Dormagen gewinnt in Dessau

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2.Bundesliga
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Der TSV Bayer Dormagen hat seine Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga durch den 36:29-(18:16)-Erfolg in Dessau deutlich verbessert. Da Großwallstadt nur einen Punkt holte, Hagen in Hamburg verlor und Dresden überraschend gegen Wilhelmshaven das Nachsehen hatte, besitzen die Rheinländer jetzt als Tabellenvierzehnter vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang.

Nächster Gegner am kommenden Freitag, 24. Mai, um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter ist die DJK Rimpar Wölfe, Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online,

Freud und Leid nach den 60 Minuten in der Anhalt-Arena: Nach den unglücklichen Niederlagen in Hamm und gegen Elbflorenz waren die zwei Punkte Balsam für die Seele der Dormagener Mannschaft. Die TSV-Spieler feierten tanzend den sechsten Auswärtssieg. Doch Dessau war geknickt, ein Erfolg wäre die einzige Chance gewesen, dem Abstieg noch zu entgehen. "Das ist für uns ein bitterer Moment", stellte Coach Uwe Jungandreas enttäuscht fest. Trost erhielt der Tabellenvorletzte von Dusko Bilanovic: "Ihr schafft das und kommt bald zurück in die 2. Liga." Doch natürlich galten die ersten Worte des TSV-Trainers seinem Team, das "vor allem in der zweiten Hälfte konsequent und diszipliniert gespielt hat. Das hat uns in den letzten Spielen gefehlt. Es war heute eine hervorragende Mannschaftsleistung."

Dabei mussten die Gäste vor 906 Zuschauern eine schwierige Anfangsphase überwinden, in der Philip Ambrosius zwei Würfe von Tim Wieling abwehrte. Doch die bestens aufgelegten Lukas Stutzke und Benni Richter sorgten mit jeweils zwei Doppeltreffern für die erste TSV-Führung in der 9. Minute. Zweimal noch glichen Phillip Jungemann und Geburtstagskind Bruno Zimmermann (24) aus. Doch dann gaben die Dormagener den Vorsprung bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Das lag auch daran, dass Ian Hüter und Eloy Morante Maldonado immer wieder ihre Zweikämpfe gewannen und die drei eingesetzten Dessauer Schlussmänner vor unlösbare Aufgaben stellten. Ein entscheidender Trumpf war freilich die Abwehrmauer, an der sich die Gastgeber die Zähne ausbissen. Etliche abgefangene Bälle, aber auch Dessaus technische Fehler führten zu kompromisslos genutzten Gegenstößen. Lediglich Dessaus Rechtsaußen Tomas Pavlicek und Shooter Johannes Wasiliewski nutzten ihre Freiräume. Und der angeschlagene Daniel Zele biss auf die Zähne.

Mitte der zweiten Halbzeit setzten die Dormagener sich mit fünf Treffern in Folge spielentscheidend von 26:23 auf 31:23 ab. Auf der Tribüne wurde es jetzt immer ruhiger, die relativ kleine Gruppe der Dormagener Anhänger war unüberhörbar. Nach dem Schlusspfiff lief das gesamte TSV-Team unter das Dach der Halle, wo es von den jubelnden Fans empfangen wurde. Die letzte Rückreise nach einer Übernachtung setzte den Musikboxen schwer zu und führte zu einem Live-Kontakt mit dem aus Rostock nach Hause fahrenden Bus der HSG Krefeld, die sich am Sonntag Nachmittag mit einem Last-Second-Sieg für die 2. Bundesliga qualifiziert hatte. Der Dormagener Glückwunsch galt sowohl den Seidenstädtern als auch dem ThSV Eisenach, der in die 2. Liga zurückkehrt.

Dessau-Roßlauer HV 06 - TSV Bayer Dormagen 29:36 (16:18)

Dessau: Ambrosius, Motlik, Martinovic; Pavlicek (8/1), Hanisch (1), Vanco (n.e.), Pfeiffer (n.e.), Wasiliewski (5), Hönicke (2), Jungemann (2), Zimmermann (2), Hanner (1), Milkow (4), Zele (3), Zahradnicek (1/1), Scheithauer (n.e.).

Dormagen: Bartmann, Broy; Reuland (2), Pyszora (n.e.), Eggert (2), Löfström (1), I. Hüter (8), Köster, Rebelo (n.e.), Richter (5/3), P. Hüter, Braun, Morante Maldonado (6), Stutzke (10), Wieling (2).

Schiedsrichter: Schulze / Tönnies (Magdeburg).
Zuschauer: 906.
Zeitstrafen: 4:10 Minuten.
Siebenmeter: 2/2:3/4 (Ambrosius hält gegen Wieling).

Spielfilm: 3:4 (9.), 5:7 (13.), 6:9 (15.), 11:12, 12:15, 14:15, 16:18 - 16:19, 20:21 (37.), 20:23, 21:25, 23:26 (42.), 23:31, 26:32, 26:35, 29:36.

 

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