OHV Aurich ist Meister

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Die rechnerischen Zweifel an der Meisterschaft  sind beseitigt. Der Oberliga-Spitzenreiter OHV Aurich hat am Sonntag gegen die HSG Barnstorf/Diepholz gewonnen. Der Titelgewinn ist damit perfekt.

Der souveräne Oberliga-Spitzenreiter OHV Aurich hat am Sonntag auch alle rechnerischen Zweifel an der Meisterschaft beseitigt. Die Mannschaft von Trainer Arek Blacha gewann gegen die HSG Barnstorf/Diepholz mit 37:29 Toren.

Teil eins des Unternehmens Wiederaufstieg in die 3. Liga ist geschafft: Die Mannschaft des OHV Aurich hat als souveräner Spitzenreiter der Oberliga am Sonntag auch alle rechnerischen Zweifel an der Meisterschaft beseitigt. Am viertletzten Spieltag machten die Auricher mit einem 37:29-Sieg gegen die HSG Barnstorf/Diepholz den Titelgewinn perfekt. Das Durchatmen danach war groß.

Die perfekte Meisterschaft war zwar nur noch Formsache. Aber seit zwei Wochenenden nahmen die Auricher diese belastende Möglichkeit nun schon mit in ihre Spiele. Und zweimal wurde nichts draus. Entsprechend war OHV-Trainer Arek Blacha nach dem Spiel gegen die HSG einfach nur erleich-tert, dass das Thema jetzt endlich vom Tisch ist und die Spieler den Kopf wieder frei bekommen.

„Es ist nicht die Zeit, große Worte zu verlieren“, sagte er nach dem Spiel. Er erinnerte sich vielmehr an den Moment vor knapp einem Jahr, als er im Mai nach dem Abstieg aus der 3. Liga vor der Sparkassen-Arena stand, die Vereinsverantwortlichen des OHV gleich Aufbruchstimmung signalisierten, sagten „wir versuchen es noch einmal“ und er geantwortet habe: „Okay, ich mach mit.“

Am Sonntag gratulierte er der Mannschaft zur Meisterschaft und dankte ihr für die tolle Saison. Er dankte aber auch den Fans, die mitgefiebert haben: „So etwas in der Oberliga, das ist schon Wahnsinn.“

Gegen die HSG Barnstorf-Diepholz begleiteten die Zuschauer die Mannschaft in den letzten vier Minuten mit stehenden Ovationen zur Meisterschaft. Der harte Kern der Fans huldigte die Mannschaft mit eigens geschriebenen Spruchbändern und entließ die Spieler nicht ohne die „Raupe“.

Die, die in der Schlussphase nicht mehr im Einsatz auf dem Spielfeld waren, hüpften schultervereint ebenfalls bereits vier Minuten vor dem Ende in roten Meister-T-Shirts an der Seitenlinie. „Fans 100 %, Team Spirit, Meister Oberliga, 3. Liga DHB, ...unser Ziel“, war in weißer Schrift aufgedruckt. Vier Haken dahinter sind bereits mit gedruckt. Der fünfte, der hinter der 3. Liga DHB, fehlt noch.

Gegen die HSG Barnstorf/Diepholz ließen die Auricher von Anfang an keine Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Sie trafen auf die erwartet offensiv eingestellte Abwehr. Der erste Angriff, es war keine Minute gespielt, der OHV führte 1:0. Josip Crnic war mit einem Heber von der rechten Außenseite erfolgreich. Es war ein Einstand nach Maß. Edgars Kuksa im Tor des OHV sorgte dafür, dass daraus ein Auftakt nach Maß wurde. Er verhinderte im Gegenzug nicht nur den Ausgleich in Genial-Manier, sondern anschließend auch weitere Möglichkeiten der HSG. Kuksa hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass die Auricher bis zur fünften Minute auf 4:0 erhöhten.

Bereits in der neunten Minute setzte HSG-Trainer Dag Rieken die Auszeitkarte. Zu dem Zeitpunkt lag seine Mannschaft mit sechs Toren zurück (2:8). Am Spielverlauf änderte sich jedoch auch anschließend nichts. Die Auricher hatten alles im Griff, im Angriff das Rezept gegen die offensive Abwehr und waren auch bei den oftmals überfallartigen Vorstöße der HSG auf dem Posten.

Blacha nutzte bereits frühzeitig die Chance zu personellen Wechseln, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. An der Überlegenheit seiner Mannschaft änderte das nichts. Die spiegelte sich zunächst in einer 20:12-Halbzeitführung wider und am Ende auch in einem Sieg mit acht Toren Differenz. Zwischenzeitlich hatte der Vorsprung sogar elf Tore betragen. In die Torschützenliste schafften es alle Auricher Feldspieler.

Zwar brauchten die Auricher nach der Pause fünf Minuten, um wieder im Spiel anzukommen. Das Gefühl, hier könnte noch etwas anbrennen, kam aber nicht auf. Beim Stand von 33:22 in der 51. Minute sangen die Fans dann das erste Mal „Oberliga-Meister“.

Blacha ist froh, mit der jetzt endgültigen Meisterschaft einen Schnitt machen zu können. „Jetzt müssen alle erst einmal runterfahren“, sagte er. Zwar stehen noch drei Punktspiele auf dem Programm. Die Konzentration gilt jedoch den Aufstiegsspielen. Fünf Wochen sind es noch bis dahin. „Das wird eine intensive Zeit“, sagte Blacha. Denn dann müsse es stimmen: „Sonst bringt uns die Meisterschaft gar nichts.“

Zur Meisterfeier des Sonntages hatte Marema 100 Liter Freibier spendiert. Offiziell werden die Auricher dann am 27. April, dem letzten Heimspieltag, als Meister geehrt.

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