch Pust wieder dran (55.). Die Partie blieb spannend bis kurz vor dem Ende. Die Wilhelmshavener ließen Potratz frei werfen - und der 19-Jährige versenkte den Ball zum 24:21 sicher in den Maschen (59.). „Das war ein ganz wichtiger Sieg gegen einen starken Gegner“, resümierte Markus Hansen. „Wir wussten, dass wir kämpfen müssen, weil der WHV in einer schwierigen Situation steckt - und das haben wir getan. Am Ende sind wir einfach nur glücklich,
dass wir die zwei Punkte in Lübeck behalten haben.“

Am kommenden Wochenende geht es für den VfL auswärts beim HC Elbflorenz Dresden weiter. „Mit den zwei Siegen in Folge fahren wir jetzt nach Dresden und wollen dort die nächsten zwei Punkte holen. Ich freue mich natürlich auf das Duell mit meinem Bruder“, so Finn Kretschmer, der heute mit sechs Treffern erfolgreichster VfL-Torschütze war.

Kommentar schreiben

Bitte halte Dich an die Regeln für Kommentare.

Sicherheitscode
Aktualisieren